GROUPON GUIDE HAMBURG

Best Burgers against Bad Vibes im Saints & Sinners

Autor: JANNY SCHULTE | 8.9.2014 |
Best Burgers against Bad Vibes im Saints & Sinners

Wer kennt sie nicht, die Tage an denen einfach alles ein bisschen too much ist.

Das fängt meist schon damit an, dass man zuerst einmal schlecht geschlafen hat und danach scheint es unausweichlich, dass man mit dem linken Fuß zuerst aufsteht.

Spätestens wenn dann die Milch überkocht und man beim Blick in seinen e-mail Posteingang einen Schreikrampf bekommt weiß man, der Tag kann nur anstrengend werden.

Da heißt es dann, Augen zu und durch. Nicht nach rechts und links gucken, einfach stur weitermachen und innerlich immer wieder den schönen Spruch vom guten alten Buddha vor sich hinmurmeln: „be water my friend“.

Irgendwann kommt der Feierabend und da ist Erfreuliches in Aussicht, das Saint & Sinners in der Talstraße St.Pauli. Auf Empfehlung eines alten Rockabilly Kollegen werden hier heute Burger verhaftet und nach so einem nervenaufreibenden Tag freut sich der innere Schweinehund auf Fett, Fleisch und Fritten.

Zum Glück hat die Begleitung für den Abend genau so einen Scheißtag wie man selber und man kennt sich schon lange genug um nicht mehr voreinander performen zu müssen. Das heißt, zwei abgekämpfte alte Freundinnen hängen wie ein Schluck Wasser in der Kurve auf ihren Stühlen und bestellen „wie heißt dieser Burger mit doppelt Fleisch? Juicy Lucy? Yo her damit“

Anstatt regulärer Pommes werden auch Süßkartoffelfries angeboten, das ist genau unser Ding, das hebt die Laune schon mal beträchtlich.

Die Bedienung trägt auch zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens bei, nett, freundlich und unaufdringlich aber mit Charme wird hier alles zackig erledigt. Leider zieht sich die Wartezeit auf das Essen ein wenig, das sei jedoch verziehen, wird ja alles ganz frisch zubereitet und außerdem gibt es genug über diesen Dreckstag zu lästern. Nachdem dann der erste Frust erst mal abgelassen wurde stehen die Burger dann auch schon vor uns und das was einem als erstes in den Kopf schießt ist die Frage; wie esse ich dieses Monster jetzt, ohne dass ich mich zum totalen Affen mache?

Saints & Sinners Hamburg

Jedes mal ist man kurz versucht Messer und Gabel beiseite zu legen und zum Trotz aller Benimmregeln mit den Händen zu essen, aber dann ist klar, das wird doch auch wieder nichts, so weit kriegt man seinen Mund gar nicht auf, da müsste man schon seinen Kiefer aushaken können. Ein Glück ist der Burger mit einem Holzstab gesichert, da schneidet man jetzt fein säuberlich drum herum bis er schlussendlich doch wieder zusammenfällt.

So oder so, das Essen muss jetzt in den Körper, sonst klappt man nicht nur psychisch, sondern auch gleich auch noch physisch aus den Latschen und das gilt es zu vermeiden.

Während des Essens merkt man schon, das war genau die richtige Entscheidung.

Der gewünschte Wohlfühleffekt setzt fast augenblicklich ein.

Die Gespräche verstummen erst einmal völlig und werden dann ganz entspannt wieder aufgenommen, wobei nur seichte Themen angesprochen werden.

So langsam kann man auch mal die Umgebung wahrnehmen.

Saints & Sinners Hamburg

Ziegelsteinmauern liefern das rustikale Ambiente im Saints & Sinners. Gemälde mit Totenköpfen und Bilder von Konzerten bringen den Rock´n´Roll Flair, genauso wie die vielen tätowierten Gäste und das Personal.

Weiße Tischdecken und Kerzenlicht, sowie eine ausgesprochen umfangreiche Karte mit vielen veganen Gerichten und „fairem“ Fleisch aus der Region, sowie die Größe und die Qualität des Essens rechtfertigen die 12,50€ für einen Burger.

Auch sonst kann man sagen dass die Besitzer des Saints & Sinners alles richtig gemacht haben.

Die seit Jahren in Berlin um sich greifende Burgermania erreicht langsam die Hamburger Hipster. Da sorgt die Lage direkt am Transenstrich in der Schmuckstraße natürlich genau für den richtigen, verruchten Flair. Das ganze allerdings in dem Meganeubau, der schmerzlich klar macht, St. Pauli befindet sich in einem rasanten Wandel. Ob das jetzt gut oder schlecht ist? Man weiß es nicht, man wird sehen was die Zukunft bringt. Es bringt nichts die neuen Sachen immer nur zu verteufeln.

Sagen wir so, so lange der legendäre Deniz Imbiss und andere alteingesessene St.Paulianer bleiben dürfen bringt der ein oder andere Laden frischen Wind auf die Speisekarte und das ist bestimmt nicht das allerschlimmste. Solange es bei inhabergeführten Läden bleibt und nicht McDonalds oder Starbucks das Kommando im alten Pauli übernehmen ist ja noch alles gut.

Saints&Sinners

Talstraße 29

20359 Hamburg

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag 12.00-15.00 / 18.00-23.00

Samstag – Sonntag 18.00-23.00

http://www.saintsandsinners-stpauli.de/

 

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Autor: Janny Schulte Freie Autorin
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