GROUPON GUIDE BERLIN

Der Britzer Garten oder Den Kopf frei kriegen im Grün-Bunten

Autor: SABINE WIRSCHING | 13.3.2015 |
Der Britzer Garten oder Den Kopf frei kriegen im Grün-Bunten

Man braucht in Berlin gottlob kein eigenes Haus, um jederzeit Gartenzugang zu haben. Die Stadt hat überall grüne Ecken zu bieten und die Berliner sind erfinderisch darin, sich diese Ecken mit Hängematten, Klappstühlen und Sperrmüllsofas zu eigen zu machen.

Ich bin dabei ja nicht nur ein Fan von kronkorkenübersäten Trampelrasenflächen à la Mauerpark, sondern vor allem von den Botanischen Gärten. Der Britzer Garten am untersten und oft gemiedenen Zipfel Berlins zwischen Neukölln und Tempelhof ist dabei nicht nur aus wohntechnischen Gründen des Öfteren meine erste Wahl.

Der 90 Hektar große Park ist dabei schon beinahe so alt wie ich: Im Zuge der Bundesgartenschau wurde er am 16.04.1985 eröffnet und hat sich seitdem als einer der schönsten Erholungsparks von Berlin einen Namen gemacht. 2002 wurde der Britzer Garten sogar in die Liste der 10 schönsten Gärten Deutschlands gewählt.

Britzer Garten in Berlin

Der entspannt und sanft hügelig gestaltete Landschaftspark mit Seen, Bächen und Quellen, Wiesen, Gehölzen und bunten Blumenbeeten hat dabei nicht nur viele gemütliche Sitzplätze zum Ausruhen zu bieten. In den Sondergärten wie z.B. Rosengarten, Hexengarten, den Themengärten, der Gehölzschau und dem Rhododendronhain gibt es auch je nach Jahreszeit unterschiedliche Pflanzenschönheiten zu bewundern. Dazu kommen die Sonderschauen wie Tulipan im Frühling, wenn alle Beete mit voller Tulpenleuchtkraft erstrahlen, oder das Dahlienfeuer im Herbst, wenn sich die Gartensaison in aller Pracht verabschiedet.

So trifft man das ganze Jahr durch jede Menge Blumenbegeisterte aller Altersstufen (wobei gilt je jünger, desto nasser – schließlich hat der Britzer Garten auch eine große Wasserspielplatzanlage im Programm). Dazu kommen Jogger und Nutzer des Sport- und Gesundheitsangebots, jede Menge Rentner und ein paar Handvoll Sonnenanbeter unter vierzig. Eine relaxte Mischung also.

Britzer Garten in Berlin

Mein Lieblingsort im Britzer Garten ist neben dem Labyrinth mit seinen abgefahrenen Skulptur-Brunnen der Karl-Foerster-Garten. Hier gibt es nämlich nicht nur interessante Steingewächse zu betrachten, sondern ganz versteckt auch Gastronomie mit 80er-Jahre-Charme – und eine Bibliothek. Zwar nur für Mitglieder und vor allem mit – surprise! – Gartenbüchern, aber trotzdem toll und gemütlich.

Wer keine Lust mehr zum Laufen hat, kann sich auch gegen einen Zusatzobolus von einer kleinen Parkbahn durch die Grünanlagen schunkeln lassen. Wer Lust zum Laufen und Stehenbleiben mit System hat, ist dagegen bei den Führungen vom Freilandlabor Britz e.V. richtig: Der Förderverein zur Naturerziehung bietet Erwachsenen und Familien fast das ganze Jahr über Führungen zu den Themen Botanik und Vogelkunde an.

Klingt nach einem vollgepackten Tagesprogramm? In der Tat. Denn bis man alle Wege erwandert, jedes Beet bewundert, auf jeder Wiese in die Sonne geblinzelt und in jedem der drei schönsten Cafés ein Eis gegessen hat, vergehen schon ein paar Stunden. Und wenn man dann noch das Kind in die Fontänen tauchen, durch den Abenteuerspielplatz toben und die Wiesenabhänge hinunter kollern lässt, hat man auch den Familiensonntag angenehmstens ausgenutzt.

Britzer Garten in Berlin

PS: Es funktioniert übrigens auch mit älteren Kindern und Müttern, sagt meine Mutter. Außer, dass ich den Hügel nicht mehr runterrolle, auch wenn er noch so verführerisch aussieht.

Eingänge: Sangerhauser Weg, Tauernallee, Mohriner Allee, Buckower Damm, Massiner Weg und Blütenachse (Zimmererweg). Kassenöffnung täglich ab 9-16 Uhr (November bis Februar), bis 18 Uhr (März und Oktober) und bis 20 Uhr (April bis September). Eintritt während Sonderschauen 3 Euro, sonst 2 Euro.

http://www.gruen-berlin.de/parks-gaerten/britzer-garten/

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Autor: Sabine Wirsching Rocknroulette
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