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Fein Essen gehen in Neukölln kann man im Lava

Autor: MARCO FRIEDERSDORF | 14.7.2014 |
Fein Essen gehen in Neukölln kann man im Lava

Neukölln ist immer für eine Überraschung gut. Vielleicht erwartet man in einem der momentan angesagtesten Bezirke der Hauptstadt den besten Burger der Welt, die am welligsten geschnittene Pommes des Universums oder gar den hipsten Döner für Vegetarier der aktuellen Existenz und womöglich hat man da sogar recht. Was Neukölln aber auch kann ist moderne Haute Cuisine.

In der Flughafenstraße 46 nämlich (sehr gut über die U-Bahnstation Boddinstraße zu erreichen) gibt es seit Anfang 2013 das Lava, das sich der modernen Küche verschrieben hat. Während das Lavanderia Vecchia immer wieder mal ein abendfüllendes Menü in wunderschönem Ambiente liefert, offeriert das Lava, direkt daneben, ausgefallene Gerichte á la carte. Beispielweise gäbe es einen aufwändig in einer Papillote drappierten Bratseibling mit roter Beete, Minze und Joghurt oder ein Duett vom Hirschkalb mit Pimentspätzle, Preisselbeeren und Kaffeejus als Hauptgang. Zum Nachtisch würde eine nach Art der Molekularküche zubereitete Bloody Mary (mit Sellerieschaum, Tomatenmarmelade, Tomatensorbet und Wodka zum Draufsprühen) oder ein klassisches Schokoladensoufflé mit Oliven und Pfeffer-Himbersorbet gereicht. Vielleicht erkennt ihr es schon - die Speisen sind recht klassisch, haben aber einen gewissen modernen Chic, der sie zu etwas besonderem macht.

Natürlich wechselt die Karte ständig, um Abwechslung zu garantieren.

Lava Berlin

Vor allem kann das Lava in Berlin aber auch durch sein Ambiente bestechen, in dem man zum Beispiel eine freistehende Badewanne und eine offene Küche findet, wo man direkt sehen kann, wie die eigene Speise zubereitet wird. Das schafft Vertrauen, vor allem aber auch eine gewisse Intimität zum Restaurant, in dem man sich direkt heimisch fühlt.

Nicht zuletzt liegt das aber auch an dem überaus freundlichen Personal, das sich nicht nur zu dem ein oder anderen kleinen Scherz hinreißen lässt, sondern vor allem auch gerne beratschlagend zur Seite steht, sind manche der Begrifflichkeiten doch nicht so einfach zu erahnen. Eine Papillote ist nämlich eine Art Bratschlauch für Fisch. Ich musste da auch nachfragen, keine Sorge.

Preislich bewegt sich das alles auch in einem äußerst fairen Rahmen. Natürlich ist es etwas gehobener, als die kleine Kaschemme um die Ecke, deren Interieur sich seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr geändert hat, aber genau deswegen geht man ja auch ins Lava Berlin. Es ist einfach sehr schick, trotzdem durchaus erschwinglich, man fühlt sich direkt sehr gut aufgehoben und kann dort einen schönen Abend verleben. Und weil es dort so schön ist, sollte man natürlich auch vorher reserverieren. Natürlich gilt das vor allem für die Abendkarte. Zum Schinkenlädchen und dem Mittagsangebot kann ich leider nichts sagen, aber ich würde wetten, dass auch das mehr als prima ist.

Lava Berlin Dessert

Lava

Flughafenstr. 46

12053 Berlin

http://lavaberlin.wordpress.com/

 

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Autor: Marco Friedersdorf Mind's Delight
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