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Zum Spätzle – Schwäbisches NomNomNom

Autor: JANNY SCHULTE | 3.11.2014 |
Zum Spätzle – Schwäbisches NomNomNom

Uuuwieeee das oft vergessene Hamburger Viertel: Neustadt. Jedes mal aufs Neue stellt man sich bei einem Besuch in der Neustadt die Frage warum man eigentlich so selten hier ist. Es ist wunderschön, ein anderer Straßenbelag als Kopfsteinpflaster ist hier kaum zu finden, Altbauten soweit das Auge reicht und kleine, verwinkelte Gässchen, die alle einen einzigartigen Charme besitzen und in denen es etwas Schönes zu entdecken gibt. Am „Zum Spätzle“ kann man leicht vorbeilaufen, das sollte man allerdings zu vermeiden wissen, denn der Laden ist ein absolutes Juwel in der Hamburger Imbisslandschaft. Obwohl Imbiss eigentlich absolut untertrieben ist. Gut, man wird nicht am Tisch bedient, aber außer an Tagen an denen man so richtig Bock auf FullService á la „Madame hier und Madame da“ hat, tut das dem Genuss doch keinen Abbruch. Das „Zum Spätzle“ ist wie sein Namenspatron ein ganz, ganz kleines Vögelchen, hier passen höchstens 20 Menschen rein und dann wird es auf jeden Fall kuschelig.

Zum Spätzle - schwäbische Spezialitäten in Hamburg


Die Einrichtung lässt das Herz jedes romantisch veranlagten Mädchens höher schlagen. Alles ist liebevoll aus Secondhandbeständen zusammengetragen worden und kein Teller gleicht dem anderen. Bei jedem Blick durch den Raum gibt es etwas Neues zu entdecken, sei es nun der Minisalzstreuer aus dem Kinderspielkaufhaus oder ein Bild von einem Hamburger Künstler. Die Speisekarte ist übersichtlich, dennoch abwechslungsreich und preislich für jeden Geldbeutel zu bewältigen. Wenn man bedenkt dass die Speisen alle ausnahmslos hausgemacht sind und bei jeder Bestellung frisch zubereitet werden sind die Preise schon eher lächerlich gering. Kleiner Tipp am Rande: das fast schon schlechte Gewissen kann man mit einem großzügigen Trinkgeld für de äußerst nette Bedienung wieder wettmachen. Egal ob man sich jetzt für die selbstgehobelten Spätzle, hausgemachten Maultaschen oder frisch gebackenen Seelen entscheidet, alle Zutaten kommen aus regionaler und biologischer Landwirtschaft und viele Gerichte gibt es auch in vegetarischer und sogar veganer Ausführung.

Zum Spätzle - schwäbische Spezialitäten in Hamburg


Als Nicht-Schwabe ist man mit solchen Gerichten wie Linsen mit Spätzle und Wienerle erst einmal nicht vertraut und vielleicht auch ein wenig skeptisch, aber die Kombination ist überraschend gelungen und dazu noch magenfreundlich, was man von Käsespätzle ja eher nicht behaupten kann. Das Schöne am „Zum Spätzle“ ist auch die Gemütlichkeit des Ladens, unter Anderem dadurch, dass man eben nicht bedient wird, kommt man sich sehr unbeobachtet vor und hat eher das Gefühl mit seiner Begleitung zu Hause am Küchentisch zu sitzen. Da geht dann schon das ein oder andere Bier über den Tisch ohne dass man merkt wie gerade die Zeit verrinnt. Getränke holt man sich hier übrigens auch selber aus dem Kühlschrank, da fällt einem der Konsum noch viel weniger auf, ist ja wie zu Hause. Das Publikum ist recht bunt gemischt. In der Neustadt tummelt sich ja schon eher gut situiertes Volk, das sich die Mietpreise und die in den umliegenden Läden und Ateliers angebotenen Waren leisten kann, trotzdem hat man im „Zum Spätzle“ nicht das Gefühl, dass hier nur ein bestimmtes Klientel erwünscht ist. Im Gegenteil, durch das ungewöhnliche Konzept werden auch Studenten und Kreative angelockt und dies ergibt eine feine Mischung an Menschen. Da man aber auch ab von Schanze, St.Pauli und der damit einhergehenden Laufkundschaft ist, ist der Laden, zumindest unter der Woche, nicht brechend voll und man bekommt easy einen Platz um die unglaublich leckeren schwäbischen Spezialitäten zu genießen.

Zum Spätzle

Wexstr. 31

20355 Hamburg

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag 11.30 – 15.00 & 18.00 – 22.00

Samstag 11.30 – 22.00

www.zumspaetzle.de

 

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Freie Autorin
Autor: Janny Schulte Freie Autorin
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