GROUPON GUIDE MÜNCHEN

Weißwurstfrühstück für Fortgeschrittene Autor: VICKY KLIEBER | 2.4.2015

Als Wahl-Münchnerin passt man sich gerne den bayerischen Traditionen an. Das Dirndl wird mehrmals im Jahr herausgeholt und an die großen Mengen von Bier gewöhnt man sich schnell. Sonntag ist in Bayern Ruhetag und dazu gehört natürlich auch ein traditionelles Weißwurstfrühstück mit süßem Senf und Brezn. Getrunken wird auch um 9 Uhr morgens schon ein Weißbier, für die Kinder gibts eine Apfelschorle.




Weitere Artikel
München für Studenten - Schwabing-West
Schwabing liegt im Norden von München und hat sich besonders zur Prinzregentenzeit als Bohème-Viertel établiert, auch heute gehört es noch zu den Szenevierteln Münchens. Wohnungen sind hier besonders beliebt, vor allem wegen ihrer Nähe zum Englischen Garten und zum Eisbach, aber auch kulinarisch hat es einiges zu bieten. Hier ein paar meiner Favoriten:
Kunstcafes in München - 3 prima Orte zum Entschleunigen
Entschleunigung ist ein großes Wort für eine einfach Sache – Nichtstun. Ich beobachte, dass man das Wort wohl neuerdings braucht, weil man vielerorts genau dieses Nichtstun verlernt hat oder dabei ist, es zu verlernen. München ist da etwas weniger bedroht als andere Großstädte, weil man hier von jeher eher langsam und bedächtig ist. Der Berliner staunt über solch ein Verhalten nur, obwohl er eigentlich das gleiche macht, nur meist nennt man es in Berlin dann „meeting“, oder man hat einen Laptop vor sich und nennt es Arbeit. Museumscafés, Kulturorte und andere Institutionen des Wissens und Begreifens sind von jeher gute Orte für einen Cafébesuch ohne Zeitdruck.
Das Café Luitpold - ein Kaffeehaus mit Tradition
Das Café Luitpold ist mehr als ein Café. Es ist eine Institution. Bald kann es auf eine 130-jährige Geschichte zurückblicken und es war eines der großen Kaffeehäuser in München. Damals waren das noch Paläste und so erstreckte sich das Café an der heutigen Brienner Straße auf über zwanzig Säle. Es gab einen separaten Raum zum Billardspielen, ein Restaurant Francais und sogar ein Vestibül. Zu den Besuchern gehörten das gehobene Bürgertum, aber auch die Boheme. Eine Tradition die sich erhalten hat.
Drei prima Orte zum kulturellen Kaffeetrinken kurz vorgestellt
Normal ist, wenn man nach dem Museum ein Café sucht, um sich nach dem Kunstgenuss zu stärken und eventuell noch ein Gespräch über das Gesehene zu führen. Nicht so normal ist gleich ins Museumscafé zu gehen. Aber es macht Spaß, denn es hat die Aura des Kunstgenusses, auch wenn man vielleicht nur kurz mit seinem Laptop oder einem Buch dem Alltag entfliehen will. Es ist schwer in Worte zu fassen, was genau diese Orte kultureller als andere Cafés erscheinen lässt, aber ein Detail ist beispielsweise das Fehlen von gestressten Businessmenschen, Einkäufern und die eher gelassene Atmosphäre. Ich finde das charmant und suche eben diese Orte gerne auf, um der Hektik des Alltags zu entfliehen, denn Kunstgenuss hat auch immer etwas langsames. Bilder und Kultur erschließen sich nicht innerhalb einer Schlagzeile, vieles braucht eben Zeit und Muße, und diese findet sich in vielen Museumscafés. Und am Ende kann man ja dann in der entsprechenden Stimmung vielleicht doch die aktuelle Ausstellung oder das Museum besuchen, wenn man schon mal da ist.
Mit frisch gepressten Vitaminen durch die kalte Jahreszeit
Schon gewusst? Frisch gepresste Säfte gelten als pflanzliches Lebensmittel und nicht als Getränk! Sie enthalten neben vielen Ballaststoffen auch einiges an Vitamin C und sind deshalb ideal im Winter als Schutz vor Erkältungen. Auch Smoothies liegen voll im Trend. Hier wird im Gegensatz zum Saft die ganze Frucht verwertet, was ihre cremige Konsistenz ausmacht.
Fisch Witte - Feinkost und Fischlokal am Viktualienmarkt
Das schöne an München ist, dass es in der Stadt immer noch alt-eingesessene Geschäfte und Restaurants gibt, welche die Ketten auch so schnell nicht vertreiben werden. Sie verkaufen lokale Produkte, worauf die traditionsverbundenen Münchner immer noch Wert legen. Einige davon findet man in der Innenstadt auf dem Viktualienmarkt – dazu gehört auch Fisch Witte.
Kims und Arisu - authentische koreanische Restaurants
Kennengelernt habe ich die köstliche koreanische Küche in Peking und mein erstes Bibimbap hab ich danach in Berlin gegessen. Bibimbap ist ein beliebtes traditionelles Gericht bestehend aus einer bunten Mischung von verschiedenen Gemüsesorten in fünf Farben. Dazu kommt noch wahlweise Fleisch, ein Spiegelei und scharfe Chilipaste. Am Ende wird alles vermischt, wodurch sich der wahre Geschmack des Bibimbap erst entfaltet.Kennengelernt habe ich die köstliche koreanische Küche in Peking und mein erstes Bibimbap hab ich danach in Berlin gegessen. Bibimbap ist ein beliebtes traditionelles Gericht bestehend aus einer bunten Mischung von verschiedenen Gemüsesorten in fünf Farben. Dazu kommt noch wahlweise Fleisch, ein Spiegelei und scharfe Chilipaste. Am Ende wird alles vermischt, wodurch sich der wahre Geschmack des Bibimbap erst entfaltet.
Nage und Sauge - Salate und Cocktails in gemütlicher Atmosphäre
Trotz der exklusiveren Lage im Stadtviertel Lehel, gehört das Nage und Sauge nicht zu den Restaurants der Schickeria. Deswegen ist es aber nicht weniger angesagt. Im Gegenteil, seit seiner Eröffnung 1996 ist es ein großer Hit in der Stadt – das Preis/Leistungsverhältnis ist super. Das Nage und Sauge wird von unkomplizierten, lockeren Gästen besucht
München für Studenten - Glockenbachviertel
Der erste Teil meines München-Stadtviertel Guides ist bereits online. Dieses Mal treffen wir auf die Hipster von München, die Gay-Szene und die Partyfreudigen im Glockenbachviertel. Es liegt zentral südlich der Altstadt von München und man gelangt schnell an die Isar, die besonders im Sommer ein beliebter Ort zum Joggen, Treffpunkt zum Grillen und Sonnenbaden ist.
Ruff's Burger - leckere Burger im Herzen von München
Ein Burger zwischendurch passt immer, aber gut sollte er sein. Neulich habe ich zufällig Ruff's Burger auf Instagram entdeckt. Die kleinen Buns und French Fries sahen sehr lecker aus. Da muss ich hin, dachte ich mir.
Le Du | Happy Dumplings – das Ergebnis meiner chinesischen Teigtaschensuche
Wer schon einmal in China oder in einem anderen asiatischen Land war, hat bestimmt schon einmal Dumplings, auch Bao, Baozi, Bau, Nunu oder Pow gennant, probiert. Sie sind nicht nur in ihrem Heimatland sehr beliebt, sondern auch im europäischen Raum. Ein Baozi ist eine gedämpfte oder gebratene Teigtasche. Die klassischen chinesischen Teigtaschen sind üblicherweise mit Hackfleisch und fein gehacktem Gemüse gefüllt. In Shanghai sind auch Xialongbaos sehr beliebt, die ich auf meiner Asienreise selbst einmal gegessen habe. Die mit Brühe und Fleisch gefüllten Teigtaschen zergehen in Mund. Ein kulinarisches Erlebnis. Seitdem habe ich versucht, sie in Europa zu finden – aber vergeblich. Die klassischen Teigtaschen gibt es hier in jedem asiatischen Restaurant, meistens aber leider tiefgefroren.
Molos, Paros, Cavos - die besten griechischen Restaurants in München!
Immer wieder montags heißt es Yamas! und es fließt noch mehr Wein und natürlich auch ein paar Ouzos hinterher. Wer schon einmal im Paros war, weiß wovon ich spreche – die Weinflat. Wer hätte es gedacht, dass man ein Restaurant auch montags füllen kann, und das nach dem Wochenende und obwohl die Leute am nächsten Tag arbeiten müssen. Umso besser aber für uns Studenten und besonders gut geeignet um in einen Geburtstag zu feiern. Wo kann man sonst ausgiebig für 6€ Weinflat zu leckerem Essen feiern? Mittlerweile war ich schon so oft im Paros, dass ich das Menu schon auswendig kenne. Wir gehen meistens mit einer größeren Gruppe hin und jeder Abend war bis jetzt ein Highlight. Der Vorteil mit mehreren Leuten hinzugehen macht Sinn, man bestellt nach griechischer Tradition quer durch die Karte und teilt dann alle Speisen. Auf diese Art und Weise kann man gleich mehrere griechische Leckereien ausprobieren. Auf der Karte steht hier ganz traditionell Tzatziki, die gefüllten Weinblätter Dolmadakia, der leckere zypriotische Ziegenkäse Haloumi sowie Gyros, Souvlaki und vieles mehr. Besonders zu empfehlen sind außerdem die Baby Calamaris, Moussaka und die in teiggehüllten Zucchinis Kolokitahkia.
Das Weisse Bräuhaus – Die Urbraustätte der Schneider Weisse
Das Weisses Bräuhaus ist, wie viele der Münchner Traditionsgasthäuser, Hipster-freie Zone. Das mag facettenreiche Gründe haben, z.B. haben Hipsterbärte und die Bärte traditioneller bayrischer Männlichkeit wenig gemeinsam. Aber der Hipster würde sich mit einem Urbayern auch einfach nicht verstehen, der eine ist agil und völlig in das Neue verliebt, der andere gibt sich behäbig der Tradition hin und fürchtet nichts so sehr wie schnellen Wandel. Der Gründer des Weissen Bräuhauses hingegen war wohl beides gleichzeitig: Einerseits für seine Zeit ein mutiger Punk der sein Vermögen aufs Spiel setzte, um sein spezielles Weißbier zu brauen, und andererseits jemand, der sich auf eine alte Tradition besann. Wie heute war nämlich auch damals schon das weiße Bier völlig unhip.
Der Franziskaner: groß, lecker, deftig und mit eigenem Senf
Spricht man von der Wies`n in München, entzweien sich die Gemüter ebenso schnell wie sie sich erhitzen. Für die einen ist das Oktoberfest ein Ort traditioneller Stumpfsinnigkeit mit starkem Bier, andere sehen darin einen Ort lebendiger bayrischer Hopfenkultur und finden es unterhaltsam bis gemütlich, meistens in Gruppen, die dann je nach Füllstand des Masskruges zu Discomusik von Blaskapellen tanzen.
Suppen aus aller Welt - schnell, lecker, einfach und gesund
Suppe ist ein kulinarischer Evergreen. Sie ist einfach zuzubereiten, sie ist (meistens) gesund und es geht schnell. Von der einfachen, aber herrlich duftenden Tomatensuppe bis zur chicen Variante wie der Hummersuppe aus dem Sterne-Restaurant geht alles; dazwischen eröffnet die Suppe eine ganze Welt von Geschmäckern. Frische Zutaten sorgen für die nötigen Vitamine und man kann die meisten Suppen einfach und ohne Geschmacksverlust vegetarisch kochen.
Pizza, Pasta und ein Hauch von Asien
Viva l’Italia ist das Motto, das drei der Restaurants des Münchner Szenegastronoms Marc Uebelherr vereint. Die Rede ist vom gast, dem Ocui und Oh Julia. Alle drei bieten italienische Küche an. Und was macht die südländische Küche neben dem fantastischen Geschmack so interessant? Richtig, man darf in die Töpfe gucken. Gerade das Gast und das Ocui haben sich das zum Konzept gemacht. Und für den Besucher funktioniert es wie folgt: man sucht sich was von der Karte aus, geht zu einer der Kochinseln, bestellt und innerhalb weniger Minuten wird das Essen vor den eigenen Augen zubereitet. Der große Vorteil dabei, man kann seine Bestellung direkt beeinflussen, sich seine Nudelsorte aussuchen und auch sagen, falls man irgendeine Zutat nicht mag. Bei der Pizzabestellung ist es ein wenig anders. Hier kommt ein kleiner Piepser ins Spiel, der sich dann beim Besteller meldet, wenn die Pizza frisch aus dem Ofen kommt. Neben italienischer Küche gibt es in beiden Restaurants auch einige asiatische Gerichte oder einfach leckere Salate. Von Mittag bis Mitternacht gibt es durchgehend warme Küche.
MyMuesli - Die wunderbare Welt der Müslis
Hocherfreut stellte ich Ende 2011 fest, dass das Internetunternehmen bei dem ich schon seit einiger Zeit meine Müslis mixen ließ, einen Pop-up-Store am Viktualienmarkt aufgemacht hat. Endlich hatte auch München einen MyMuesli Laden, wenigstens vorübergehend. In dem Laden waren, was typisch ist für eine Zwischennutzung, einige Paletten aufgestellt und vieles improvisiert. Kein Vergleich zu dem Geschäft, das dann einige Monate später an gleicher Stelle aufmachte. Ein Shop mit Regalen voller Müsli. In den durchsichtigen Röhren neben den Dosen kann man die vorgefertigten Mischungen bestaunen und auf Wunsch auch mit ein bisschen Joghurt oder Milch probieren. Zur Auswahl stehen zum Beispiel das Matcha Müsli mit grünem Teepulver oder so verheißungsvoll klingende Abfüllungen wie “Schlanker Leben”.
The Golden Bun’s Sushi Favoriten in München
Roher Fisch und Algen? Für manch einen ein Graus – für den anderen Schmaus. Ich liebe Sushi und könnte davon Unmengen verschlingen. Gutes Sushi hat seinen Preis, aber München hat glücklicherweise auch einige günstigere Restaurants.
The Victorian House München
Wenn es ums Frühstücken geht, hat jeder Mensch seine Vorlieben. Die einen mögen es lieber leichter und gesund, andere deftig. Für mich darf es in der Früh ruhig mal deftiger sein. Seit meinem England-Aufenthalt bin ich besonders ein großer Fan von Baked Beans. Zum Glück haben wir auch in München eine Adresse, wo man nach der Englischen Art essen kann – das Victorian House am Viktualienmarkt.
Münchner Suppenküchen - die leckersten der Stadt
Früher waren die Suppenküchen bekannt als Essensausgabe für die arme Bevölkerung. Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei. Die Suppe als kleines und leichtes Mittagessen erfreut sich großer Beliebtheit. Gerade für die kalte Jahreszeit ist eine Suppe der perfekte Snack zwischendurch. Ob Gulaschsuppe, Tomatensuppe oder Eintopf, sie ist warm, lecker und macht satt, egal ob mit Fleisch oder ohne. In München gibt es gleich mehrere Bistros oder Imbissstände, die nichts anderes mehr verkaufen. Hier einige Tipps für eine gute warme Mahlzeit von Münchner Suppenküchen.
Dallmayr – Feinkost-Kaufhaus, Kaffee und königlicher Hoflieferant
Jedes Mal, wenn ich die Werbung mit der Dame in der blitzweißen Schürze im Fernsehen sehe, denke ich wieder daran, dass ich endlich einmal diesen Dallmayr Laden besuchen will. Schon alleine um zu sehen, ob das Model aus der Werbung in Wirklichkeit Kaffee verkauft und ob dann auch säuselige Klaviermusik im Hintergrund spielt. In meiner Phantasie ist die Dame ja eher burschikos-bayrisch und gibt einem je nach Laune sicher einen Spruch mit. Also auf zum Realtätscheck Richtung Marienplatz und ab in die Kaffeeabteilung.
Der verrückte Eismacher in München
„Eine Kugel Bier-Eis, dazu noch bitte Basilikum-Mozzarella-Eis und ich würde noch gerne etwas Leberkäs-Eis probieren“. Da steht man vor dem verrückten Eismacher alias Matthias Münz und kann sich gar nicht entscheiden, welche der skurrilen Eissorten man probieren soll. Noch schlimmer für Leute wie mich, die sich sowieso nie für etwas entscheiden könnten. Zum Glück wird einem immer wieder ein kleines Plastiklöffelchen mit Kostproben der verschiedenen Sorten über die Theke gereicht.
Remixe einer Tradition - Leberkäs aus Truthahn, Hirsch und Bison
Die Leberkässemmel gehört zu den traditionellen Münchner Ureinwohnern. Sie ist genauso berühmt wie die Ausgezogene, eine bayrische Version des Berliner Ballens ohne Marmelade. Genauso traditionell wie die Weisswurst und gefühlte tausend Mal kalorienreicher als die bayrische Brez`n. Rechnet man nach, ist es zwar nur das Vier- bis Sechsfache der Kalorienmenge, aber immerhin.
Zuckersüße Ideen für allerlei Feste – Feinste Backwaren aus München
Muttertag, Hochzeit oder Kommunion. Der Monat Mai ist der Monat der Feste und zugleich des Schenkens. Etwas Süßes kommt immer gut an, ob als Geschenk oder als Nachtisch für die Gäste. Wenn es mal was anderes als Pralinen sein soll, warum nicht mal überraschen mit Cupcakes, Minikuchen oder Macarons. Hier meine drei Empfehlungen.
Weltberühmtes Biergasthaus mit echten Münchnern - das Hofbräuhaus
Auf so ziemlich jeder Souvenir-CD aus Bayern wird das Hofbräuhaus besungen. Die wohl markanteste Zeile aus dem Lied geht so: „In München steht ein Hofbräuhaus, oans, zwoa, gsuffa!“ Und das soll nun Bier-Kultur sein? Das Hofbräuhaus ist sicher das bekannteste und wohl meist kopierte Gasthaus in Japan, China, den USA und überall sonst, wo man Deutschland mit Bayern verwechselt. Aber worum geht es eigentlich im Hofbräuhaus? Der Bayer mag es gmiatlich, a bissl a Musi stört a ned und gredt werd eh ned vui, denn viel zu reden ist des Bayern Sache nicht. Und wer nun den letzten Satz nicht ganz verstanden hat, macht nichts, passt scho, wie man in Bayern oft sagt, und ein Abstecher ins Hofbräuhaus hilft sicher, den Satz am Ende des Tages kulturell zu verstehen. Denn das Hofbräuhaus pflegt etwas mittlerweile sehr seltenes: Münchner Wirtshauskultur.
Ein bisschen Frankreich in München...
Leben wie Gott in Frankreich – das geht auch in München. Nachdem ich ein Jahr in der französischen Hauptstadt Paris verbracht habe, sehne ich mich ab und zu nach den Boulangerien, Patisserien und den süßen Bistros mit ihren kleinen Tischen. Natürlich hat das Leben in Frankreich nicht nur seine guten Seiten, aber kommen wir zurück zu den kulinarischen Vorzügen und wie man die französische Lebensweise in München leben kann.
Bayrischer Chic im Zeichen des Spatens
Die Münchner Innenstadt zwischen Odeonsplatz, Stachus und Marienplatz teilt sich in drei Kategorien: „teuer“, „sehr teuer“ und „eigentlich unbezahlbar“. Die Zone „teuer“ ist die Gegend um die klassische Fußgängerzone, wo man bekannte Marken wie in jeder Fußgängerzone findet. Etwas schicker geht es zwischen dem Platz hinter dem Rathaus, dem Marienplatz und dem Platz hinter dem Dom zu.
Die schönsten und ältesten Biergärten in München
Die ersten Biergärten entstanden in München bereits vor ungefähr 200 Jahren. Das Bier wurde damals nur in den Wintermonaten gebraut und danach in tiefen Kellern für den Sommer gelagert. Zur Kühlung wurden Eisblöcke verwendet, die man im Winter aus zugefrorenen Flüssen und Weihern sägte. Aus diesem Grund befanden sich viele Biergärten in der Nähe der Isar und tragen noch heute das Wort "Keller" in ihrem Namen. Damit sich die Bierkeller im Sommer nicht erwärmen, wurden sie mit Kies bedeckt und mit schattenspendenden Kastanien bepflanzt. Anfang des 19. Jahrhunderts kamen geschäftstüchtigen Brauereibesitzer auf die Idee, das Bier im Sommer gleich an Ort und Stelle im "Biergarten" zu verkaufen. Diese Art des Werksverkaufs sorgte jedoch für großen Ärger mit den Wirten, denen die durstigen Gäste ausblieben. König Maximilian I. entschied den Streit 1812 mit einer Verordnung, die den Brauereien den Ausschank weiterhin erlaubte, jedoch den Verkauf von Speisen und anderen Getränken untersagte. Dieser Entscheidung verdanken wir den Umstand, dass man in einem Biergarten seine Speisen immer noch selbst mitbringen darf.
Café Lotti in München - ein Mädchentraum in der Maxvorstadt
Klein aber fein präsentiert sich das Café Lotti in der Schleißheimer Straße in der Maxvorstadt in München. Das Café wurde mir schon von so vielen Leuten empfohlen und nun konnte es endlich mal testen.
Münchens Herz schlägt für Schokolade
Es ist über 13 Jahre her, dass Johnny Depp Juliette Binoche und ihrem Schokoladenladen in dem Film “Chocolat” verfallen ist. Damals waren Schokoladenläden in München eher die Ausnahme. Bis auf ein paar Traditionsunternehmen wie zum Beispiel Miksch, bekannt in aller Welt für seine schlesischen Spezialitäten und Elly Seidl konnte ich keines benennen. Schokolade gab es meist abgepackt und wenn exklusiver, dann in den Konditoreien als Konfekt. Der Film aus Frankreich löste in Deutschland einen Boom aus und Schokoladenläden eroberten München. “Amélie” am Gärtnerplatz (jetzt in Leipzig ansässig) war einer davon, gefolgt von dem Ladengeschäft “Götterspeise” in der Jahnstraße.
Vegane Restaurants und Kochkurse in München
Wer hätte das gedacht, dass es ein Mann sein würde, der die vegane Ernährung einmal in Deutschland populär machen würde. Plötzlich isst man nicht nur vegetarisch, sondern auch vegan. Attila Hildmann hat bis jetzt sechs Kochbücher zum Thema veröffentlicht. Sein “Vegan for Fun” wurde sogar zum Kochbuch des Jahres 2012 gekürt. Hildmann steht für leckeres und gesundes Essen verbunden mit Sport und hat dadurch das Vegansein salonfähig gemacht. Vor allem der Fitnessaspekt hat veganes Essen auch unter Männern populär gemacht. Allerdings bedingt die Umstellung auf weniger Fleisch oder sogar der Verzicht auf tierische Produkte auch eine Änderung der Koch- und Ernährungsgewohnheiten. Wer nicht nur ein Buch lesen will, sondern mal live erleben will, was veganes Kochen heißt, sollte die Kochschule „Gourmet Vital“ von Werner Langbauer besuchen. Dort kann man lernen, wie man mit hochwertigen (Bio-)Zutaten schmackhafte Gerichte zaubert. Alternativ dazu gibt der Koch Sebastian Copien regelmäßig Kurse zum Thema gesunde Ernährung, aber auch Jana Betzold weiht gerne in die Geheimnisse gelungener veganer Gerichte und vor allem auch in ihre Backkunst ein.
Beliebt bei Klein und Groß: Münchens beste Eisdielen
Was wäre ein Sommer ohne Eis? Für viele eine undenkbare Vorstellung. Nur wo findet man das Leckerste, das mit dem intensivsten Geschmack, das mit den größten Kugeln? Schwer zu sagen, inzwischen gibt es eine reichliche Auswahl an überdurchschnittlichen Eisproduzenten wie Sarcletti, Ballabeni, Armorino und True&12.
Kuchen zwischen Kuckucksuhr und Kramerladen: Cafés in München
Ich bin keine glittergekleidete Backfee, die in ihrer Freizeit an pastellfarbenen Cupcakes oder kunstvoll verzierten Cakepops feilt, sondern eher das Modell Sonntagsbäckerin, die sich im Eifer des Heißhungers schnell mal einen schlichten Käsekuchen zaubert. Am liebsten aber esse ich Kuchen im Café, schon allein weil es die Verkörperung puren Laissez-faires ist. Eine Zeitung (wahlweise auch Foodzeitschrift) auf den Knien, einen Espresso in der Hand und dazu ein Stück von der Himbeertarte bitte, oder halt, nein, ich nehme doch lieber den Key Lime Pie, doppelte Portion natürlich. Hach, wenn doch immer Wochenende wäre!
München goes Asia: Die interessantesten Asia Imbisse der Stadt
Einer alten Sitte folgend trifft man mich an Samstagnachmittagen oft in einer kleinen, asiatischen Imbissbude ohne funktionierende Abluftanlage, ausreichende Bein- wie Ellbogenfreiheit und hinreichendes Getränkeangebot. Das klingt im ersten Moment in etwa so attraktiv wie Schlange stehen vorm Wiesn'n-Zelt, aber tatsächlich hat das Manam eine äußerst treue und stetig wachsende Stammkundschaft – ganz einfach deswegen, weil man nirgends so authentische Thaiküche bekommt wie hier. Vom Green Papaya Salad – Som Tam, sehr scharf und mit winzigen, getrockneten Garnelen – über Laab Ped, ein Gericht aus kleingehacktem, lauwarm servierten Entenfleisch mit geröstetem Reispulver, Chili und viel Koriander, über das unvergleichliche Signature Dish Pad Thai (gebratene Reisnudeln in Tamarindensauce mit Sojasprossen und Erdnüssen satt) schmeckt hier alles so gut wie in Thailand. Vielleicht sogar besser, denn das Khai Jiew (die thailändische Variante des Omeletts) und das pfannengerührte Schweinefleisch mit Schlangenbohnen, Chili-Knoblauch und scharfem Basilikum aus der winzigen Münchner Garküche schlägt so manches in Thailand gegessene Curry um Längen. Irgendwie brauche ich dazu immer eine Cola, obwohl ich die sonst nie trinke. Und selbst der Reis schmeckt mir hier, vor allem in der klebrigen Variante (Klebreis). Damit lässt sich auch sehr gut das süß-saure Dressing des Papaysalats auskosten und die mitunter großzügig kalkulierte Schärfe ausbalancieren
Besser als Burger und traditioneller als Döner, die Leberkässemmel
Die Leberkässemmel ist einer der leckersten Gründe München zu besuchen. Sie besteht aus einer schönen Scheibe Leberkäs, nicht zu groß, nicht zu klein und möglichst mit einer leckeren Kruste. Beides sollte genau in dem richtigen Größenverhältnis auf einer Semmel landen. Am besten ist die Semmel, wenn der Leberkäs nur etwas über steht. Natürlich ist eine runde Kaisersemmel besser als eine Schrippe und eine Portion Senf darf auch nicht fehlen. Schon beim Senf scheiden sich die Geister. So mancher schwört auf scharfen Senf, andere finden nichts köstlicher als den traditionell süßen Weißwurst Senf.
Frühstücken in München: Drei Tipps für einen gelungenen Start in den Tag
Wie kann man nur zwei Stück Torte hintereinander essen? Ich fürchte, ich kann das, sogar zum Frühstück – allerdings nur, wenn ich im Gartensalon sitze, mit einem Rotkehlchen vor der Nase (nein, nicht der Vogel, sondern ein typisches Gartensalon-Getränk aus frischem Apfel, Himbeere und Minze) und einer Tageszeitung auf den Knien. Das liebevoll gestaltete, leicht hippieske Café in der Maxvorstadt hat für mich die besten Kuchen weit und breit, ein noch viel süßeres Personal und sommers einen kunterbunten Freisitz, eingekuschelt in einen gut versteckten Innenhof Nähe Amalienstraße. Wohnzimmeratmosphäre nennt man das, zweites Zuhause oder einfach nur Lieblingsort. Na gut, davon habe ich in München ziemlich viele, aber muss man sich unbedingt entscheiden? Allein schon der leckeren Brotaufstriche wegen, die hier täglich frisch und mit viel Liebe (wirklich!) zubereitet werden, würde ich einmal quer durch München fahren. Hand- oder hausgemacht ist hier irgendwie alles, von der etwas wild beschriebenen Speisekarte über das mal rustikal-bayrische, mal rosarot-verkitschte Mobiliar bis hin zu den achsoköstlichen Frühstücksspeisen. Da wäre zum Beispiel das seinem Öko-Image längst entflohene Birchermüsli: Weltklasse. Und erst die hausgemachten Marmeladen! Sonntags kann man im Gartensalon wunderbar brunchen, dann gibt es Eier, frisches Obst, leckeren Käse, kleines Gebäck und richtig gutes Brot abseits von Pappdeckel-Semmerln. Aber Vorsicht: Ein bisschen Platz für ein Stück Mango-Käsekuchen oder die Rhabarbertarte mit Streuseln sollte man doch unbedingt lassen. Ansonsten: Einpacken lassen und mit nach Hause nehmen!
München für Studenten - Maxvorstadt
München hat eine wunderbare Lebensqualität und ist deshalb auch eine sehr beliebte Studentenstadt. Im Winter fährt man zum Entspannen nach dem Studium einen Tag in die Berge zum Skifahren. Im Sommer ist der Englische Garten sehr beliebt. Hier trifft man sich nach der Uni zum Sonnenbaden oder springt in das eiskalte Wasser des Eisbachs.
Trink einen Kaffee in… Maxvorstadt!
Wer hier wohnt, muss eigentlich nur umfallen um… egal wo zu sein. Eigentlich gibt es hier alles, was das Herz begehrt - vor allem für Studenten. LMU, TU und HM sind nur einen Steinwurf entfernt, tagsüber halten sich im Univiertel Münchens über vier mal so viele Menschen auf als hier eigentlich wohnen. Aus der Vielzahl an Cafés nur drei rauszupicken scheint fast unmöglich - trotzdem aber gibt es ein paar einzelne ganz besondere Läden an die ich im Laufe der Jahre mein Herz verloren habe.
Trink einen Kaffee im...Glockenbachviertel!
Wer sich auskennt weiß, wo man des Nächtens in München hinmuss: Auf ins Glockenbachviertel! Bar an Bar, Kneipe an Kneipe - aber auch tagsüber ist und bleibt es das In-Viertel Münchens. Wer Nachmittags mal keine Lust auf ein Bier am Gärtnerplatz hat sondern vom Kaffee-Durst geplagt wird muss nicht lange suchen - auch Cafés gibt es an jeder Straßenecke. Und dazwischen.
Das Kochhaus München – das begehbare Rezeptbuch
Schluss mit Fertigpastagerichten, Junkfood und Konsorten. Jetzt wird highclass getafelt. Seit Sommer 2013  ist München um eine kulinarische Attraktion reicher. Dabei ist das Münchner Kochhaus nicht nur ein ganz normales Geschäft, sondern vier Dinge in einem und liegt damit ganz im Crosssellingtrend. Primär ist das Kochhaus nämlich ein Lebensmittelgeschäft. Das Besondere daran ist, dass nicht nach Obst, Fleisch, Gewürzen usw. getrennt, sondern die Ware nach Rezepten präsentiert wird, zum Beispiel Pappardelle mit Rinderfiletspitzen in Mangold. Alles was man zu dem Gericht braucht, einschließlich Weinbegleitung und Rezept, ist auf einem Tisch arrangiert - sogar technische Hilfsmittel wie ein Mixstab sind da - und man muss nur noch zugreifen. Gerechnet wird ein Gericht von der Menge meist für zwei oder vier Personen, wohingegen sich der Preis auf eine Person bezieht. Durchschnittlich liegt man hier bei circa 5 Euro pro Mahlzeit.
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