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Es geht nicht ohne sie - Handtaschen. Tipps für Taschen in allen Lebenslagen

Autor: AROMA BERLIN | 25.2.2015 |
Es geht nicht ohne sie -  Handtaschen. Tipps für Taschen in allen Lebenslagen

Ein Freund hat mir mal erzählt Männer hätten Angst vor Frauen ohne Handtaschen. Seine Begründung war, es sei ja ziemlich männlich, sich auf Handy, Schlüssel und Portmonee zu beschränken und Frauen hätten immer mehr dabei, sie bräuchten ja Schönheitsutensilien, das passe nicht in die Hosentaschen. Abgesehen davon hätten Frauen oft keine Hosentaschen erst recht nicht wegen der Figur. Wäre es demzufolge männlich mit ausgebeulten Hosentaschen und im schlimmsten Fall gebogenem Handy herum zu laufen?

Aber natürlich machte mich das stutzig und ich fragte noch andere Jungs zur Gegenprobe und das übereinstimmende Fachurteil meiner Männerwelt war : Frauen haben immer irgendeine Tasche. Handtasche, Rucksack, Clutch, Shopper. Hobo-Bag, Weekender, Messenger-Bag, Schultertasche, oder einfach nur Jutebeutel – jede hat eine Tasche für die unterschiedlichsten Lebenslagen. Zeit sich der Kultur der Handtasche zu widmen.

Welche Tasche zu welchem Anlass?

Clutch – Die Miniversion der Handtasche
Klarer Fall: wer abends ausgeht braucht etwas kleines, damit nicht gleich der Eindruck entsteht man würde mitsamt Shopper, Rucksack oder Weekend Bag direkt einziehen. Also lieber elegant. Klassisch bietet sich hierfür die Clutch an. Es gibt sie in der Variante mit Schlaufe. Oder man trägt sie ohne Henkel einfach in der Hand. Die Pragmatikerin wurde jedoch auch schon mit Clutch unter der Achsel gesichtet, diese hatte einen kleinen Griff, der sie oben über der Schulter hielt. Das sollte man allerdings nur tragen, wenn man ein gutes Deo hat oder zu dem Menschen gehört, die nicht schwitzen, alles andere hinterlässt hässliche Flecken. Ganz clevere Versionen der Clutch haben ein verborgenes Riemchen, das man bei Bedarf über die Schulter hängen kann. Auf vielen Tanzflächen habe ich etwas größere Versionen dieser Hybride zwischen Clutch und Schultertaschen gesehen, das ist praktisch und je nach Modell auch sehr chic, denn man hat die Hände zum Tanzen frei und kann auch noch einen Schal oder etwas größeres als Kondome, Lippenstift und Zigaretten darin unter bringen. Neuerdings sehe ich auch immer mal wieder Männer mit einer um die Schulter getragenen Hip Bag, eine Männerversion der Clutch sozusagen. Aber Sorry Jungs, ich gönne euch eine Handtasche aber bitte sucht euch ein anderes Modell, das sieht einfach nicht aus ! Mich erinnert es immer an schlecht getarnte Fahrkartenkontrolleure.

Handtaschen

Rucksack oder Messenger-Bag? Die Tasche für den ganzen Tag
Also zur Variante für den Tag: Eine Tasche für den Tag ist fast noch schwieriger zu finden als eine hübsche kleine fürs Ausgehen, denn sie muss diversen Anlässen genügen. Manchmal muss man in Großstädten einen halben Hausrat in so einer Tasche verstecken. Für die Arbeit oder Uni/Schule Computer bzw. Unterlagen und Bücher. Für den Nachmittag eventuell noch Sportsachen. Und zu verschiedenen Jahreszeiten sogar einen extra Pulli oder ein zweites Paar Schuhe. Einkaufen geht man mit der gut gefüllten Tasche auf dem Heimweg oft auch noch und dann soll der Kofferraum in Taschenform auch noch chic, leichtfüßig und elegant wirken. Ein Unding – fast ! Viel geschmäht weil absolut unschick ist der Rucksack, aber praktisch ist so ein Monster ja schon. Aber zu einem eleganten Mantel geht es einfach nicht. Also, nächster Versuch: Messenger-Bag. Die ist schon etwas besser in puncto Eleganz und in Städten wie Hamburg und Berlin auch öfter gesehen. Anders als der Rucksack hat sie nur einen Querriemen, den man sich entweder über Brust oder Schulter hängen kann. Meist ist sie einfach chicer vom Design her weil sich Designer Gedanken um Schnitt und Material gemacht haben im Gegensatz zu gefühlten 90% aller Rucksäcke, die alle nach Trekking aussehen. Messenger-Bag Klassiker sind die robusten aber chicen Segeltuchtaschen oder die Schweizer Designtasche aus LKW Plane. Aber sie bleibt ein Zwitterwesen. Die Messenger-Bag ist eher funktional als schön.

Weekender oder Shopper
Vielleicht also doch lieber auf Weekender, Shopper oder Henkeltasche in Oversize setzen ? Der Weekender hat seinen Namen von seiner Funktion, normalerweise ist er groß genug um damit zwei Tage zu verreisen. Damit ist er auch ziemlich groß. Ein chicer Weekender wird oft am Henkel getragen und damit hat er den praktischen Faktor für mich verspielt, denn viel Gewicht ständig am langen Arm, das ist unbequem und sieht auch selten gut aus. Der Shopper ist meist groß, denn auch hier stand die Funktion für den Namen Pate. Oft ist der Shopper eine relativ einfache Tasche, mit einem Henkel, den man auch noch über die Schulter bekommt und er ist stabil. Viele Shopper sind günstig weil schnörkellos. Oft haben sie auch noch das unschlagbare Feature zu einem kleinen Täschchen in der Tasche faltbar zu sein. Viele dieser eleganten aber einfachen Taschen sieht man momentan in Hamburg. In schlichtem Blau mit chicem Reißverschluss aus hochwertigem Material mit braunem Ledenkenkel hat diese Tasche das Zeug zum Evergreen. Und sie ist alterslos.

Handtaschen

Henkeltasche
Wenn man nur eine chice Tasche hat, ist wahrscheinlich die etwas größere Henkeltasche die beste Option. In schlichtem Leder mit klassischem Schnitt und in einer Farbe, die zu allem passt kommt sie nie aus der Mode und ist für alle Altersklassen gut. Diese Klassiker können bisweilen teuer sein, aber die Investition lohnt sich, wie bei einem schönen Paar Schuhe. Größenmäßig passt in sie sehr viel mehr, als man ihr ansieht und ich habe unter meiner Schulter feminin versteckt schon so einige Kilo an Übergepäck in das Handgepäck geschmuggelt. Nie kam jemand auf die Idee, dass in dieser Tasche fast 15 Kilo Bücher, Elektronik und Urlaubsmitbringsel sein könnten. Im Alltag taugt diese Tasche genauso um den Laptop mit Präsentation darin zu parken, neben Sportsachen etc. . Nur mit dem Einkaufen wird es manchmal schwierig zumal ausgelaufene Joghurts fast nicht aus der Tasche heraus zu bekommen sind. Dafür also einfach noch einen extra Jutebeutel in die Tasche gesteckt und schon kommt man modisch und chic durch den Alltag in der Großstadt.

Die goldene Regel ist, dass man mit zwei chicen Taschen eigentlich immer gut durch das Leben gehen kann. Eine große fürs Gepäck und eine Kleine für den Abend. Manchmal schafft man es einfach nicht mehr nach Hause bevor man noch ausgeht und clever geplant hat man vielleicht noch ein kleines, elegantes Kleidchen in der großen Tasche. Dann ist es toll noch eine Clutch für den Abend zur Hand zu haben. In jedem Theater findet sich eine Garderobe, wo man die große Tasche einfach abgeben kann, oder man lässt sie im Auto. Auch wenn man wenig Geld hat oder nicht viele Taschen besitzen will, mit einem großen Shopper plus einer hübschen Clutch ist man versorgt.

Zuguterletzt, Herrenhandtasche und Jutebeutel – Stoff für Diskussionen
Bisher ging es ja eher um die Damenwelt zum Thema Handtasche aber ich möchte am Ende noch ein kurzes Plädoyer für die relativ neue Version der Herrentasche loswerden. In Großstädten sehe ich mittlerweile viele hübsche Männer mit Turnbeutel, Jutebeutel oder chicen Männertaschen, die vielleicht etwas schnörkelloser und weniger farbig ausfallen als die Damenhandtaschen mit Schulterriemen. Jungs, lasst euch nicht abhalten, die mini-Herrenhandtasche aus den 70ern mit Schlaufe ist durch wie das Herrengedeck aus Bier und Korn und ebenso das verbundene Trauma. Aber auch Männer in Städten können mehr als einen praktischen Laptoprucksack gebrauchen. Herrenhandtaschen sind cool. Turnbeutel können auch toll sein und nicht einmal Jutebeutel müssen nur von Hipstern durch die Gegend getragen werden.

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DJ Aroma
Autor: Aroma Berlin DJ Aroma
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