Vorgestellt: Janny Schulte

Autor: Mareike Seidel | 24. Nov. 2014
Vorgestellt: Janny Schulte

Geboren im beschaulichen Sauerland, mitten in eine deutsche Hippie-Musiker-Kommune aus dem Grobschnitt und Extrabreit Umfeld, wurde ich zum Nomadenkind. Über Spanien ging die Reise, immer brav an Mamas Rockzipfel, nach Sri Lanka, genauer gesagt nach Unawatuna, dessen Strand in den 80er Jahren zu den zehn schönsten der Welt zählte. (M)eine singhalesische Großfamilie, Haifischangeln bei Vollmond, der Brunnen als Dusche, zwei zahme Streifenhörnchen als Haustiere und Essen auf Bananenblättern – das Paradies lässt grüßen.
Wie es der Lauf der Geschichte aber nun mal will, wird man aus dem Paradies verstoßen und ein neues Lebens-Kapitel wird aufgeschlagen, diesmal im tiefsten Bayern - Kulturschock inklusive. Öde Schulzeit, Schneiderlehre bei Escada und endlich die Flucht in den sympathischeren Norden.
Textilmanagement-Studium in Hamburg und, nach einen kurzen Abstecher in die Trendforschung, die Gründung des eigenen Streetwearlabels „Superhorstjansen“. Sechs Jahre, die mich tief geprägt haben, mit allen Höhen und Tiefen, die so eine Selbstständigkeit mit sich bringt. 2013 dann der Entschluss zu einem radikalen Neuanfang: egal was jetzt kommt, es wird auf keinen Fall etwas mit Mode zu tun haben.
Die Frage, was mich, und nur mich ganz alleine, glücklich macht, lässt nur eine Antwort zu: Lesen! Denken! Schreiben! - und das mit anderen Menschen teilen. Neugierig sein und versuchen, meinen Beitrag dazu zu leisten, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ideen entwickeln und Menschen zu fördern, in den Diskurs mit anderen gehen und nichts als gegeben hinnehmen.
Als stellvertretende Chefredakteurin beim Superlative Magazine (www.superlative-magazine.de) klappt das seitdem ganz gut, auch wenn die Reise hier bestimmt noch nicht zu Ende ist. Meine geistigen Mütter und Väter - wie Simone de Beauvoir, Albert Camus, Connie Palmen, Erich Fromm, Cormac McCarthy, oder Hermann Hesse - sind Geburtshelfer zu einem selbstbestimmten Leben als Hobby-Soziologin mit stark emanzipatorischem Background, das frei nach dem existentialistischen Prinzip gelebt wird, dass der Mensch einziger und alleiniger Meister seines Schicksals ist, wenn er es nur sein will.

Word!

Groupon Redaktion
Autor: Mareike Seidel
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