GROUPON GUIDE BERLIN

Berliner Clubtüren: Wo liegen die versteckten Eingänge der coolsten Clubs der Hauptstadt?

Autor: JENS HOHMANN | 14.7.2014 |
Berliner Clubtüren: Wo liegen die versteckten Eingänge der coolsten Clubs der Hauptstadt?

Berliner Clubtüren sind entweder sehr leicht zu finden, man denke dabei an das Berghain, oder nur, wenn man weiß wo man suchen muss, wie zum Beispiel beim Monarch. Das alte Kraftwerk am Wriezener Bahnhof, in dem das Berghain beheimatet ist, erhebt sich imposant mitten im Nichts. Ein Übersehen ist da schlichtweg unmöglich. Dazu muss man aber erst über einen staubigen Hof, und durch Gänge aus Bauzäunen. Es ist also eigentlich schwieriger den Zugang zu finden, als die wirkliche Tür. Dann muss man nur noch an Türsteher Sven Marquardt vorbei.  Angesichts der Schlange kann das dann gut und gerne eine Stunde in Anspruch nehmen. Um die Türsteher Hürde zu nehmen gibt es sogar schon Apps, die Empfehlungen zum Kleidungsstil aussprechen und Infos zum Line up geben, damit man zur Not clubaffines Wissen zum Besten geben kann.

Um in den Monarch zu kommen, muss man an der Skalitzerstr. 134 in ein unbeschriftetes Stiegenhaus hinein. Dann gehts ab in den ersten Stock. Hat man den Eingang gefunden so erwartet einen oben ein gemütlicher Laden mit Sitzkissen und schummriger Beleuchtung. Ziemlich nette Lesungen und feine Konzerte wechseln sich hier ab.

Das Kater Holzig, der Nachfolger der legendären Bar25 und in der Nähe des Berghains zu verorten, erstreckt sich, parallel zu seinem Nachbarn, dem Lichtpark entlang der Spree an der Michaelkirchstraße. Man geht einen langen Bretterzaun mit zwei Türen entlang, wovon die eine direkt am Ende der Brücke ist (Lichtpark), und die andere ca. 20 Meter weiter (Kater Holzig). Wo es rein geht, erkennt man an der Katze. Dann muss man nur noch reinkommen. Glitzer im Gesicht soll dabei helfen. Dialekt eher nicht.

(Inzwischen hat das Kater Holzig leider geschlossen.)

Tür des Kater Holzig in Berlin

Leuten, die länger nicht in der Stadt gewesen sind, kann es auch passieren, dass in der Zwischenzeit der Eingang des Clubs  einfach „gewandert“ ist. Hat man schon vorgeglüht und dementsprechend leichte Optikunschärfen, kann sowas wirklich hinderlich sein. Das Golden Gate, die kleine Bastion vollkommen unprätentiöser Feierkultur in der Berliner Mitte, war mal direkt von der Schicklerstraße zugänglich. Inzwischen ist der Eingang zum güldenen Tor um die Ecke in der Dircksenstraße. Man muss also um die Ecke denken und gehen. Der „Garten“ musste nämlich weichen und damit auch die putzige Eingangstür. Jetzt ist wieder alles beim Alten und auf dem Stand von 2003. Zudem wurde frisch gemalert und der Laden sieht aus wie ein Bürogebäude irgendwo im Gewerbegebiet. Nichtsdestotrotz ist hier noch Berlins echte Feierkultur zuhause, die allerdings Leute, die sonst eher das Felix frequentieren, eher irritieren dürfte.

Golden Gate Club in Berlin

Das Tausend am Schiffbauerdamm ist kaum zu erkennen. Direkt unter der Eisenbahnbrücke ist mittig in der Ziegelwand eine unscheinbare Tür ohne jedes Erkennungszeichen. Dahinter ist es dafür umso prunkvoller aber auch ziemlich teuer. Wenn man Mädchen aus Niedersachsen beeindrucken will, und vorher sein Giro Konto geplündert hat, kann man hier durchaus gutes Essen genießen und hervorragend gemixte Cocktails. Unbedingt vorher reservieren.

Die unscheinbare Eingangstür zur Bar Tausend in Berlin

Der Weekend Club ist am Alexanderplatz. So sagt man. Der Alexanderplatz wird aber von vielen Leuten größer gemacht, als er eigentlich ist. Zum Beispiel ist alles hinterm Bahnhof, also der Bereich rund um den Fernsehturm NICHT der Alexanderplatz. Und das Haus des Reisens, in dem der Weekend Club residiert, steht auch nicht am Alex, sondern in nördlicher Richtung über die Alexanderstraße hinweg. Letztlich geht man also einfach ins Haus und fährt dann mit dem Fahrstuhl in den zwölften Stock. Eine Clubtür in dem Sinne gibt es also eigentlich gar nicht.

Das Cookies, einer der bekanntesten Clubs in Berlin hat auch kein deutlich sichtbares Schild über der Tür. Der Club ist jetzt auf alle Fälle beim Westin Grand Hotel auf der Friedrichstraße.  Vorher war er an drei anderen Orten. Clubs in Berlin ziehen nämlich auch gern mal um. Dass der Eingang des Cookies nur ein schmaler Spalt zwischen zwei Häusern ist, sollte man wissen, sonst läuft man einfach vorbei. Noch komplizierter wird es, will man ins darüber liegende Cream, das dem Cookies zugehörige vegane Restaurant. Wenn man vor dem Hotel steht, bitte links halten und in die dunkle Auffahrt ca. 10 Meter rein. Dann nach rechts durchlaufen an einem alten Kronleuchter vorbei und eine kleine Treppe hoch. Sie haben ihr Ziel erreicht.

Das Brunnen70 im Wedding liegt direkt an der Brunnenstraße, aber dort würde wirklich niemand einen Club vermuten. Der Eingang liegt neben einem wirklich schrägen türkischem Möbelladen. Der Trick dabei: Mit dem Lastenaufzug geht es eine Etage hinab in die Kellerräume eines ehemaligen Möbelhauses. Von außen lässt absolut nichts auf den erst 2010 eröffneten Club schließen. Im Hauseingang stehen zwei Fahrstühle zur Verfügung. Es ist der linke davon. Der Laden gehört übrigens zu dem Konglomerat ZMF und Griessmühle.

Leicht zu übersehen: Der Eingang zum Brunnen70

Der Kosmonaut war 2013 die Open Air Location schlechthin neben dem Kiekebusch und der Rummelsbucht. Hier muss man Ausschau halten nach einem großen umgedrehten schwarzen Kleiderhaken an einer Bretterwand. Der Club im Bermudadreieck des Wiesenwegs, in dem sich auch noch das Subland und das Kili tummeln,  zeichnet sich durch freundliche Tür und wirklich gutes Line up aus, das die Massen dann auch mal einen Ausflug nach Lichtenberg machen lässt.

Am Haken befindet sich der Eingang zum Kosmonaut in Berlin

Und zum Schluss noch etwas Black Music. Hip Hop Freunde und RnB Fans werden im 2BE Club fündig. Der befindet sich in der Klosterstraße, ist eher Mainstream und teilt sich das Haus mit dem Theaterdiscounter. Im 2BE waren bereits einige Schwergewichte des Hip Hop am Start: Busta Rhymes, Kanye West und  Grandmaster Flash. Das WMF hat das alte Industriegebäude übrigens vorher genutzt.

Black Music Reich: der 2BE Club in Berlin

Weitere Infos:

http://www.berghain.de/

http://www.kottimonarch.de/

http://www.katerholzig.de/

http://www.goldengate-berlin.de/

http://www.tausendberlin.com/

http://www.week-end-berlin.de/

http://www.cookies.ch/

http://brunnen70.de/

http://www.2be-club.de/

 

____

Deals für Tickets und Events in Berlin findet ihr hier!

The Club Map
Autor: Jens Hohmann The Club Map
{}