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Cordobar Berlin - Weinbar mit außergewöhnlichen Snacks

Autor: JENS HOHMANN | 16.2.2015 |
Cordobar Berlin - Weinbar mit außergewöhnlichen Snacks

In der Großen Hamburger Straße 32, gleich hinter dem Hackeschen Markt, liegt eine von Berlins echten Gastroperlen: Das Cordobar. Im Cordobar dreht sich alles um Wein. Guten Wein, vor allem aus Deutschland und Österreich, Franzosen sind aber zum Beispiel auch dabei. Im Prinzip ist das Konzept, zumindest "auf dem Papier", ganz einfach: Man nehme gute Weine, serviere dazu Snacks. Das Ganze in einem ansprechenden Ambiente und fertig ist die Weinbar. Nichts exotisches, keine Sakeverkostungen, keine Molekularküche. Dass das Cordobar in der Berliner Gastroszene trotzdem seinesgleichen sucht, hat allerdings gute Gründe:

Das Ambiente des Lokals ist aufgeräumt und hell (übrigens: zumindest am Wochenende ist eine Tischreservierung eine gute Idee). Weder übermäßig stylisch, noch kitschig.

Die "Snacks", wie sie auf der monatlich wechselnden, saisonalen Karte lapidar heißen, sind beinahe durch die Bank Neuinterpretationen traditioneller österreichischer und süddeutscher Küche (man merkt, dass ein Wiener an den Töpfen steht) und kratzen ganz klar an der Haute Cuisine, ohne aber jemals prätentiös zu werden. Austern kriegt man ebenso wie ein feines Tartar, Blutwurstpizza mit Wasabi klingt erst mal seltsam, schmeckt aber hervorragend – und für zwei Personen gibt es auch mal einen Ferkelkopf. Natürlich, manchmal werden sie auch im Cordobar fancy – schon mal Räuchereis probiert? Alle Gerichte haben eines gemein: Sie dienen als Begleitung zum Wein, dem Star des Lokals.

Wein in Hülle und Fülle – Satyre hätten ihre helle Freude

In der Cordobar gibt es eine Reihe (ebenfalls wechselnder) offener Weine, durch die man sich probieren kann. Was man hier in's Glas bekommt sind durchweg hochwertige Tropfen. Wem die Karte mit den offenen Weinen nicht genug ist, der kann aus einer enormen Vielfalt von handverlesenen Flaschenweinen wählen. Vom kleinen Newcomer-Gut bis zu einigen großen, alten Namen, vom frischen Heurigen bis zum gereiften Veltliner bekommt man hier alles, was sich ein Weinfan nur wünschen kann. Wer sonst eher Discount-Plörre für 2,79 € pro Flasche trinkt, der sollte dem Cordobar fernbleiben – dieses Zeug wird einem durch die dort angebotenen Weine nämlich für immer vergällt.

Ein Haus mit, wohlgemerkt Stil, nicht Style

Diese Qualität hat natürlich auch ihren Preis, und der ist satt. Die Snacks sind allesamt erschwinglich, die Weine gehen aufs Portemonnaie. Aber selbst wenn man es jetzt nicht so dicke hat, bei besonderen Gelegenheit lohnt sich ein Besuch im Cordobar allemal. Der Laden ist nämlich kein hipper Schuppen, in dem überbezahlte Krawattenträger so tun, als könnten sie Veltliner und Muskateller auseinander halten, hier geht es ausgesprochen entspannt und genussorientiert zu. Man könnte sagen, das sei der Touch Berlin, der das Cordobar zusammen mit seiner Bodenständigkeit von der Masse abhebt.

Cordobar
Große Hamburger Straße 32
10115 Berlin
http://www.cordobar.net

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Autor: Jens Hohmann The Club Map
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