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Die vier besten Ideen für Wellness mit Wasser

Autor: AROMA BERLIN | 14.1.2015 |
Die vier besten Ideen für Wellness mit Wasser

Jeder kennt diesen Moment, wenn man völlig urlaubsreif ist, aber gerade nicht weg kann. Oder man braucht einfach dringend eine schöne Pause vom Alltag. Da ist das Meer eine feine Sache, aber in Deutschland ist es meist zu weit weg und im Winter auch zu kalt. Immer wenn dieser Moment kommt, gönne ich mir einen Wellnesstag. Im folgenden habe ich vier prima Varianten für einen Kurzurlaub - wenn das Meer gerade mal wieder nicht zur Stelle ist und man gerne eins hätte...

Hitze auch im Winter – die Sauna

Wenn es dafür kalt genug ist, gehe ich am liebsten in eine große Sauna mit vielen unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten. Am besten ist eine Sauna mit wenig Hitze, dazu eine sehr heiße mit Aufgüssen und ein Dampfbad. Natürlich dürfen ein gepflegter Ruheraum, Duschen und Abkühlbecken nicht fehlen. Am schönsten ist es, wenn auch noch unterschiedlich warme Sprudelbäder mit und ohne Salz vorhanden sind.

Meine amerikanischen Freunde sind immer ganz entsetzt von unserer FKK-Kultur, wenn ich sie in eine Sauna mitnehme. Denn zumindest in Berlin ist in den meisten Saunen Bekleidung strikt verboten, und außer an speziellen Tagen sind sie gemischt. Für mich ist es völlig normal und ich finde es sogar ziemlich entspannt, weil sich zu gewissen Uhrzeiten ohnhin eher ältere Leute in der Sauna zum Kaffekränzchen treffen. Im Zweifel bleibt ja einfach der Frauen- oder Herrentag, oder eine Sauna mit speziellen Bereichen.

Auf alle Fälle sollte man etwas Zeit mitbringen, denn ein entspannter Saunabesuch mit 2-3 Saunagängen braucht Ruhezeiten dazwischen, um seine positive Wirkung auf den Organismus zu entfalten. Nach den Vorgaben des deutschen Saunabundes ist es am besten, maximal 3 Saunagänge zu machen, mehr bringt in dem Fall nicht mehr und fördert die Gesundheit nicht. Vor der Sauna ist Duschen und Abtrocknen eine gute Maßnahme, ein warmes Fußbad wird ebenfalls empfohlen. In der Sauna fängt man am besten weiter unten an, denn da ist es nicht ganz so heiß. Wenn man schwitzt, kann man sich stufenweise höher legen; die letzten zwei Minuten ist es sinnvoll, sich aufzusetzen. Je nach Gefühl bleibt man zwischen acht und 15 Minuten in der Sauna. Danach lässt man dem Körper ein bis drei Minuten Gewöhnungszeit, bevor man sich kalt abwäscht oder das Tauchbad bentzt. Dann folgt eine Ruhepause. Wenn die Atmosphäre stimmt, kann man ein Buch mitnehmen und zwischendurch ein Schläfchen machen oder auch etwas kleines essen. Im Winter ist so ein Wellnesstag in der Sauna angenehm warm und fühlt sich fast wie Sommer an.

Strand

Die esoterische Variante der Entspannung - der Salztank

Einer meiner Freunde, der von Salztanks schwärmt, sagt, man fühle sich darin wie ein Kind im Mutterbauch. Alles ist still, das Wasser hat genau oder etwas mehr als 37 Grad, also unsere Körpertemperatur. Es hat soviel Salzgehalt, dass man sich wohl fühlt und nicht untergeht. Und man ist in der völligen Dunkelheit des kleinen Raumes komplett vor den Ablenkungen des Alltags sicher. Viele sagen, es sei für sie total entspannend und die 30 bis 45 Minuten würden wie im Flug vergehen, da man im Dunkel des eiförmigen Tanks komplett die Zeit vergisst. Ich hatte als erstes Sicherheitsbedenken in so einem geschlossenen Ort, aber die Tanks sind nicht tief und kameraüberwacht, um genau solche Risiken auszuschließen, insofern kann man es ja mal probieren sich auf die Erfahrung einzulassen, Kenner schwören drauf.

Hamam Pestemal

Der kleine Urlaub im türkischen Bad - das Hamam

Anders als gemischte Saunen ist mir kein Hamam bekannt, in dem sich beide Geschlechter gleichzeitg aufhalten. Das Hamam ist weder Schwimmbad noch Dampfbad. Im Grunde ist ein Hamam ein ziemlich archaisch anmutendes Badehaus mit unterschiedlich warmen und kälteren Räumen. Das Herzstück ist der Waschraum, meist in der Mitte mit einer warmen Liegefläche aus Stein und im Rund gruppiert kleinen Erkern, in denen es kleine Wasserbecken gibt, aus denen man schöpft. Normalerweise schüttet man das Wasser in kleinen Schüsseln so lange über den Körper, bis die Haut richtig aufquillt. Das kann dauern und ist eine entspannende, langsame Aufgabe. Es muss nicht unbedingt still sein, man kann dabei auch prima mit FreundInnen Neuigkeiten austauschen, aber so mal eben und schnell wäre völlig kontraproduktiv für die Atmosphäre.

Das Hamam ist ein Ort zum Entspannen. Und zum wirklich sauber werden. Also wirklich richtig sauber. Als ich das erste Mal in einem Hamam an mir schrubbte, dachte ich, ich sei ein durchaus gepflegter Mensch mit einer ansehnlichen Körperhygiene. Nachdem ich die Menge von Schuppen und Dreck begutachtete, die ich mit dem Seidenhandschuh sanft aus meiner Haut herausarbeitete, sah ich das etwas anders. Offenbar bindet die oberste Hautschicht unseres Körpers eine Menge Schmutz. Wasser und Schwitzen in Kombination bringen alles wieder heraus und lassen einen echt neu erscheinen. Am besten ist es, erst die Haut aufzuweichen, zu schrubben und danach Seife zu verwenden. Die verteilt man ebenfalls im Sitzen auf der Haut und wäscht sie immer wieder mit Schalen voll Wasser ab. Manche Hamams erlauben Unterwäsche, aber eigentlich macht das Waschen nackt viel mehr Spaß, wenn die Atmosphäre stimmt. Profi-Hamam-Besucher besitzen ein Pestemal, ein kariertes Handtuch, das ein wenig so aussieht, als hätte man Muttis Tischdecke gestohlen und sich um die Hüften gebunden. Meist kann man ein Pestemal ausleihen, aber so ein Karohandtuch aus Baumwolle ist eine gute Investition: für Frauen reicht es, um den ganzen Oberkörper darin einzuwickeln und damit herumzulaufen. Danach setzt man sich locker während des Waschens darauf, um nicht direkt nackt auf dem Stein zu sitzen. Da es aus dünner Baumwolle gesponnen ist, wiegt es nicht viel und trocknet schnell. Zum Abtrocknen braucht man ein anderes Handtuch. Einige Hamams bieten eine wohltuende Seifenmassage an (Sabunlama). Zwischendurch kann man leckeren türkischen Tee trinken oder einfach auf dem warmen Stein liegen bleiben. Irgendwann fühlt sich so ein Wellnesstag dann angenehm wie Urlaub an. Meist dauert so ein Hamambesuch zwischen 1,5 und 3 Stunden. Es empfiehlt sich, Badeschlappen und Handtücher sowie Hygieneartikel mitzubringen. Zur Vervollständigung des Urlaubsgefühls empfiehlt es sich, hinterher noch lecker türkisch essen zu gehen - nach der Anstrengung des Badens schmeckt ein Köfteteller doppelt so gut.

Der Tag am Strand - das Spaßbad

Während es in Sauna und Salztank still und bedächtig zugeht, ist das Spaßbad wohl so ziemlich das genaue Gegenteil davon. Einige Spaßbäder ersetzen das kalte Meer im Winter und machen eine Welle zum Planschen. Oder es gibt eine Rutsche bzw. andere Attraktionen, wie Whirlpools und Massagebecken. Das klassische Spaßbad ist ein Ort, der mit Kindern am meisten Freude macht. Wilde Rutschen, Rutschen im Dunkeln oder mit großen Gummireifen sind ein Riesenspaß. Und wenn man selbst das viel zu große Kind ist, geht man am besten später in das Bad, dann sind die echten Kinder schon im Bett und man hat oft ganze Rutschlandschaften für sich. Einige Spaßbäder haben sich auf eine Klientel spezialisiert, die eher ruhiger ist, und bittenauch Kinder um Einhaltung dieser Ruhe. Solche Bäder sind dann eher auf Wellness spezialisiert und bieten mehr Sprudelbäder und Massagestrahlen statt Rutschen. Für alle gilt: Sie sind Spaßbäder, man kommt hier nicht zum Schwimmtraining hin, sondern als Ersatz für den Tag am Strand oder See.
Am Ende des Tages ist man meist ganz schön müde, aber glücklich und erholt.

Egal ob Salztank, Spaßbad, Sauna oder Hamam, die Seele hat nach einem solchen Wellnesstag wieder etwas Ruhe gefunden und der vom Wasser durchtränkte Körper füht sich einfach wohlig und sauber an. Und das Meer rückt zumindest im Kopf wieder ein Stückchen näher...

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DJ Aroma
Autor: Aroma Berlin DJ Aroma
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