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Bogen 2 in Köln: Party im Brückenpfeiler am Hauptbahnhof

Autor: RAOUL KRANZ | 21.7.2014 |
Bogen 2 in Köln: Party im Brückenpfeiler am Hauptbahnhof

Wer in Köln ausgehen will, denkt wohl weniger über das Zentrum rund um den Hauptbahnhof nach. Hier tummeln sich tagsüber schließlich die Touristen, lassen sich ihre Mützen vom unbarmherzigen Wind am Domplatz pusten, quälen sich durch das Römische Museum und schießen die obligatorischen Fotos vor der Altstadt-Kulisse am Rhein.

Doch auch als Kölner mit Feierabsicht (oder Anwohner, der auf eine gute ÖPNV-Verbindung angewiesen ist) ist man mitten im Zentrum alles andere als verkehrt – jedenfalls, wenn der Uhrzeiger auf die 12 zugeht. Denn nachts verwandelt sich die überlaufene Gegend. Während sich die Touris auf ihren durchgelegenen Matratzen in den Schlaf wälzen, steigt zwischen dem McDonalds am Hbf-Ausgang Breslauerplatz und der hübschen Hohenzollernbrücke über dem mittlerweile tiefschwarzen Rhein fette Partys. Direkt unter dem Gleisbett, in einem Brückenpfeiler gegenüber dem „Musical Dome“ (ganz genau: in der Trankgasse 20) befindet sich nämlich einer der Elektro-Clubs Köln: Der Bogen 2.

Bogen 2 in Köln

Bei größeren Feiern ist der unauffällige Eingang meist schon mit quatschenden und rauchenden Gästen belegt, während man bei kleineren Events selbst beim Vorbeilaufen nicht unbedingt darauf kommen würde, was hinter der dicken Backsteinwand so alles von statten geht. Übrigens: Hier gibt es auch günstige Proberäume für Musiker, die sich mit verständnislosen Nachbarn herumschlagen müssen!

Ein langer, schlauchartiger Flur, der sich je nach Befinden durchaus in ein undurchschaubares Labyrinth verwandeln kann, führt vom Eingang zur Garderobe, den kaum zumutbaren Toiletten und schließlich hinauf ins abgedunkelte Obergeschoss. Der Dancefloor mit großer Bar am einen und Bühne/ DJ-Pult am anderen Ende lädt mit seinem zerschlissenen Ambiente und den urigen Sofas sofort zum Verweilen ein. Die Züge rattern direkt über die Köpfe der Partygäste: Mehr urbanes Feeling geht nicht! Sollten die riesigen Bogen-Fenster zur Abwechslung mal offen stehen (was bei langen Partys gerade im Sommer durchaus mal passiert), kommt man in den Genuss einer einzigartigen Aussicht. Die Getränke- und Eintrittspreise sind normal, das Publikum meist jung und gut durchmischt, was aber auch stark mit der jeweiligen Party zusammenhängt.

Bogen 2 in Köln

Nicht nur die Sausen der Kölner Drum’n’Bass-Crew Quake gehen im Bogen 2 regelmäßig über die Bühne und haben mit ihrer ausgefallenen Deko und dem deftigen Sound nicht nur unter Kölner Bass-Fanatikern längst Kultstatus. Weitere Highlights im Bogen 2 sind eher junge Partyreihen wie „Trash Island“ mit 90er-Sound oder „Kabelbrand“ mit verspulten Elektro-Sounds. Auch kleinere Konzerte und Lesungen finden ab und zu statt: Optimale Gelegenheiten, um das einzigartige Ambiente des Bogens ganz in Ruhe kennenzulernen.

Geheimtipp: Wer sich vor lauter Clubben nach etwas Ruhe und Erfrischung sehnt, kann einfach eine nächtliche Runde über die Hohenzollernbrücke drehen. Je nach Begleitung (und ob die Sterne einem freundlich gesonnen sind) könnte dort danach ein symbolisches Schloss mehr baumeln: So viele Liebesbekenntnisse auf einmal lassen schließlich niemanden kalt...

Weitere Infos:

http://www.bogen2.de/

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Autor: Raoul Kranz Freier Autor
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