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Die Harburger Berge und die Fischbeker Heide - Natur pur in Hamburgs Süden

Autor: JANNY SCHULTE | 25.2.2015 |
Die Harburger Berge und die Fischbeker Heide - Natur pur in Hamburgs Süden

Wie singt Jan Delay so schön im Beginner Song „City Blues“ - Denn bei euch im Süden von der Elbe, da ist das Leben nicht dasselbe. Nun ja wenn man es ganz genau nimmt, würde Neugraben dann ja schon nicht mehr dazu gehören. Tut es aber, und man muss sagen, zum Glück! Nirgends gibt es schönere Wälder und beeindruckendere Natur als hier.
Was aber ebenso auffällt, wenn man sich in den Hamburgs Süden begibt? Das soziale Gefälle. Bis Wilhelmsburg scheint die Welt, zumindest oberflächlich, in Ordnung. In den letzten Jahren wurde viel Geld in den Stadtteil gepumpt und das sieht man auch. Ab Harburg bröckelt die Fassade dann aber wieder langsam und spätestens wenn man in Neuwiedenthal ankommt, erkennt auch ein „Blinder mit Krückstock“, dass hier in den nächsten Jahren was passieren muss.

Nun ja, die Sozialstudien sollen heute das Thema nicht sein, sondern im Gegenteil, dass der Kopf endlich mal ausgeht und vernünftig durchgepustet wird, ist das Ziel das man hat, wenn es einen als Innercity-Hamburger in die Harburger Berge oder in die Fischbeker Heide zieht.

Fischbeker Heide

Die Harburger Berge sind wirklich unglaublich.
Dieser Mischwald ist unfassbar groß und man sollte sich als unerfahrener Wanderer eher nicht auf seinen Instinkt und Orientierungssinn, sondern lieber auf eine der angegebenen Wanderrouten verlassen. Der ideale Ausgangsort für einen Tag in den Harburger Bergen ist die Kärntner Hütte. Diese an der Busstation „Haake“ gelegene Gaststätte ist einfach mit dem 141er Bus vom Neugrabener Bahnhof zu erreichen.

Bei schönem Wetter kann man auf der Terrasse sitzen und es sich nach einer anstrengenden Wanderung bei deftiger Hausmannskost gut gehen lassen. Die Bedienung ist nett und freundlich, aber woher die Tendenz zu Österreich (Kärtner Hütte, Stiegl Bier aus Salzburg) und zum Verzehr von Pferden (Rosswürste, etc.) kommt, lässt man vielleicht lieber im Dunkeln. Manche Dinge möchte man gar nicht so genau wissen und wie lautet das Credo: „Leben und leben lassen“, ich muss ja kein Pferd essen, wenn ich es nicht möchte.
Die Harburger Berge scheinen auch für Mountainbiker ein wahres Paradies zu sein, denn dauernd kommen einem welche entgegen, die den Berg heraufhecheln, oder viceversa, runterpesen.

Wanderweg in der Fischbeker Heide

Das absolute Highlight aber, das Neugraben und Umgebung zu bieten hat, ist die Fischbeker Heide. Die kleine Schwester der Lüneburger Heide ist genau so, wie man es von kitschigen Postkarten kennt. Bei gutem Wetter spannt sich ein stahlblauer Himmel mit Schafswölkchen über die endlosen lila leuchtenden Heidekrautfelder, die zwischendurch von einzelnen Baumgruppen unterbrochen werden. Die Waldwege sind wirklich nur schmale Wege und man muss aufpassen, dass man nicht über das Wurzelwerk stolpert, zwischen dem sich der Sand versteckt, während man im Vorbeigehen Blaubeeren pflückt, die hier in rauen Mengen wachsen.

Das gesamte Gebiet ist Naturschutzgebiet und es ist verboten die Wege zu verlassen und das ist auch gut so, denn es lohnt sich wirklich, dieses wunderschöne Stück Natur zu erhalten. Wer das Glück hat, an einem Wochentag hierher zu kommen wird nicht vielen Menschen begegnen und die Ruhe ist einfach nur unglaublich. Man kann kaum verstehen, dass hier nicht mehr Menschen sind, denn man braucht nur 45 Minuten aus der Innenstadt und der 250er Bus fährt einen von Neugraben bis direkt an die Fischbeker Heide.

Weitere Infos:

http://de.wikipedia.org/wiki/Harburger_Berge
www.fischbeker-heide.de

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Freie Autorin
Autor: Janny Schulte Freie Autorin
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