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Waagenbau, Mandalay, Prinzenbar: 3 Institutionen im Hamburger Nachtleben zwischen Elektronik, Techno und Hip Hop

Autor: AROMA BERLIN | 13.4.2015 |
Waagenbau, Mandalay, Prinzenbar: 3 Institutionen im Hamburger Nachtleben zwischen Elektronik, Techno und Hip Hop

Das Nachtleben ist eine schnelllebige Geschichte. Normalerweise kommen und gehen Clubs aufgrund eines einfachen Mechanismus: erst braucht man zwischen Null und Sechs Monaten um zu eröffnen. Dann kommen die Hipster und bleiben eine Weile. Das kann sich je nach Promidichte und krasser Feierei ein bis fünf Jahre hinziehen. Dann zieht die Karawane weiter. Das ist der Moment an dem es ein Club entweder zur Institution schafft und ein Klassiker wird, oder den Besitzer wechseln muss.

Waagenbau

Der Waagenbau ist ein typischer Club unter Bahngleisen. In den Gewölben unter der Bahnstrecke Richtung Altona ist ein Club gut aufgehoben. Solange die Musik spielt hört man nichts von den Bahnen, die darüber fahren und umgekehrt ist die lärmige Ecke an der Max-Brauer-Allee wirklich kein Ort für Wohnen oder Büros. Der Waagenbau ist schon über 11 Jahre an der gleichen, unwirklichen Stelle, neben Fundbüro und Astra Stube und macht diesen Un-ort unter den Gleisen zu einem feinen Stück Hamburger Clubkultur. Wie funktioniert das über so lange Zeit? Die Antwort ist etwas länger. Erstens: Sei freundlich zu allen. Die Bar und die Türsteher im Waagenbau sind nett zu jedem, selbst wer abgelehnt wird bekommt das nett gesagt und auch mit einer Begründung warum man heute nicht zum Publikum passt. Das lässt eine Rückkehr zu einer anderen Party offen. Zweitens: Feiere mit der Szene und nicht nur für dich selbst. Der Waagenbau hat immer ein hochwertiges Programm mit vielen sehr bekannten Acts, aber das Programm ist auch mit Veranstaltungen aus der Hamburger Szene gestaltet. Man feiert gemeinsam und respektiert sich, egal ob Techno, Hip Hop oder andere Spielarten interessanter Musik. Drittens: Achte auf Qualität in allen Belangen. Im Waagenbau steht eine gepflegte Technik auf dem Mainfloor, die gut klingt. Die Toiletten sind auch um acht Uhr morgens noch benutzbar und haben Toilettenpapier. Gruppen werden nach einer höflichen Weile freundlich gebeten, doch für den eigentlichen Zweck auf der Toilette platz zu machen. Und damit zum fast wichtigsten Punkt eines Nachtvergnügens: Viertens, die Getränke. Im Waagebau gibt es kühles Bier zu korrekten Preisen und Sekt auf Eis aus sauberen Gläsern. Freundlichen Gästen gibt man auch mal einen Kurzen aus. Im Raum mit der Bar ist es nicht ganz so laut. Man hält sich gern dort für ein Tanzpäuschen auf und schnackt eine Runde. Das alles zusammen genommen bringt zu später Stunde Promis und Figuren aus anderen Clubs auf einen späten Drink vorbei, der sich dann auch mal etwas hinziehen kann. Eigentlich klingt das alles so simpel, ist aber selten und von daher erwähnenswert. Deshalb, Waagenbau darf gerne bleiben. Fundbüro und Astra Stube übrigens auch!

Waagenbau Hamburg

Mandalay

Der nächste Klassiker ist gleich um die Ecke, das Mandalay. 2002 eröffnet in einem alten Bankgebäude schnuppert man hier Reste der mondänen Hafenstadt Hamburg. Die Einrichtung ist chic und gemütlich, neben einer guten Anlage und einer ziemlich großen Tanzfläche für eine Bar gibt es im hinteren Teil noch Bereiche in die man sich am Wochenende, wenn es sehr voll ist, zurückziehen kann. Dann wird das Mandalay doch eher zum Club und man konzentriert sich eher aufs Tanzen, als auf die guten Cocktails. Ob große Bar oder kleiner Club bleibt im Understatement etwas undefiniert, so wie das Mandalay auch keinen Eingang mit Schild hat, man muß einfach wissen, wo es rein geht. Musikalisch bewegt man sich zwischen Swing, House und postmodernem Soul, nicht so spezialisiert wie der Waagenbau, aber für eine Bar eine veritable Auswahl, und außerdem meistens ohne Eintritt. Für ein gutes Gespräch, einen perfekt servierten Drink und ein frühes oder spätes Tänzchen taugt der schöne Laden immer wieder gerne für einen Besuch.

Waagenbau Hamburg

Prinzenbar

Last but not least, die Prinzenbar, die manchmal als Anhängsel des großen Docks fast etwas untergeht. Aber das ist unfair, denn in der Prinzenbar findet sozusagen die Küchenparty statt und die ist ja netter, weil kuscheliger. Der eigentliche Partysaal ist, anders als in den meisten Clubs, nicht im Keller sondern im ersten Stock. Der Raum ist überschaubar und von daher echt schnell voll. Wirklich atemberaubend ist die verschnörkelte Stuckdecke, die ein historisches Relikt des Gebäudes ist. Wenn sie gut ausgeleuchtet ist, ist sie ein echter Hingucker. Die Musik ist zwischen Konzert und Party einzugliedern und reicht von Pop, über Techno bis hin zu Soul und Indiejazz, je nach Veranstalter. Denn das Docks ist oft einfach nur ein schöner Veranstaltungsort, der gemietet wird von verschiedenen Partycrews, die dann je nach Budget und Anspruch auch durchaus mal die vorhandene Soundanlage mit Extras etwas mächtiger machen. Das zeigt sich dann auch am Publikum, es kann sehr studentisch werden oder auch ziemlich ungewöhnlich, je nach Musik die am Abend angesagt ist. Die Tür ist halbwegs entspannt, das Getränk der Wahl eher ein Bier als ein Cocktail und die Parties können wirklich wild und lustig sein. Um einen unterhaltsamen Abend zu erleben ist die Prinzenbar immer ein guter Tipp, vor allem wenn es auch mal länger gehen soll.

Waagenbau

Max Brauer Allee 204
22769 Hamburg
http://waagenbau.com/

Mandalay

Neuer Pferdemarkt 13
20359 Hamburg
http://www.mandalay-hamburg.de

Prinzenbar

Kastanienallee 20
20359 Hamburg
http://www.docks-prinzenbar.de/

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DJ Aroma
Autor: Aroma Berlin DJ Aroma
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