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Die Märkische Schweiz: Natur trifft Kultur

Autor: KATJA THIEDE | 16.3.2015 |
Die Märkische Schweiz: Natur trifft Kultur

Das Schöne an Berlin: Fährt die Bahn ausnahmsweise mal zuverlässig, kann man in kaum mehr als einer dreiviertel Stunde bereits Waldluft schnuppern oder seine Decke am See ausbreiten. Und das unabhängig davon, in welche Himmelsrichtung man von Mitte aus aufbricht. Nach Osten raus, gleich hinter der Endstation der S-Bahn in Strausberg, beginnt der Naturpark Märkische Schweiz, der sich hervorragend für eine sonntägliche Landpartie eignet – ob mit dem Auto, zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Märkische Schweiz: Geschichtsstunde in den Seelower Höhen

Streng genommen liegt das Örtchen Seelow etwas außerhalb des Naturparks. Aber wer schonmal in der Ecke ist, kann die Gelegenheit nutzen und sein Geschichtswissen auf Vordermann bringen. In den Seelower Höhen erinnert nämlich ein Mahnmal an die letzte große Schlacht zwischen Wehrmacht und Roter Armee im Zweiten Weltkrieg, bevor letztere schließlich die Hauptstadt erreichte. Im dazugehörigen Museum werden die Ereignisse zwischen Oder und Berlin bis zum Frühjahr 1945 dokumentiert.

Das Künstlerdorf Ihlow in der Märkischen Schweiz

Schloss Neuhardenberg: Kunst, Lesungen und Gastronomie mit VIP-Faktor

Kaum 15 Minuten Autofahrt von den Seelower Höhen entfernt liegt Schloss Neuhardenberg, eine beeindruckende Anlage mit riesigem Schlossgarten, einer niedlichen Kirche und diversen Ausstellungsräumen in den Kavaliershäusern. Neben Kunst- und Fotoausstellungen finden hier wöchentlich Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen statt, die durchaus prominent besetzt sind. So finden sich Namen wie Iris Berben, Peter Sloterdijk oder Ute Lemper im Veranstaltungskalender. In der Brennerei oder im Restaurant des 5-Sterne-Hotels, das ebenfalls auf dem Gelände liegt, darf geschlemmt werden.

Das Künstlerdorf Ihlow in der Märkischen Schweiz

Ihlow: Künstlerdorf in der Märkischen Schweiz

Wie es sich für einen Berliner am Sonntagnachmittag gehört, dürfen ein Käffchen in der Sonne und die Suche nach einem Schnäppchen auch auf der Landpartie nicht fehlen. Der ideale Ort für beides ist das Dörfchen Ihlow, wo sich zahlreiche Künstler niedergelassen haben, deren Höfe und Ateliers Besuchern offen stehen. In dem hübschen und beeindruckend großen Scheunen-Antiquariat des Ortes fällt es schwer, mit nur einem Schmöker wieder loszugehen – oder überhaupt loszugehen. Zu einladend steht das Sofa unter den alten Holzbalken vor dem großen Scheunenfenster. Wer den Absprung dennoch schafft, kann sich mit seiner neuen Errungenschaft im nahe gelegenen Bio-Hof-Café niederlassen und bei hausgemachtem Kuchen oder einer deftigen Schmalzstulle die märkische Idylle auf sich wirken lassen, bevor es zurück in den heimischen Kiez geht – der hier in der Märkischen Schweiz so unendlich weit weg scheint.

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Freie Autorin
Autor: Katja Thiede Freie Autorin
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