new york city
Sabine Wirsching

Sabine Wirsching

Rocknroulette

Sabine lebt als Wahlberlinerin mit Herz, Hirn und Seele seit 2008 in der Hauptstadt. Sie ist gelernte Buchhändlerin, hat Germanistik studiert und schreibt für mehrere Musik-Magazine sowie für ihren eigenen Blog. Als RocknRolla mit literarischen Interessen ist sie vor allem in Sachen Musik, Clubs und Kultur unterwegs – ausgefallene Klamotten oder v.a. asiatisches Essen gehen aber auch immer.


Neueste Artikel von Sabine Wirsching


Zwischen Königsheide und Sushi oder Ein Sonntag in Schöneweide

Zwischen Königsheide und Sushi oder Ein Sonntag in Schöneweide

14.4.2015

Bis vor ein paar Jahren war Schöneweide ja noch ziemlich verschrieen und galt sowieso als jottweedee. Dann aber zog die Uni nach Adlershof, die Einwohner mischten sich einmal bunt durch und in meiner Lieblingsecke Johannisthal neigte man sowieso eher zur Gemütlichkeit. Sprich: Die Ecke eignet sich durchaus als sonntägliches Ausflugsziel.


Mode von Erna Peel und Allet Schräg – Handmade Fashion aus Berlin

Mode von Erna Peel und Allet Schräg – Handmade Fashion aus Berlin

14.4.2015

Berlin ist die Stadt der Individualisten, bla, bla, bla… das hört man ja an jeder Ecke. Komisch nur, dass das Friedrichshainer Volk bei aller Individualität immer so… na ja… wie soll man sagen? So gleich aussieht. Wer seinen eigenen Stil entwickeln möchte, war vor der Hipster-Invasion mit Second Hand gut beraten – heute wird man eher bei kleinen Modelabels fündig.


Hauptstadtfloß-Rundfahrten oder Die Spree von hinten

Hauptstadtfloß-Rundfahrten oder Die Spree von hinten

27.3.2015

Man stelle sich ein Unternehmen vor, bei dem Erfolg und Misserfolg, Freude und Stress, Feierabend und Überstunden direkt mit Alkohol assoziiert werden – also praktisch jedes Start-up in Berlin. Ich persönlich halte nicht viel davon, mich mit Vorgesetzten und Untergebenen ins Koma zu trinken, aber da teilen sich die Meinungen bekanntlich und dementsprechend groß war mein Schrecken als es neulich hieß: Wir machen einen Betriebsausflug mit dem Hauptstadtfloß!


Die Passionskirche und die Friedhöfe der Bergmannstraße oder Kultur statt Kult

Die Passionskirche und die Friedhöfe der Bergmannstraße oder Kultur statt Kult

18.3.2015

Früher – so richtig „früher“, zur Großelternzeit – war Kirche das, wo man allsonntäglich zwischen Langeweile und Besinnlichkeit ein paar Stunden Zeit verbrachte. Und der Friedhof das, wo man am Ende aller Tage mehr als nur ein paar Stunden totschlug; vermutlich mit überwiegend Langeweile, auch wenn die Kirche allsonntäglich eifrig Besinnlichkeit auslobte.


Der Britzer Garten oder Den Kopf frei kriegen im Grün-Bunten

Der Britzer Garten oder Den Kopf frei kriegen im Grün-Bunten

13.3.2015

Man braucht in Berlin gottlob kein eigenes Haus, um jederzeit Gartenzugang zu haben. Die Stadt hat überall grüne Ecken zu bieten und die Berliner sind erfinderisch darin, sich diese Ecken mit Hängematten, Klappstühlen und Sperrmüllsofas zu eigen zu machen.


SK Backstube oder Nee, wir sind keine Kette, wir machen alles selbst!

SK Backstube oder Nee, wir sind keine Kette, wir machen alles selbst!

6.3.2015

Der kleine Junge ist höchstens drei Jahre alt und kommt mit seiner Mutter in das kleine Bäckerei-Café in Neukölln. Draußen hat er sorgfältig sein Laufrad neben der Tür abgestellt, drinnen fällt ihm angesichts der Kuchen- und Tortenpracht erst mal die Kinnlade runter: „Ham-ham!“, ruft er und drückt sich förmlich die Nase an der Theke platt.


Buchkantine oder Schön lesen in Moabit

Buchkantine oder Schön lesen in Moabit

2.3.2015

Hereinspaziert! Nach der Wiedereröffnung am 01. September 2014 gilt dieses Willkommen wieder doppelt: Die gemütliche Kiezbuchhandlung in Moabit lädt am Spreeufer nicht nur zum Schmökern und Bücherkaufen, sondern zum Rundumgenuss für Kopf und Gaumen ein. Kleiner Ausflug in meine Vergangenheit: Ich bin gelernte Buchhändlerin und habe insgesamt fünf Jahre in diesem Job gearbeitet. Bis mir das Getöse, die renitenten Kunden und generell die unruhige Arbeitsatmosphäre zu viel wurden. Jetzt, als Kunde, sehe ich das wieder ganz anders und ich gehe gern in Buchläden, um dort zu entspannen – am liebsten in die ganz kleinen Läden wie die Buchkantine am Spreeufer.


Ramones Museum oder Hallo, DeeDee – Guten Tag, Eddie Vedder!

Ramones Museum oder Hallo, DeeDee – Guten Tag, Eddie Vedder!

20.2.2015

Gerade habe ich entdeckt, dass sich das Ramones Museum bei Facebook als „Religiöse Gemeinschaft“ bezeichnet. Abgesehen von dem Lacher, den das erzielte – sämtliche Kirchen wären proppenvoll, wenn sie a) so gemütlich wären, b) eine ebensolche Getränkeauswahl und c) ebensolch illustre Gäste anzubieten hätten.


Das Aufbau Haus oder Beton: Kommt drauf an, was man draus macht

Das Aufbau Haus oder Beton: Kommt drauf an, was man draus macht

18.2.2015

Eckig, schmuckloser Beton und am verkehrsreichen Kreisel Moritzplatz gelegen: Schön ist definitiv was anderes und trotzdem wurde das Aufbau Haus 2013/14 als einer von 100 „Ausgezeichneten Orten im Land der Ideen“ gekürt. Endlich einmal zählt der Inhalt offensichtlich mehr als die Optik.


Hundt Hammer Stein oder Wie ich begann, Mitte zu lieben

Hundt Hammer Stein oder Wie ich begann, Mitte zu lieben

16.2.2015

Ja, kann schon sein, dass Berlin Mitte immer mehr zur Leerstelle wird, ein Bezirk voller astreiner Showrooms, perfekt inszenierter Flagship-Stores und - ist das da drüben schon wieder ein Bekleidungsgeschäft? Womöglich. Es ist zumindest ebenso wahrscheinlich, wie die Voraussage, dass mit dem E-Reader alles ganz anders werden wird, dass Bücher aus Papier bald keine Zukunft mehr haben und dass man das Lesen ohnehin revolutionieren muss - natürlich mit mehr Bildern. Gelesen wird ja statistisch angeblich immer weniger, behaupten bunte Tortendiagramme im Internet, verschnupfte Bildungsbeauftragte und augenrollende Schüler aller Altersstufen.


Betahaus Berlin oder Sag mal, woran arbeitest du eigentlich grade?

Betahaus Berlin oder Sag mal, woran arbeitest du eigentlich grade?

2.2.2015

Meine persönlichen Top3 der Arbeitsorte in Berlin (Reihenfolge nicht nach Priorität): Rosenstraße am Hackeschen Markt, Paul-Lincke-Ufer und – überraschenderweise – der Moritzplatz. Die Vorteile der ersten beiden liegen klar auf der Hand, hier gibt’s einfach umwerfend viel Auswahl an wirklich gutem und günstigem Mittagessen. Das eine quillt zwar vor Touristen über und das andere vor Hipstern, aber bei beiden kann man dieselbe Technik anwenden: zügig rechts überholen und notfalls mit möglichst viel Berliner Dialekt rumpöbeln. Danach ist der Weg frei.


Wochenende am Marheinekeplatz oder Filzmännchen, Brownies und ein Heißgetränk

Wochenende am Marheinekeplatz oder Filzmännchen, Brownies und ein Heißgetränk

30.1.2015

Wenn man am Wochenende Lust hat, in Kisten mit Vinyl und alten Klamotten zu wühlen oder Schmuck aus Omas Zeiten von Modeklingeling zu trennen, muss man nicht bis zum Mauerpark fahren: Schließlich gibt es in jedem Kiez mindestens einen Flohmarkt. Auf dem Marheinekeplatz an der Passionskirche in Kreuzberg zum Beispiel.


Urban Spree Gallery, Bar & Shop oder Kunst To Go And To Sit

Urban Spree Gallery, Bar & Shop oder Kunst To Go And To Sit

26.1.2015

Friedrichshain ist ja ganz besonders dafür bekannt, dass man hier prima feiern kann. Oder in verrückten kleinen Shops verrückte Sachen kaufen oder in abgeranzten Bars rumhängen kann. Oder dass man alles zugleich machen kann – wie im Urban Spree auf dem RAW-Gelände.


Kochhaus oder Was essen wir heute?

Kochhaus oder Was essen wir heute?

21.1.2015

Früher war das Leben noch einfach, könnte man sagen. Da wurde gegessen, was auf den Tisch kam. Sobald man aber einen eigenen Herd sein Eigen nennt, verbringt man im Supermarkt und vor Kochbüchern etliche Stunden wertvoller Lebenszeit damit, sich immer wieder dieselbe Frage zu stellen: Was essen wir? Heute, morgen, am Sonntag?


Luminous Body Massage oder Wann hatten Sie das letzte Mal Urlaub?

Luminous Body Massage oder Wann hatten Sie das letzte Mal Urlaub?

7.1.2015

Ich oute mich: In einem früheren Leben war ich eine derjenigen, die bei Groupon die ganzen „Lassen Sie die Seele baumeln“-Texte geschrieben hat. Ich weiß also praktisch alles über Lomi-Lomi (hawaiianisch), Klangschalen (entspannend), Happy End (verboten) und was es sonst noch so alles gibt. Praktisch habe ich all die Jahre noch nie eine Massage gehabt. Bis auf neulich, als ich in einer Therme eine Ganzkörpermassage buchte und dabei versehentlich eine Wellness-Anwendung erwischt habe. Statt mich anständig durchzuwalken, wie sich das mit meinen verknorzten Rückenmuskeln gewünscht hätten, grabbelte die Dame Masseurin hingebungsvoll in meinem Gesicht herum. Und statt mich zu entspannen, musste ich die ganze Zeit an mich halten, um ihr bei ihren hingebungsvollen Oberlippen-Streich-Einlagen nicht die Finger abzubeißen.


Der Danckelmannkiez oder JWD, aber schön

Der Danckelmannkiez oder JWD, aber schön

19.12.2014

Dass es im Friedrichshain schön ist, weiß jeder. Sogar Charlottenburg sagt dem ein oder anderen noch etwas. Aber, liebe Ku‘damm-ist-mir-zu-weit’ler: Noch weiter draußen ist es auch schön. Genauer gesagt: im Dreieck zwischen Schloss Charlottenburg, Westend und Lietzensee.


Wichtelgeschenke oder Horch, was ist denn da bloß drin?

Wichtelgeschenke oder Horch, was ist denn da bloß drin?

15.12.2014

Viele Menschen finden Geschenkemachen ziemlich lästig und all die Jahre wieder wird darüber gestöhnt, dass Weihnachten zum Konsumterror verkommt. Ja – stimmt. Aber trotzdem: Ich mag es, in aller Ruhe (also in der Regel so Mitte November, wenn der Spekulatius in den Supermärkten noch als Störenfried empfunden wird) durch nette Geschäfte zu stöbern und gewöhnlich mit viel Zuneigung zum Beschenkten etwas auszusuchen, was am Ende hoffentlich zu ihm passt.


Little Vietnam oder Im Reich von Mitte

Little Vietnam oder Im Reich von Mitte

8.12.2014

Dass es in Berlin alles gibt, ist ja bekannt. Zum Beispiel kann man in Sichtweite des Fernsehturms prima Urlaub machen – in Vietnam etwa. In kulinarischer Hinsicht und gleich zwei Mal:


Bohème Sauvage oder Einmal Zeitreisen, bitte

Bohème Sauvage oder Einmal Zeitreisen, bitte

19.11.2014

In Berlin kann man alles haben: Das gilt nicht nur für die Currywurst nachts um halb 3, sondern auch für Zeitreisen in die Goldenen 20er Jahre. Letztere gibt es seit 2006 alle paar Monate in Form der mittlerweile schon legendären Bohème Sauvage.


Meine Suppe ess ich gern: Evim – Suppen und türkisches Fast Food

Meine Suppe ess ich gern: Evim – Suppen und türkisches Fast Food

3.11.2014

Wenn mit der kalten Jahreszeit draußen mieses-fieses Kalte-Füße-Wetter aufzieht, beginnt drinnen die Suppenzeit. Natürlich kann man jetzt Kochbücher wälzen, Großeinkäufe tätigen und sich dann selbst in die Küche stellen, um zu schnippeln, zu kochen und abzuschmecken.


schoener.waers.wenns.schoener.waer oder Einfach öko, fair und wunderbar

schoener.waers.wenns.schoener.waer oder Einfach öko, fair und wunderbar

29.10.2014

„Ich war neulich im schoener.waers.wenns.schoener.waer, da hatten sie ganz tolle…“ Was, was? Wiiiie heißt der Laden? „schoener.waers.wenns.schoener.waer, und da haben sie ganz tolle…“ Was, was, wiiie?


Kollektivcafés in Berlin oder Zusammenmachen ist besser

Kollektivcafés in Berlin oder Zusammenmachen ist besser

13.10.2014

Meine erste Begegnung mit dem Kollektivkonzept machte ich in einem siffigen Laden irgendwo in F’fain. Ich war wegen eines Punkkonzerts dort und die ganze Organisation war ein kollektives Laissez-faire: Eintrittskarten interessierten keinen, aber dafür konnte man sich an der provisorischen Bar auch eine halbe Stunde die Beine in den Bauch stehen, bis einer der Betreiber Lust bekam, just in diesem Moment ein Bier zu verkaufen. Apropos Lust: Dem Tontechniker war an diesem Abend nach übersteuert und laut as laut can.


CulinARy MiSfiTS oder Anders is(s)t normal

CulinARy MiSfiTS oder Anders is(s)t normal

1.10.2014

Letztes Jahr war ich zum ersten Mal in einem polnischen Supermarkt. Und abgesehen davon, dass die Fleischtheke nach Fleisch roch (und nicht nach sterilem Das-war-nie-ein-Tier wie bei uns) fand ich vor allem die Grünzeugabteilung außerordentlich faszinierend. Da gab es nämlich tatsächlich krumme Gurken, Kartoffeln mit Knubbeln und knorrig-schiefgewachsene Äpfelchen. Im ersten Moment war ich von diesem Ausnahmeanblick irritiert. Und dann fiel mir ein, dass das, was ich in einem EU-Normsupermarkt gewohnt bin – nämlich schnurgerade Gurken in Standardgurkengrün, einheitsovale Kartoffeln mit einer pickelfrei glatten Schale und symmetrisch gedrillte Äpfel – die Ausnahme ist. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Was nicht der Norm entspricht, fliegt raus. Das kommt dem Ottonormalverbraucher gar nicht unter die Augen. Da können die inneren Werte noch so tadellos sein – in deutschen Supermärkten zählt nur die Optik.


Der Sushi-Montag: Lecker japanisch essen bei Musashi

Der Sushi-Montag: Lecker japanisch essen bei Musashi

22.9.2014

Montags ist Sushi-Tag! Zumindest in meiner Welt. Das Musashi ist dabei nicht der schickste und edelste Japaner Berlins – rein optisch betrachtet ist es zum Beispiel kein Vergleich mit dem Aki Tatsu in der Bergmannstraße: Es ist ein winziger, vielleicht zwei Meter breiter und etwa sechs Meter langer Raum.   Das Musashi ist dabei nicht der schickste und edelste Japaner Berlins – rein optisch betrachtet ist es zum Beispiel kein Vergleich mit dem Aki Tatsu in der Bergmannstraße: Es ist ein winziger, vielleicht zwei Meter breiter und etwa sechs Meter langer Raum. Seine Bestellung gibt man an einem Tresen auf – bei einer den Raumverhältnissen angepassten, winzigen Bedienung, die kaum über eben diesen Tresen drübergucken kann. Wenn man dann Glück hat, bekommt man einen Sitzplatz: An wärmeren Tagen kann man auch draußen sitzen, aber sonst ist der Jackpot dabei der Platz am Fenster. Von dem aus hat man nicht nur die beste Aussicht, sondern muss auch am wenigsten mit den nachströmenden Gästen und Lieferanten rangeln. Die Stehtische an der rechten Seite haben da schon eher schlechte (Platz-)Karten, deswegen sitzen wir meistens hinten – neben der Tür zur Küche, über der Kellerklappe und vor der Wand mit den Bildern von überbordenden Sumo-Ringern. [caption id="attachment_36971" align="alignnone" width="400"]Wakame Salat bei Musashi in Berlin (c) Alexander Winter Wakame Salat[/caption] Was am Musashi besonders nett ist, ist jedoch nicht nur die asiatische Höflichkeit. Es ist auch nicht die kunterbunt durcheinandergewürfelte Deko (die aus Platzgründen fast ausschließlich in Form von Lampions und schmückendem Geklimper von der Decke baumelt). Oder die mit Hingabe handgezeichneten Angebotskarten, bei denen man sich endlich mal merken kann, was Nigiri und was Maki ist. Was besonders nett und gut ist, ist das Essen selbst: Die Misosuppe vorweg hat da fast schon Tradition – besonders, wenn es draußen langsam kühler wird und die Schnupfenzeit näher rückt. In Japan wird diese heiße Mixtur aus Dashi (Fischsud), Miso (Sojabohnenpaste), Tofu, Frühlingszwiebeln und Wakame-Algen zum Frühstück gegessen. Das ist angeblich sehr gesund – aber das ist es als Mittags-Vorspeise bestimmt auch. Dasselbe gilt für den Wakame-Salat, der hier zwar überwiegend aus Gurken besteht, aber trotzdem schön knackig und lecker mit Sesam abgeschmeckt ist. Auf der Karte findet sich vor allem Sushi. Dazu gibt es japanische Salate, Nudeln, Tempura und Hühnergerichte, die ich bisher noch nicht probiert habe (der Sushi-Montag ist eben wörtlich zu nehmen), aber die allesamt gut aussehen und genauso frisch zubereitet werden wie das zur Stoßzeit manchmal noch lauwarme Sushi. [caption id="attachment_36972" align="alignnone" width="400"]Misosuppe bei Musashi in Berlin (c) Alexander Winter Misosuppe - eine japanische Spezialität[/caption] Für alle, die sich jetzt fragen, was Musashi eigentlich bedeutet: Es heißt „Kickboxer“ und ist gleichzeitig der Titel eines historischen Samurai-Romans von Yoshikawa Eiji. Dieser wurde während des Zweiten Weltkriegs als Fortsetzungsgeschichte in einer japanischen Tageszeitung veröffentlicht und hat alles zu bieten, was so ein Zeitungsroman braucht: Kampf, Liebe, Philosophie und Kunst. Die ganze Palette. Und mit der großen Angebotsplatte vom Berliner Musashi als Beilage wäre ich vermutlich sogar willens, diesen zäh anmutenden Brocken von einem Buch zu verschlingen. Kottbusser Damm 102, 10967 Berlin, Mo.-Sa. 12-22:30 Uhr und So. 14-22 Uhr Alle Bilder (c) Alexander Winter   ____ Deals für Sushi in Berlin findet ihr hier!  


Natur Therme Templin oder Spaßbaden auf entspannte Art

Natur Therme Templin oder Spaßbaden auf entspannte Art

17.9.2014

Wenn ich Sole-Therme höre, muss ich immer an Hera Lind denken (früher hat die nämlich ganz witzige Bücher geschrieben). An die kühlen grünen Kacheln vom Hallenbad in Fischenich und mülltütenbemützte Opas, die entspannt in salzhaltiger Solebrühe treiben. Lange entsprach „spaßbefreite Zone“ meiner Vorstellung von Therme, aber zum Glück war das wohl nur schriftstellerische Freiheit. Oder Frau Lind war einfach nie in der Natur Therme Templin.


Der Fotoautomat oder Die Analogie der Vergänglichkeit

Der Fotoautomat oder Die Analogie der Vergänglichkeit

12.9.2014

Manchmal braucht es nur ein einziges Wort, um die Menschheit in zwei Seiten zu spalten. Für die einen ist es die sicherste Möglichkeit, sich lächerlich zu machen – für die anderen das längste Vergnügen der Welt: „Selfie“ wurde vom Oxford English Dictionary zum Wort des Jahres 2013 ernannt und bezeichnet „ein Foto, das jemand von sich selbst macht – typischerweise, um es in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook hochzuladen“.


Kreuzberg liest… über den Dächern der Stadt

Kreuzberg liest… über den Dächern der Stadt

22.8.2014

„Wir bringen Vielzitiertes und Unbekanntes, Modernes, Klassisches, Dramatisches und Kurioses zu Gehör. Mit Verstand und Gefühl.“ So beschreibt Initiatorin Katharina Thiel ihre praktische Lesehilfe "Kreuzberg liest" im 5. Stock des Sputnik Kinos.


Caramello, Florida, Das Eis und Co. oder Mein Schatz, ich geh jetzt Eis essen

Caramello, Florida, Das Eis und Co. oder Mein Schatz, ich geh jetzt Eis essen

19.8.2014

Bei den aktuellen Sommertemperaturen drehen sich meine Gedanken nur um das Eine: Ice Ice Baby. Ich starre verträumt auf Bilder vom schönen Vanilla Ice und die Zunge hängt mir aus dem Hals, wenn Farin Urlaub mit „Zitroneneis“ im Radio läuft. Geiler Scheiß? Geiles Eis, das ist das einzige, was mich ab 27 Grad noch interessiert.


Die Krumme Lanke oder Was meinen Opa zum Singen bringt

Die Krumme Lanke oder Was meinen Opa zum Singen bringt

8.8.2014

Wannsee, wat Wannsee… Bloß weil Brad Pitt da seine Ängie zu Wasser lässt (oder ließ), ist es noch lange nicht das Nonplusultra der lokalen Seenplatte. Ich hab’s ja lieber klein und idyllisch. Und außerdem hatte ich mich schon allein in den typisch berlinerischen Namen verliebt, bevor ich den kleinen See im Berliner Südwesten für mich entdeckte.


Hamam oder Wenn die Sorgen einfach mal baden gehen

Hamam oder Wenn die Sorgen einfach mal baden gehen

28.7.2014

In den Räumen der Hamam in der Schokoladenfabrik kann sich frau eine echte Auszeit gönnen – und ja, diesen überstrapazierten Begriff verwende ich gerade mit vollem Bewusstsein. Denn nach nichts fühlt man sich ausgeglichener und reiner als nach einem kompletten Kopf-frei-Nachmittag im türkischen Bad.


Lucky Cut oder Schick in Schöneweide

Lucky Cut oder Schick in Schöneweide

21.7.2014

Wer mich kennt, der kennt auch meine roten Haare. Oder anders gesagt: Man braucht nicht zu wissen, wer ich bin, wenn man meine Haarfarbe (er)kennt. Man nennt mich Redhead, Rotschopf, oder „die Dings, die… die Rothaarige.“


Warum ich gern einen Zweitmagen hätte: BiOriental Türkenmarkt am Maybachufer

Warum ich gern einen Zweitmagen hätte: BiOriental Türkenmarkt am Maybachufer

14.7.2014

Wochenmärkte sind für mich der essbare Himmel auf Erden. Ich könnte stundenlang zwischen den Ständen herumschlendern: die bunten Farben von Obst und Gemüse genießen, die 1001 Düfte einatmen und mich vor allem von oben nach unten durchschlemmen.


Flohmarkt im Mauerpark oder Der perfekte Sonntag

Flohmarkt im Mauerpark oder Der perfekte Sonntag

14.7.2014

Um mit einem Vorurteil gleich mal aufzuräumen: Der Mauerpark-Flohmarkt ist nicht nur was für Touristen. Natürlich lungern sie dort scharenweise herum, aber das ist kein Grund, um nach einer durchfeierten Samstagnacht nicht einen großartigen Sonntagmittag bis -nachmittag dort zu verbringen. Allzu verkatert und menschenfeindlich sollte man allerdings nicht gestimmt sein, denn eins ist der Mauerpark-Flohmarkt immer: proppenvoll.


Berliner Subkulturen oder Wo die Verrückten sind

Berliner Subkulturen oder Wo die Verrückten sind

14.7.2014

Nein, hier geht es mal nicht um Hipster: Rote-Kreuz-Vintage-Look, Hornbrille, Jutebeutel… Die sollen ruhig im St. Oberholz auf ihren Macs tippen oder den Schaum-Schnörkel auf ihrem fettfreien Soja-Latte per Instagram ins rechte Licht rücken. Mitläufer hat es in Berlin immer schon gegeben, modisch und auch sonst. Aber zum Glück nicht nur: Da sind nämlich auch noch die fantasievollen Eskapisten, die sich ihren ganz eigenen Kosmos schaffen – aber dazu später.