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Schenken mit Freude, zu jedem Anlass – ein paar essentielle Tipps

Autor: AROMA BERLIN | 11.2.2015 |
Schenken mit Freude, zu jedem Anlass – ein paar essentielle Tipps

„Mama, ich will ein Pony!“ - Einiges kann man geben, aber manches geht einfach zu weit.

Beschenke nicht dich, sondern andere. Ein Freund erzählt mir immer die Geschichte, wie er seiner Mutter zum Muttertag ein Spielzeugauto schenkte. Zu seiner Verteidigung muss ich hinzufügen, dass er damals fünf war, aber das Beispiel zeigt, wie unsinnig ein Geschenk sein kann, wenn man das Verschenkte eigentlich selbst haben will. Fehlendes Einfühlungsvermögen oder der Unwille zum Hineindenken in den Anderen zieht sich bei manchen Menschen durch ihr ganzes Leben, und so kann ein Geschenk ein echter Affront sein, der schlimmstenfalls sogar zum Ende einer Beziehung führen kann. Und Geschenke, die frech fordern, sind eine ganz schlechte Idee!

Ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis: Der Freund schenkte der Freundin, die eher sportliche Unterwäsche trägt und lieber Baumwolle als Kunstfaser mag, einen Stringtanga aus Plastik vom Wühltisch, noch dazu in einer zu kleinen Größe, um Plump mehr Zweisamkeit einzufordern. Dass diese Beziehung mittlerweile nicht mehr besteht, dürfte fast nicht erwähnenswert sein, denn der Freund hat damit so ziemlich alles falsch gemacht, was Schenken ausmacht: Er hat sich weder um die Vorlieben seiner Freundin gekümmert noch hat er gezeigt, dass er sich in sie hineinversetzen kann. Er hat nur gefordert, anstatt selbst zu geben. Ein tolles Geschenk denkt immer mit; wenn man dem Anderen genau das schenkt, was er/sie in diesem Moment gerne hätte, dann freut sich der/die andere sehr...

„Aber ich will doch ein Pony!“ - Ein paar einfache Tricks für ein tolles Geschenk.

Zeige, dass du dich in den anderen hineindenkst; zeige, dass du ihn/sie bis ins Tiefste, Innerste kennst, respektierst und magst. Wenn das Kind ein Pony will, dann schenkt man eben ein kleines Spielzeugpony und eine Reitstunde.

Nicht immer hat man die gleichen Vorlieben; egal ob Freunde, Geliebte oder Familie, Menschen sind nunmal verschieden. Er mag Metal, sie Techno, Mutti liebt Volksmusik und der Geliebte Country. Das birgt genug Konfliktpotenzial im Alltag, aber beim Schenken sollte man eine Ausnahme machen. Ich werde es meiner Mutter nie vergessen, wie zu meinem 13. Geburtstag, mitten in meiner Hardcore-Phase, ein paar echt rare amerikanische Vinyle auf dem Geburtstagstisch lagen. Sie hatte heimlich mit einem meiner Freunde telefoniert und sich schlau gemacht. Von langer Hand geplant hatte sie die Platten in Amerika bestellt und schließlich sogar beim Zollamt ausgelöst. Ich war baff, denn es zeigte mir, dass meine Mutter daran interessiert war, mich glücklich zu sehen und zu verstehen. All die üblichen Streits über Lautstärke aus Teenager-Zimmern waren in diesem Moment vergessen, und auch zukünftig fiel es uns viel leichter, darüber zu reden, denn ich wusste ja, dass meine Mutter nichts gegen die Musik und mich an sich hatte. Insofern: Auch wenn man nicht der große Freund von den Fußballspielen, Angelausflügen, Kaffeekränzchen etc. ist, wenn man dem Gegenüber mit einem Geschenk zeigt, dass man all die Schrulligkeiten des Alltags akzeptiert, hat man wahrscheinlich für große Freude gesorgt.

Geschenketipps

„Wenn du immer brav bist, bekommst du ein Pony!“ - Erwarte keine Gegenleistung vom Beschenkten, es geht um das Schenken an sich.

Man kann viele Enttäuschungen vermeiden, wenn man seine eigenen Erwartungshaltungen zügelt. Schenken heißt geben und nicht nehmen; insgeheim eine Gegenleistung für Geschenke zu erwarten, führt oft zu Enttäuschungen. „Schenke ich dir ein oppulentes Essen, bekomme ich von dir...“, „schenke ich dir Aufmerksamkeit, bekomme ich sie zurück“, und und und...! Die heimlichen Erwartungen gehen oft sehr weit. Aber so läuft das nicht, denn der/die Beschenkte geht keinen Vertrag ein. In 99% der Fälle ist ein Geschenk eine freiwillige Leistung. Genauso ist es mit Essenseinladungen oder anderen Dingen, die man gibt. Es ist kein Tausch, es ist ein Geschenk. Die goldene Regel für den Schenker lautet also: Habe Spaß am Schenken. Die Freude für den Schenker ist der Spaß, ein Geschenk zu basteln, zu kaufen, auszudenken und zu organisieren. Freue dich über die Freude, die du dem anderen machen kannst. Und wenn die Freude nicht so groß ist, nimm es nicht persönlich, vielleicht war es einfach das falsche Geschenk oder der falsche Moment, aber du hat es wenigstens versucht. Ganz oft ist die Freude des Beschenkten ja sehr groß, und das ist ein sehr schöner Moment für alle Beteiligten.

„Aber ich habe doch gar kein Geld, wie soll ich ein Pony kaufen?“ – Geld ist nicht der Punkt, es ist keine Ausrede und auch keine Entschuldigung.

Wenn kein Geld für ein Pony da ist, dann macht man eben das beste daraus. Und wenn es nur eine hübsche Schachtel mit essbaren Schokopferdchen und ein Besuch bei den Reitponys auf der Kirmes ist. Oft macht man den Fehler, Schenken mit Konsum zu verwechseln und dann einen Nachmittag in einer Fußgängerzone herumzuhetzen, um dann einen sinnlosen Staubfänger in einem Geschenkeladen zu erstehen. Stop! Man kann sich das Leben doch viel angenehmer und leichter machen. Schenken ist nicht unbedingt eine teure Angelegeheit. Man kann mit kleinen Dingen oft viel mehr Freude machen. Hat man kein Geld für einen Restaurantbesuch, dann kocht man eben lecker und bereitet die Wohnung schön vor. Wenn man nicht kochen kann, dann lernt man es bei Freunden für diesen Abend oder holt sich Hilfe von Freunden, aber man zeigt Einsatz! Hat man kein Geld für einen Blumenstrauß, dann bastelt man einen. Hat man kein Geld für ein neues Gerät, dann kauft man eben ein gebrauchtes. Hat man selbst nicht genug Geld, weil ein Geschenk alleine zu teuer wäre, dann muss man eben den Freundeskreis um Hilfe bitten. Ich selbst habe einmal einem Freund auf diese Art eine Kamera geschenkt, die Freude war riesig und für jeden im Freundeskreis waren es nur 7 Euro, das kann man schon irgendwie im Budget unterbringen. Eine Freundin fährt mit ihrem pinken 500 Euro Kleinwagen durch die Gegend. Auch das war ein Geschenk eines großen Freundeskreises: Sie hatte gerade den Führerschein gemacht, aber kein Geld für ein Auto. Klar, dass die Fete, bei der das Auto mitsamt rosa Geschenkschleife übergeben wurde, legendär war.

Geschenketipps

„Pony? Wer will schon ein Pony?“ – Mir fällt absolut nichts ein, was nun?

Wenn einem absolut nichts einfällt, was eine Freude bereiten könnte, dann ist es völlig in Ordnung, einen Gutschein zu schenken. Der gute alte Gutschein ist immer ein prima Ausweg. Er ist nicht so hässlich wie Geld und weniger unpersönlich und oft einfach praktisch, für etwas, was man ohnehin gut brauchen kann, wofür man nur nie Geld übrig hat. Aber der Gutschein überzeugt durch sein Aussehen. Wenn man beispielsweise doch Geld schenken möchte, dann sollte man aus den Scheinen wenigstens Blumen basteln. Und wenn man einen Gutschein schenkt, sollte man ihn schön verpacken, so dass es nicht einfach nach einem Zettel aussieht.

Gutscheine können nicht nur kreativ verpackt sein, sondern auch ganz verschiedene Formen haben; warum nicht einmal eine handvoll Papierherzen ausschneiden und auf der Rückseite lauter Kleinigkeiten verschenken ? Klingt klein, ist aber oft eine echt tolle Sache, z.B. einmal Aufräumen oder Abspülen, Dinge, die echt oft eine Überwindung sind. So kann man wie beim Kartenspiel das Gutscheinherz einlösen, wenn man absolut keine Lust hat; dann kann selbst etwas profanes wie Bad putzen ein tolles Geschenk sein. Übrigens kann man auch ganz einfach aus allem möglichen Verpackungsmüll einen prima Papierblumenstrauß basteln; ein bisschen buntes Papier, etwas Draht, Pappe, Geschenkbandreste und eine alte Milchkanne mit Sprung – kostet quasi nichts, dauert eine halbe Stunde zu basteln und macht eine Riesenfreude.....

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DJ Aroma
Autor: Aroma Berlin DJ Aroma
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