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Villa Nova - Abtanzen im alten Ego Club

Autor: JANNY SCHULTE | 19.12.2014 |
Villa Nova - Abtanzen im alten Ego Club

Als das Ego seine Pforten schloss ging ein Aufschrei durch die Hamburger Partyszene. Massen an Stammgästen und Fans waren todtraurig und wussten plötzlich nicht mehr, wohin mit sich am Wochenende. Verwaist und leer war die Location in der Talstraße und man war ganz verwundert, dass man plötzlich wieder ganz normal auf dem Bürgersteig entlangschlendern konnte, da wo sich früher die Schlange der Feierwütigen staute, um in den Club zu kommen. Als dann ein Foto auf Facebook kursierte, das ein Plakat auf dem Eingang des Clubs zeigte, auf dem „We miss you“ stand, wurde mal wieder deutlich, welchen Stellenwert das Ego in den letzten Jahren im Hamburger Nachtleben eingenommen hatte. Man kann sich vorstellen wie sehr sich die Clubgänger gefreut haben mussten, als die Nachricht verbreitet wurde, dass das Ego seine Pforten wieder öffnet.

Villa Nova Club Hamburg


Nun gut, es heißt jetzt nicht mehr Ego sondern Villa Nova, aber wer auf gute House Musik steht ist hier immer noch bestens aufgehoben. Der Abend beginnt wie so viele im Taxi und da man ja auf dem Kiez a.k.a. Der Reeperbahn ist, gibt es natürlich gleich erst mal Stress. Die nachkommenden Autofahrer - von denen Nachts um eins bestimmt die wenigsten auf dem Weg zur Arbeit sind - fühlen sich persönlich furchtbar angegriffen, weil man anscheinend zu lange zum bezahlen und aussteigen braucht. Nachdem man die Pöbeleien aus dem, wahrscheinlich von Papa geliehenen Mercedes, über sich ergehen lassen hat, geht es rein in die Villa Nova. Noch ist hier keine Schlange und auch die Türsteher sind noch relativ entspannt. Die Stimmung des Türpersonals ändert sich nach Aussagen von Freunden im Laufe des Abends von nett zu anmaßend frech, aber das ist ja anscheinend ein allgemeines Problem in Hamburg (man könnte alleine darüber wöchentliche Kolumnen schreiben). Nun ja, ist ja nochmal alles gut gegangen und man ist auch schon neugierig, was denn jetzt genau am Laden neu ist.

Villa Nova Club in Hamburg


Nach dem Umbau ist auf jeden Fall alles sehr viel cleaner strukturiert. Die früheren Sitzgelegenheiten sind komplett raus geflogen, und nach der im vorderen Teil gelegenen Bar, bietet der quadratische Dancefloor viel Platz zum abzappeln. Das geräumige DJ Pult ist jetzt ganz an die hintere Wand gerückt und seitlich davon hat man die Möglichkeit ein wenig die Füße hochzulegen, aber das wollen hier eh die wenigsten. Wem außerdem nach chillen und quatschen zumute ist, hat im ersten Stock die Gelegenheit dazu. Im loungigen Raucherraum findet sich eine zweite Bar, sowie die Garderobe und ein Fotoautomat für Partypics mit der besten Freundin. Die dominierende Farbgebung ist rot, in dem Licht sieht man auch um sechs Uhr morgens noch einigermaßen gut aus. Noch einen Stock weiter befindet sich das Büro und die Backstageräume, wo nach dem Gig der Wodka in Strömen fließt, bevor man mit der ganzen Horde vorm Schlafen gehen noch zum Spätbäcker in der Silbersackstraße pilgert, um sich mit frisch belegten Köstlichkeiten für den Heimweg zu stärken.

Das Fazit des Villa Nova Abends: Gute Musik, zeitgenössische, internationale Artists aus der Deep-House & Tech-House Szene, nettes Personal und ganz viel tanzen, tanzen, tanzen. Kann man machen!

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Freie Autorin
Autor: Janny Schulte Freie Autorin
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