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6 Mythen über Meditation und wie Meditation für Entspannung sorgen soll

Autor: Aimee Algas Alker | 15. Juni 2020

Aussagen wie „Ich könnte das niemals schaffen“, „Wie soll man denn so lange ruhig sitzen bleiben oder eine ganze Minute lang nichts denken.” hört unsere Expertin am Laufenden Band. Einer ihrer Bekannten meinte sogar einmal völlig erstaunt, dass Meditieren beim Autofahren möglich ist. Auch wenn viele der Meinung sind, Meditieren wäre nur etwas für Gurus, täuscht sich. Tatsächlich hätte das jeder von uns hinter dem Steuer sein können.

Um es in einfachen Worten auszudrücken: Bei einer Meditation konzentriert man sich auf das Bewusstsein im Hier und Jetzt.Ist leichter gesagt als getan”, meint unsere Expertin, die seit 2015 regelmäßig meditiert. Sie ist der Meinung es herrsche immer noch viel Irrglauben im Bezug auf Meditation. Du benötigst beispielsweise keine große Aufmerksamkeitsspanne oder ein ruhiges Gemüt um zu meditieren. Die Wahrheit ist, jeder kann, unabhängig von Ort und Zeit, meditieren. Hier findest du die größten Mythen unserer Zeit und Du wirst sehen, dass Du es schaffen kannst auch während einer Autofahrt.

Das ist eine Mögliche Art von Meditation.

Mythos #1: Meditieren funktioniert nur mit geschlossenen Augen in einem ruhigen Raum

Stell Dir eine Person bildlich beim Meditieren vor. Was siehst Du? Vermutlich eine Person mit verschränkten Beinen und geschlossenen Augen. Diese Position beschreiben viele als unbequem (ja, auch Langzeit-Meditierende). Solltest Du dasselbe empfinden ist es an der Zeit eine andere Position zu entdecken. Setz Dich auf einen Stuhl, leg Dich auf den Rücken oder versuche es im Stehen. Die Position spielt bei einer Meditation keine Rolle. Hauptsache Du fühlst Dich wohl und bist entspannt.

 

Mythos #2: Du musst Dich von allen Gedanken befreien

Gerne verlieren wir uns in unseren Gedanken oder lassen sie schweifen. Mach Dir bewusst, dass es fast unmöglich ist sich von allen Gedanken zu befreien. Was Du aber definitiv lernen kannst ist sie einfach nur zu beobachten. Mit deinem inneren Auge siehst Du den Gedanken zu, wie sie wie eine Wolke an Dir vorbeiziehen. Diese Art von Meditation nennt man „Gedanken-Meditation”.

Stell Dir einen Fluss vor, in dem Du gerade schwimmst. Du bist umgeben von der Strömung und daher ist es unmöglich zu beobachten, wie der Fluss verläuft. Es liegt jedoch in deiner Macht den Fluss zu verlassen, Dich an das Ufer zu setzen und deine Gedanken vorbeiziehen zu sehen.  Zerbrich Dir daher nicht den Kopf, wenn Du Dich während einer Meditation in deinen Gedanken verlierst. Sobald Du Dich dabei ertappst, lasse den Gedanken ziehen und komm in das Hier und Jetzt zurück. Das ist Meditation.

 

Mythos #3: Es muss vollkommene Stille herrschen

Unsere Expertin ist ein Fan von Gehmeditation, einfach aus dem Grund, weil ihr das Meditieren im Stillsitzen nicht liegt. Den Boden unter den Füßen zu spüren, den Ausblick währenddessen zu genießen und eine sanfte Brise im Gesicht zu spüren helfen ihr dabei im gegenwärtigen Moment zu bleiben.

Die Expertin will damit hervorheben, dass Du jederzeit meditieren kannst und dabei das Wann, Wie und Wo absolut keine Rolle spielen. Viele Anfänger meditieren deshalb gerne während dem Autofahren, weil ihnen die Landschaft, an der sie vorbeiziehen und das Gefühl des Fußes auf dem Pedal als Unterstützung für die Meditation dienen.

 Dieser Hund = #meditationgoals

Mythos #4: Du findest jedes mal den „richtigen “ Weg zu Meditieren

Egal für welche Art von Meditation Du Dich entscheidest, es wird Tage geben, an denen Du von Beginn an ein unbeschreibliches Gefühl von Raum und Zeit empfinden wirst und Tage, an denen es Dir besonders schwer fallen wird Dich zu konzentrieren.

Der beste Weg eine Meditation anzugehen ist eine offene Einstellung gegenüber der Situation zu haben und Dich dabei nicht zu verurteilen, wenn es Dir einmal schwer fällt Dich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Du die vielen Dinge auf deiner To-Do-List nicht aus dem Kopf bekommst. Ganz nach dem Motto: „Es ist wie es ist”, versuche all deine Bedenken loszulassen und akzeptiere den Moment.

 

Mythos #5: Es gibt nur eine „richtige” Art von Meditation

Es gibt keine perfekte Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Du bei einer Meditation streng befolgen kannst. Das Wichtigste ist sich bewusst im gegenwärtigen Moment zu befinden und egal wo und wie lange Du meditierst, hauptsache Du tust es.

„Kürzere Einheiten, mehrere Wiederholungen”, ist ein gängiges Mantra in der Meditationsgemeinschaft. Laut unserer Expertin sind mehrere und kürzere Einheiten effektiver als längere Einheiten. Als eine große Herausforderung stellten sich für sie Sessions heraus, in denen sie 90 Minuten lang meditierte. Ihrer Meinung nach ist es effektiver die Einheiten in 30 Sekunden oder 5 Minuten aufzuteilen und sie aber regelmäßig im Laufe des Tages zu wiederholen. 

Zu ihren liebsten Methoden zählt auch die Gesprächs-Meditation. Während eines Gesprächs helfen ihr folgende Elemente im Hier und Jetzt zu sein: Ihre Gedanken, der Klang der Stimme des Gesprächspartners sowie antworten und zuhören.

Er hat keine Ahnung, dass sie gerade meditiert.

Mythos #6: Wenn Du’s beherrscht, wirst Du für immer relaxed sein

Je öfter Du meditierst umso besser wirst Du. Das bedeutet aber nicht, dass Du dich ständig relaxed und ausgeglichen fühlen wirst. Sogar Mönche, die über die Hügel von  Tibet wandern haben nicht so ein ausgeprägtes Bewusstsein. Meditation kann dich nicht vor Angstgefühlen, Stress oder vor Überlastung schützen aber kann eine tolle Technik sein, um Ruhe in solchen Momenten zu bewahren.

 

 

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