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Fleischlos schlemmen in Berlin Teil II: Von liebevoll serviert bis selbstgemacht

Autor: KATJA THIEDE | 1.9.2014 |
Fleischlos schlemmen in Berlin Teil II: Von liebevoll serviert bis selbstgemacht

Das Angebot an vegetarischen und veganen Speisen in Berlin ist so vielfältig wie die Menschen, die hier leben. Für jeden Geschmack und in jeder Preisklasse lässt es sich schlemmen, ohne dass tierische Produkte zum Einsatz kommen.

Waterlily

Auf den ersten Blick wirkt das „Waterlily“ in der Karl-Marx-Allee ein bisschen verloren. Im Sommer versteckt hinter den riesigen Bäumen der Allee und inmitten von eher auf Masse bedachten mexikanischen, griechischen und deutschen Gasthäusern gelegen, könnte man das kleine vietnamesische Restaurant leicht übersehen. Doch wer einmal hier war, wird vermutlich immer wieder kommen. Die Auswahl an Suppen, Nudel- und Reisgerichten ist groß, vor allem auch deshalb, weil fast jedes zusätzlich zur Fleischversion nicht nur in einer, sondern gleich in drei veganen Varianten angeboten wird. So können Gäste zwischen Tofu, Sojafleisch und knusprig gebackenem Sojafleisch wählen. Dass die Gerichte frisch zubereitet werden, sieht man ihnen an und schmeckt man vor allem. Die Salate sind knackig und alles dampft und duftet, als hätte es noch nie ein Gefrierfach von innen gesehen. Dazu kommt das aufmerksame, sehr freundliche, aber nie aufdringliche Team, das einen Besuch im „Waterlily“ immer zu einer kleinen entspannten Auszeit macht. An dieser Stelle spielen dann auch die großen, satt-grünen Bäume der Allee ihren Trumpf aus. Wer trotzdem lieber zu Hause kulinarisch entspannen möchte, erhält die Gerichte, die allesamt ohne Geschmacksverstärker auskommen, auch zum Mitnehmen.

Waterlily, Karl-Marx-Allee 113, 10243 Berlin

Vegane asiatische Küche im Waterlily

Biosphäre

Selbstversorger können sich in den zahlreichen Bioläden der Hauptstadt mit veganen Zutaten eindecken. Leider gilt hier meist nach wie vor, dass die Lebensmittel aus tierfreundlicher Haltung oder ganz ohne tierische Inhaltsstoffe teurer sind als vergleichbare Mengen Schweinehack & Co. aus dem Supermarkt. Umso erwähnenswerter sind Läden wie die „Biosphäre“ in der Weserstraße / Ecke Hobrechtstraße in Neukölln. Nach dem Motto „Bio für alle“ gibt es die angebotenen Produkte zu zwei verschiedenen Preisen. Jeder, der nachweisen kann, dass er oder sie arbeitslos ist, bekommt alles zu reduzierten Preisen. Die Macher des Ladens wollen so auch einkommensschwachen Menschen den Zugang zu fair produzierten, umweltfreundlichen und tierlosen Lebensmitteln ermöglichen. In Sachen Umweltfreundlichkeit setzt die „Biosphäre“ auch deshalb neue Maßstäbe, als dass nicht nur Müsli und Nüsse, sondern auch Putzmittel als „Bulkware“ verkauft werden, heißt ohne Verpackung. Wer zum Einkaufen hierherkommt, sollte also Behälter mit dabei haben, in die er die Waren abfüllen kann. Zum Laden gehören zudem eine Bäckerei und ein kleines Café mit Mittagsangebot, Kaffee und Kuchen.

Biosphäre, Weserstraße 212, 12047 Berlin

Bulkware-Shopping in der Biosphäre in Neukölln

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Freie Autorin
Autor: Katja Thiede Freie Autorin
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