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Tierpark Berlin - das DDR Gegenstück zum Zoo

Autor: JENS HOHMANN | 23.3.2015 |
Tierpark Berlin - das DDR Gegenstück zum Zoo

Dass man am Wochenende mal beschließt, nicht ins Berghain oder auf ein Open Air zu gehen soll vorkommen. Berlin hat ja neben der (berechtigterweise) berühmten Ausgehkultur noch eine Menge zu bieten, was man zumindest einmal gemacht haben sollte. Ob das nun eine Bootsfahrt auf der Spree ist, oder ein Besuch des Türkenmarktes am Maybachufer, das bleibt jedem selbst überlassen. Eine der großen Berliner Sehenswürdigkeiten ist ganz klar der Berliner Zoo. Dass der Zoo aber einen größeren Bruder hat, wissen vor allem Besucher und Neuberliner oft nicht: Den Tiergarten Berlin. Wer hier noch nicht war, der sollte sich das Ganze mal ansehen, unabhängig davon, was man von Zoos im Allgemeinen hält. Warum das?

Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin © Tierpark Berlin

Im Tierpark Berlin erwartet den Besucher artgerechte Haltung und ein wunderbarer Park

Weil der Tiergarten der größte (und vielleicht auch schönste) Landschaftstiergarten Europas ist. Das Gelände ist tatsächlich ein Monstrum, es erstreckt sich mittlerweile über 160 Hektar. Dass für die rund 8000 Tiere da auch genügend Platz ist, versteht sich von selbst. Man hat manchmal das Gefühl, dass einige Arten einfach frei herumlaufen. Hier wird den "Insassen" also auch Platz gegeben, die Haltung ist möglichst artgerecht – inklusive Felsengärten zum Beispiel für die Bären. Kein Vergleich zu Zoos mit engen, nach Kot stinkenden Käfigen, die einen am liebsten gleich zum Ausgang verschwinden ließen. Dieses Raumangebot und der Respekt vor der Kreatur, der im Tierpark Berlin spürbar ist, machen einen Tag dort (zusammen mit dem Parkcharakter der gesamten Anlage) zu einem entspannten Erlebnis.

Tiger im Tierpark Berlin © Tierpark Berlin

Das Gegenstück der DDR zum Berliner Zoo

Dass der Tierpark eine alte Berliner Institution ist, spürt man dann auch an allen Ecken und Enden. Mittendrin liegt das Schloss Friedrichsfelde, der Park ist voller Skulpturen renommierter Künstler. Die Zoogebäude sind beinahe durch die Bank charmant unmodern, wie zum Beispiel das Alfred-Brehm-Haus, das so Tiere wie Flughunde und eine Menge Pflanzen beherbergt. Berühmt ist der Tierpark Berlin für seine Zucht afrikanischer Elefanten, die im Dickhäuterhaus untergebracht sind (inklusive Riesenfreigehege, versteht sich).

Wer also mal einen Tag off haben möchte, ob mit der Familie oder mit Freunden, um den Sonntagskater zu beseitigen, der ist hier wirklich gut aufgehoben. Die Eintrittspreise liegen zwischen 6 Euro für Kinder und 12 Euro für Erwachsene, das ist für Berlin ok und entspricht in etwa denen im Zoo. Hunde kann man mitnehmen, Fahrräder nicht. Hinkommen tut man am besten mit der U5, zur Station U Tierpark. Es lohnt sich, vorher einen Blick auf die Internetseite zu werfen: Dort werden Fütterungs- und Badezeiten angekündigt und es wird gemeldet, welche Tiere gerade Nachwuchs haben. Außerdem findet man hier Sonderveranstaltungen, die es im Tierpark Berlin ziemlich regelmäßig gibt. Hingehen, anschauen.

Uganda Giraffe Bine und Tante Andrea im Tierpark Berlin © Tierpark Berlin

Alle Bilder © Tierpark Berlin

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Autor: Jens Hohmann The Club Map
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