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Burger in Köln, München und Berlin: Die Fette Kuh, Shiso Burger und Schnelle Liebe

Autor: SOPHIA SCHILLIK | 14.7.2014 |
Burger in Köln, München und Berlin: Die Fette Kuh, Shiso Burger und Schnelle Liebe

Ich habe einen Traum. In diesem Traum duftet es nach purem Umami: gegrillten Rindfleischpatties, frisch gebackenen Buns mit krosser Sesamkruste und knusprig-heißen, leicht chilischarfen Süßkartoffelpommes. Es gibt hausgemachte Limonade, entspannte Leute, die plaudernd an hölzernen Tischen sitzen und feine Musik, die mich gut gelaunt mit dem Fuß wippen lässt. Und: Ich habe Hunger. So richtig. HUNGER!

Dann kommt das Essen. An dieser Stelle wird der Traum so richtig gut. Manchmal ist es aber auch gar keiner und ich beiße nicht schlafwandlerisch, sondern ganz real in meinen Teriyaki-Burger mit Avocado und Sesammayonnaise – für mich der beste Burger in der Kölner Burgerbraterei Die Fette Kuh. Er schmeckt fast schon überirdisch gut: würzig, sämig, avocadoig, lecker! Ich ertappe mich dabei, wie ich in Gedanken noch einen zweiten ordere. Aber das schaffe ich tatsächlich nur in meinen kühnsten Träumen. Was dagegen immer noch dazu bestellt werden muss: Der Babyspinatsalat mit Rumpsteakstreifen, Cocktailtomaten und einem regelrecht süchtig machenden, an die eben erwähnte Teriyakisauce angelehnten Dressing. Sowohl die Steaks (Prime Beef Qualität!) wie auch das Fleisch für die Patties stammen ausschließlich von niederrheinischen Weidetieren, die Zutaten für Pommes, Salate und Dips sind durch die Bank topfrisch und achja, die Bänke. Auch einigermaßen bequem, wenngleich man sich – wie bei Imbissen üblich – seinen Sitzplatz mit Geduld verdienen muss. Dann heißt es nochmal warten, bis die Grillmeister die Namen über die Theke rufen, mal mehr, mal weniger verständlich. Macht aber nichts, meist drehen sich sowieso erwartungsvoll alle Köpfe. Man merkt: Wer hierher kommt, hat Wolfsappetit. Für figurbewusste Mädels und weniger hungrige Kerls gibt es die Option, alle Burger mit 120 g Fleisch statt satter 200 g zu ordern. Aber wer macht das schon?

Bei Shiso Burger in Berlin dagegen folgt man eher der Devise „klein, aber fein“. Wer also kurz davor ist, ein Rind zu reißen, könnte hier falsch sein – oder muss sich einmal komplett durch die Karte essen. Eigentlich gar keine so schlechte Idee, denn die Burger auf der Karte klingen von A-Z verboten lecker. Neben dem Signature Dish des Asia-Bistros, dem Shiso Burger mit Thunfischpattie, Koriander, Shiso-Blatt, roten Zwiebeln und Chilimayonnaise, gibt es auch altbewährte Klassiker sowie weitere abgefahrene Varianten wie z.B. den Ebi Burger mit panierten Garnelen und Honig-Ingwer-Senfsauce oder einen Burger mit Lachs, Misosauce und Philadelphia. Alle Gerichte werden in Dim Sum-Steamern aus Bambusholz serviert, man sitzt sehr gemütlich an schlichten Tischen bei gedämpftem Licht und fühlt sich dabei ein bisschen wie in einem Feng Shui-Bilderbuch. Und der Service? Ist ziemlich sympathisch und extrem geduldig, weil wir uns jedes Mal aufs Neue nicht entscheiden können. Keinesfalls übergangen werden können die Süßkartoffelpommes (ja genau, die aus meinem Traum)! Frisch gepresste Säfte und ein Salat von der Tageskarte hebeln das Prinzip Junk Food vollends aus: Das hier ist feinstes Asia-Streetfood, nur eben zwischen zwei Brötchenhälften. Wer hat hier nochmal was von ungesund gesagt?

Shiso Burger in Berlin

Trotzdem, manchmal muss auch das sein. Fettes Essen und schnelle Liebe? Harmoniert ganz wunderbar! Bei Schnelle Liebe im Münchner Glockenbachviertel habe ich schon so manchen Burger verdrückt, hier gehen Münchens alternative Szene-People hin, wenn sie der Burgerhunger überfällt. Eigentlich ein echtes Phänomen: Trotz nicht ganz unerheblicher Enge und zu Stoßzeiten geduldsfadenstrapazierender Wartehaltung gehen die Burger hier weg wie warme Burgerbrötchen respektive Semmeln. Im Sommer kommen dank Bierbankanbau immerhin ein paar Quadratmeter Sitzfläche hinzu, dann macht auch das Feierabendbier und der Aperol Sprizz zum Salat mit Ziegenkäse und Mango-Chutney ein bisschen mehr Spaß, weil die Klamotten danach nicht so nach gebratenem Hack riechen. Aber wenn ich ehrlich bin, ist auch das ok: Ich bin jetzt schließlich ein echtes Bun-ny.

Die Fette Kuh

Bonner Str. 43

50677 Köln

Shiso Burger

Auguststr. 29 C

10119 Berlin

http://www.shisoburger.de

Schnelle Liebe

Thalkirchnerstr. 12

80337 München

http://www.schnelleliebe.de

 

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Cucina Piccina
Autor: Sophia Schillik Cucina Piccina
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