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Alkohol von der Waterkant - Bier gebraut in Hamburg

Autor: AROMA BERLIN | 4.2.2015 |
Alkohol von der Waterkant - Bier gebraut in Hamburg

In Deutschland trinkt statistisch gesehen jeder Einwohner ca. 100 Liter Bier im Jahr. Na dann Prost! Die hohe Zahl verschleiert allerdings ein Problem der Bierbrauer, denn eigentlich sinkt der Bierkonsum stetig, und das schon seit Jahren. Vielleicht ist dieser Trend auch eine Folge des Niedergangs der lokalen Biersorten, denn kleine Brauereien werden seit Jahren von globalen Playern aufgekauft – mit dem Ergebnis, dass heute sehr viele Biere gleich schmecken. Anders als man es erwarten würde, werden heute Brauwettbewerbe und Biermessen nicht vom Mutterland des Reinheitsgebots gewonnen, sondern z.B. von Amerikanern. Welche Schmach für die deutsche Braukultur!

Parallel zur Geschmacksangleichung und Langeweile durch immer größere Brauereien gibt es eine gegenläufige Entwicklung, so ähnlich wie beim handgerösteten Kaffee. Vielerorts entstehen kleine Brauereien, die ein sehr individuelles Bier brauen. In Hamburg finden sich mittlerweile eine ganze Reihe dieser besonderen, lokalen Orte, wo man Wert auf Konzept, Zubereitung und Zutaten legt. Diese Firmen/Brauereien (es ist ja kein Ort an sich, sondern die, die „dahinterstecken“) bestehen auf das eigene und besondere Produkt, statt nur auf Massenproduktion zu setzen. Ein schönes Beispiel für eine verfeinerte Weiterentwicklung eines alkoholischen Produktes ist der Gin. Früher als Fusel verschrien, trifft man sich heutzutage gerne, um seinen besonderen Geschmack zu genießen. Bevorzugt mit Gurke oder pur trinkt man den Clockers Gin, ein original Hamburger Produkt, das man nur in einigen ausgewählten Läden kaufen kann. Oder in der Clockers Bar, wenn es mal wieder später wird.

Brauerei auf St. Pauli

Aber zurück zum Bier, von dem man ja eher annimmt, es sei eine bayrische Spezialität. Nachdem aus der legendären Bavaria Brauerei auf dem Kiez ein schickes Wohnviertel wurde, änderten sich Image und Geschmack der Arbeiterbrause. Aber es gibt ihn noch, den eigenen Biergeschmack aus St. Pauli. Auch er ist etwas schicker geworden, aber dafür kann man beim Brauen quasi zusehen und das Bier gleich vor Ort trinken. Hausgebraut, feingehopft, naturtrüb und kühl ist das blonde Blockbräu in der gleichnamigen Gaststätte. Man sitzt neben den Kesseln und hat zwei verschiedene hausgebraute, frische Biere zur Auswahl: selbstgebrautes Hefeweizen oder Pils. Direkt neben dem Tresen steht die Abfüllanlage für die Bierflaschen, die man in kleinen Mengen direkt kaufen kann. Das Geheimnis ist die Begrenzung, man muss gar nicht für Massen produzieren, denn man ist schon von der Größe der Produktionsanlage her auf eine kleine Menge festgelegt. Das Bier ist frisch, morgens ist der Braumeister vor Ort und stellt alle Zutaten nach dem eigenen Rezept mit Sorgfalt zusammen. Und wenn es aus ist, dann braut man eben wieder neu. Wie in einem guten Traditionsgasthaus: Wenn ein Gericht ausverkauft ist, muss erst wieder neu gekocht werden.

Brauerei auf St. Pauli

Etwas weiter oberhalb der Elbe gibt es noch einen anderen mutigen, geschmackssicheren Betrieb, der mit einer eigenen Marke antritt: das Ratsherrn Bräu. Mitten in der Schanze, in den Schanzenhöfen beheimatet, bezieht man sich auf die Wiederbelebung der alten Braukultur, die in Hamburg historisch bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Die Ratsherrn bieten neben Pils auch ein naturtrübes Bier an. Das Konzept der Ratsherrn ist allerdings etwas anders: Es hat keine spezielle Brauereigaststätte. Dafür kann man Ratsherrn Bier in diversen Läden kaufen und in Flaschen abgefüllt mit nach Hause nehmen. Eine stetig wachsende Fangemeinde gibt den Braumeistern recht. Vielleicht kehren die glorreichen Zeiten der Bierkultur ja doch wieder nach St. Pauli zurück.

Clockers Gin

http://www.clockers-hamburg.de/

Adresse: Paul-Roosen-Straße 27

Blockbräu

http://www.block-braeu.de/brauhaus/

Adresse: St. Pauli Landungsbrücken 3

Ratsherrn

http://www.ratsherrn.de/

 

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DJ Aroma
Autor: Aroma Berlin DJ Aroma
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