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Klettern statt Klotzen - Bouldern in Berlin

Autor: CHRISTOPH PÖTHKE | 16.1.2015 |
Klettern statt Klotzen - Bouldern in Berlin

Der Sommer kommt und damit die Suche nach der perfekten Strandfigur. Und eigentlich sollten wir ja sowieso alle mehr Gemüse essen und Sport machen, selbstverständlich. Aber was bietet sich da an? Greift man zurück auf die Fitness-Klassiker wie Fahrrad fahren, joggen, schwimmen oder eben doch die altbewährte Muckibude? Alles kalter Kaffee und auch nicht so richtig spannend.

Wie wäre es denn stattdessen mal mit gepflegtem Nervenkitzel an der Kletterwand? Moderate Höhen, dafür kein Netz und kein doppelter Boden. Bouldern nennt sich das Ganze und bezeichnet das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt an Felsblöcken, Felswänden oder an künstlichen Kletterwänden. Das Bouldern an sich spielt sich allerdings in geringen, noch abspringbaren, Höhen ab und legt seinen Fokus daher eher darauf, seine persönlichen Kletterfähigkeiten auf kurzer Strecke so kreativ einzusetzen, dass selbst schwierigste Strecken an Kletterwand oder Fels bewältigt werden können. Und das, wenn möglich, beim ersten Mal und ohne vorher etwas auszuprobieren.

Ostbloc Kletterhalle in Berlin

In Ermangelung der Tatsache, dass Berlin kaum alpine Steilwände zu bieten hat, muss man in diesem Fall wohl auf eine der in Berlin vorhandenen Kletterhallen zurückgreifen. Besonders empfehlenswert sind hierbei unter anderem der gemütlich-familiäre Kegel in Friedrichshain sowie der etwas größere Ostbloc in Lichtenberg. Darüber hinaus gibt es allerdings auch eine große Zahl weiter Kletterhallen – es sollte also kein Problem sein, sich auch mal selbst in Deutschlands sonst so flacher Hauptstadt an die Wand zu schwingen.

Der Einfachheit halber sind die einzelnen sogenannten „Boulderprobleme“ in den meisten Kletterhallen farblich gekennzeichnet — je nach technischer Anforderung. Die Böden sind darüber hinaus mit Matten ausgelegt. Vor Fußverletzungen und potentiellen Abstürzen muss man also eigentlich keine Angst haben. Bouldern ist, und das darf man nicht vergessen, ein Ganzkörpersport, der einen ziemlich schlauchen kann. Und dabei noch äußerst viel Spaß macht. Aber dennoch: Reine Muskelkraft und grobe Stärke allein helfen hier nur wenig. Kreativität, Geduld und ein gutes Körpergefühl sind hier ebenso Pflicht.

Ostbloc Kletterhalle in Berlin

Der Reiz dieses eher ungewöhnlichen Sports liegt übrigens nicht unbedingt im Wettbewerb mit anderen Personen, sondern eher im Kampf mit sich selbst. Das Herausfinden neuer Boulder-Routen, das Herausschieben der eigenen Grenzen und das stetige Verbessern über Wochen bis Monate hinweg stehen dabei im Zentrum des Spaßes. Dabei dürfen ein gewaltiger Muskelkater in so ziemlich allen Muskelgruppen des Körpers (zumindest nach den ersten Versuchen) und die eine oder andere Blase an der Hand ebenso wenig fehlen, wie das adrenalingetränkte Glücksgefühl nach dem Meistern einer ersten, schwierigen Kletterstrecke. Denn wert ist es die Anstrengung alle mal — und man muss dafür auch nicht stundenlang im Kreis rennen. Aber dehnen sollte man sich vielleicht trotzdem.

Ostbloc Boulderhalle

Hauptstraße 13, 10317 Berlin

Tel.: 030 55499422

Öffnungszeiten: tägl. 10:00-23:00

Web: https://ostbloc.de/

Der Kegel

Revaler Straße 99, 10245 Berlin

Tel.: 030 66766837

Öffnungszeiten: 10:00-23:00

Web: http://derkegel.de/

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Auch für Kletterfans in Hamburg hat Christoph einen tollen Tipp parat! Hier erfahrt ihr, wo man in der Hansestadt besonders gut bouldern kann.



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Autor: Christoph Pöthke Freier Autor
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