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Cocolo Ramen - Nudelsuppe beim vietnamesischen Japaner

Autor: JENS HOHMANN | 20.2.2015 |
Cocolo Ramen - Nudelsuppe beim vietnamesischen Japaner

Ramen kennt jeder. Gibt’s im Supermarkt, kleine, quadratische Tüten mit einem Block Nudeln darin, die man mit heißem Wasser übergießt und die im Magen liegen als wären sie aus Gummi. Diese Dinger sind dafür gemacht, eine Apokalypse zu überstehen.
Nur: Das sind eben keine echten Ramen. Ramen sind in Japan (wo sie her kommen) so etwas wie bei uns die Pizza oder der Döner. Man kriegt sie an jeder Ecke und in unzähligen Variationen. Sie bestehen aber immer aus einer (frischen) Brühe, den namensgebenden (frischen!) Weizennudeln und Zutaten wie Ei, Fisch, Fleisch, Frühlingszwiebeln etc. Klassisches japanisches Fast Food, und auf jeden Fall gesünder als eine Packung frittiertes Hühnerpüree beim großen, gelben M.

Cocolo Ramen in Kreuzberg

Echtes japanisches Essen in Berlin

In Berlin kommen Esskulturen aller Herren Länder zusammen – egal wie exotisch eine Küche ist, irgendwo bekommt man sie. Auch Japan ist in der Berliner Gastronomie schon lange vertreten, vor allem mit Sushi. Wirklich anders wurde das erst mit Cocolo. Der Laden am Paul-Linke-Ufer ist eine klassische Ramen-Bude. Eine schlichte, gemütliche Einrichtung mit viel Holz erinnert ebenso an das japanische Original wie die Gerüche und die Vielfältigkeit der Kundschaft – hierher kommt jeder, Tourist, Anwohner, Schlipsträger oder Hipster, ganz egal. Die Preise sind moderat und die Portionen wirklich groß.

Das Essen im Cocolo ist wirklich gut und auch typisch japanisch. Das beginnt schon bei den Vorspeisen: Da gibt es zum Beispiel Edamame, grüne Sojabohnen, die in Fernost üblicherweise gegessen werden, wenn man vor hat, zu tief in's Glas zu gucken. Apropos Glas: Zu Ramen wird Bier getrunken. Basta (ok, für Frevler gibt’s auch Sake). Wer das einmal gemacht hat, am besten an einem regnerischen Herbsttag, der weiß auch warum. Bier gibt es deshalb im Cocolo auch, sogar echtes Japanisches. Aber zum Wichtigsten: Den Ramen. Die Karte ist überschaubar, was aber nicht schlecht ist, im Gegenteil: Japanische Küche lebt von der Frische ihrer Zutaten. Und da Ramen erstaunlich viel Aufwand benötigen, um richtig gut zu werden, ist die kleine Karte ein Indiz für Qualität. Da kommt halt dann nix aus der Dose. Im Angebot sind einige japanische Klassiker und wechselnde Specials, bei denen sicher jeder etwas findet.

Cocolo Ramen in Kreuzberg

Mal was anderes als nur Italiener und Eckkneipe

Und wer dann vollgestopft ist bis oben hin, der sollte ein wenig abwarten, bis wieder Platz ist – es gibt natürlich Nachtisch. Besonders empfehlenswert ist das Matcha-Eis, das mit Grünteepulver gemacht wird. Wirklich schade, dass man das nicht öfter bekommt in Berlin, dieses Eis kann man gar nicht schlecht finden. Alles in allem ist das Cocolo ein perfekter Ausgangspunkt für Kneipentouren durch Kreuzberg oder Neukölln (wobei es auch am nächsten Tag gelegen kommt, Ramen sind ähnlich gute Katerkiller wie die vietnamesische Pho). Das Lokal lohnt sich aber auch tagsüber, auf der Terasse lässt sich's aushalten.
Das Cocolo Ramen hat Montags bis Samstags von 12 bis 23 Uhr geöffnet und am Sonntag von 18 bis 23 Uhr.

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Autor: Jens Hohmann The Club Map
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