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Wahrhaft Nahrhaft: Wohnzimmer für Feinschmecker in Friedrichshain

Autor: KATJA THIEDE | 15.4.2015 |
Wahrhaft Nahrhaft: Wohnzimmer für Feinschmecker in Friedrichshain

Es gibt Restaurants, da geht man in erster Linie hin, um zu essen. Und Cafés, in denen man vor allem seinen Heißhunger auf Kaffee und Kuchen stillen möchte. Und dann gibt es Orte wie das Wahrhaft Nahrhaft in Friedrichshain, die man einfach so aufsucht, weil es dort so schön ist, so gemütlich und ja, auch so viel cooler eingerichtet als in den eigenen vier Wänden. Und während man so dasitzt und in den Tag faulenzt, kann man ganz nebenbei noch lecker und gesund essen, wie es der Kühlschrank daheim nur zu besonderen Anlässen erlaubt. Wenn Freunde geladen sind etwa. Aber auch die trifft man eigentlich lieber hier – am Rande des Simon-Dach-Kiezes, an der Revaler Straße Ecke Dirschauer Straße. Nachmittagssonne ist garantiert, ein freies Plätzchen allerdings schon lange nicht mehr. Denn natürlich hat die Kunde vom trashig-trödeligen Kiezwohnzimmer und der prall gefüllten Kühltheke längst die Runde gemacht.

Eines der kulinarischen Aushängeschilder des Wahrhaft Nahrhaft in Friedrichshain sind die frischen, hausgemachten Bagel, die es in verschiedenen, kreativen Variationen gibt. Gar nicht so leicht, sich zwischen dem Kräuterbrot-Bagel mit französicher Walnuss-Salami, Tomaten, Basilikum, Rucola und Creamcheese und der „Zimt-Ziege“, einem mit Ziegenkäse, Pflaumenmus und Rucola belegten Zimtbagel zu entscheiden. Wer fleischlos ist, kann die in Frage kommenden Schmankerl wenigstens etwas eingrenzen. Andererseits sind da natürlich noch die hausgemachten Suppen, die auch in vegan und glutenfrei zu haben sind – insofern bleibt die Entscheidungsfindung schwierig. Im Zweifel einfach mal was Neues probieren, etwa die Fenchelcremesuppe oder eine Broccoli-Mandel-Suppe. Oder doch lieber den Rote-Beete-Salat?

Das Wahrhaft Nahrhaft kann jedoch nicht nur gesund, sondern auch sündhaft – sonst macht es ja irgendwie auch keinen Spaß. So teilen sich die Bagel die Theke mit allerlei Törtchen, Cookies und Cheesecake-Variationen, die ebenfalls hausgemacht sind. Dazu kann aus den üblichen Hipster-Kaffee- und Brausesorten gewählt werden.

Das kulinarische Konzept kombiniert mit dem bunten Sammelsurium an Sofas, Sesseln und Stühlen von den Flohmärkten der Stadt, das in den drei Räumen des Wahrhaft Nahrhaft für eine gemütliche Atmosphäre sorgt, zieht Kiezbewohner wie Berlin-Besucher gleichermaßen an. Dank der breiten Gänge ist das Bistro auch bei Menschen, die Kinderwagen bei sich führen, sehr beliebt. So ist der Gäste-Mix letztendlich so abwechslungsreich wie die Speisekarte.

Last but not least – und wie sich das für ein richtiges Wohnzimmer gehört, in das man ja auch nicht Hinz und Kunz reinlässt – verfügt auch das Wahrhaft Nahrhaft über eine unmissverständliche Türpolitik: Nazis müssen draußen bleiben – und für Hunde gibt’s hausgemachte Leberwurstbomber. Nett das.

Revaler Straße 16, 10245 Berlin, http://www.wahrhaftnahrhaft.de/

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Freie Autorin
Autor: Katja Thiede Freie Autorin
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