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Eppendorf geschmackvoll - Hier gehen Schokolade und Feinkost Hand in Hand

Autor: AROMA BERLIN | 29.12.2014 |
Eppendorf geschmackvoll - Hier gehen Schokolade und Feinkost Hand in Hand

Eppendorf hat etwas Dörfliches, und das nicht nur, weil es im Namen enthalten ist. Historisch hat dieses Dörfliche seine Wurzeln hauptsächlich im 19. Jahrhundert, als Eppendorf noch so weit weg vom eigentlichen Zentrum Hamburgs gelegen war, dass hier viele reiche Leute ihre Landsitze hatten. Der Rest des Dorfes war gerade erst nach Hamburg eingemeindet worden, nachdem es über Jahrhunderte Klosterbesitz gewesen war. Mit dieser Tradition erklärt sich die auch heute noch vorhandene eigenständige und dörfliche Struktur im positiven Sinne.

Auch der Reichtum ist Eppendorf erhalten geblieben. Selbst im hanseatisch-bürgerlich geprägten Hamburg sticht Eppendorf immer noch mit einem Faible für den besonderen Geschmack und Luxus heraus. Aber natürlich ist Eppendorf vor allem ein Ort der lebendigen Stadtkultur. Luxus einerseits, Gebrauchsgut andererseits, zwei Pole, die auch auf Schokolade zutreffen. Schokolade hat eine lange Geschichte als Genussmittel für Menschen, die sich das Luxusgut leisten konnten, bis um 1800 herum mit der Industriellen Revolution Schokolade auch zum Massenprodukt wurde. Das lag einerseits an den neuen Maschinen zur Verarbeitung und andererseits an den größeren Anbaugebieten, die überhaupt erst in der Lage waren, die große Nachfrage zu bedienen. Mit dem Zugang zur Schokolade änderte sich auch ihre Form: Aus der traditionellen Trinkschokolade wurde die handliche Tafelschokolade. Aus Luxus ein Alltagsgegenstand. Inspiriert von einem ganzen Buch über Schokolade und ihre Geschichte habe ich mich auf einen Spaziergang durch Eppendorf gemacht, um dem dörflichen Schokoladenluxus auf die Schliche zu kommen, denn ich habe mir sagen lassen in Eppendorf könne man ganz besondere Schoki finden. Außerdem ist Schokolade eine prima Entschuldigung für einen Einkaufsbummel, auch wenn man gerade gar nichts braucht. Und Eppendorf ist die beste Kulisse für mein Bedürfnis nach Leute gucken.

Schokovida in Hamburg

Schokovida in Hamburg

Die Gegend um den Eppendorfer Baum ist eine Art Epizentrum. Zu gewissen Uhrzeiten scheinen sich die lokalen Bewohner alle heimlich zu verabreden. Alle erscheinen gestylt zum Einkaufen oder zum Flanieren. Wer nichts braucht, tut einfach so als müsse er einkaufen. So laufe ich vorbei am Delikatessengeschäft, am Surfladen, an Boutiquen, am Blumenladen und am Zeitungskiosk, bis ich kurz hinter der U-Bahn-Haltestelle Eppendorfer Baum in einer Seitenstraße bei Schokovida ankomme. Dieser Laden ist ein Paradies für Schokoliebhaber, denn fast alle Produkte sind aus eigener Produktion und mit Liebe zum Design im Laden ausgestellt. Die handgeschöpfte Schokolade ist sehr delikat, aber das coolste sind die Formen. Saisonal gibt es spezielle Produkte in allen erdenklichen Farben und Geschmacksrichtungen, so z.B. zu Weihnachten den Erdbeerklaus, einen Schokoladenseemann mit Erdbeergeschmack. Echte Patrioten und Touristen freuen sich über Hamburger Motive wie Alsterblick, Heimathafen, Elbstrand oder Fischkopp als Schokoladentafel. Und zum ad hoc Genuss reicht ein Blick in die Vitrine, die das bestimmende Element des Ladens ist. Unter dem langen Tresen finden sich erlesene Pralinen und kleinere Schokotafeln. Im Sommer kann man vor dem Laden einen gemütlichen Kaffee oder heiße Schoki unter einem Kastanienbaum konsumieren, im Winter gibt es dafür eine kleine Lounge im Schaufenster des Geschäfts.

Schokovida in Hamburg

Keine 5 Minuten zu Fuß entfernt liegt ein Eppendorfer Klassiker, das Mutterland. Es gibt mehrere Filialen vom Mutterland in ganz Hamburg verstreut, aber jede hat etwas Individuelles, das es so in den anderen Geschäften nicht gibt. In der Eppendorfer Filiale ist es die Variante Edelbitter mit einer feinen Note Minzgeschmack. Nicht nur lecker, sondern auch günstig, denn es ist Bruchschokolade. Neben der erlesenen Schoki findet man Honig, Obstbrände, Pralinen und unzählige Delikatessen. Viele davon aus eigener Produktion und mit dem hauseigenen Fair Siegel versehen, denn das Mutterland achtet auf korrekte Bezahlung genauso wie auf beste Zutaten.

Vom Eppendorfer Baum geht der Schokoladenspaziergang ein paar Fußminuten weiter in Richtung Leysieffer, das etwas weniger zentral liegt und wo es etwas weniger geschäftig zugeht. Direkt am Rondell gelegen, wo sich Lenhartzstraße und Eppendorfer Baum begegnen, ist das Geschäft etwas weniger glamourös, aber vergleichsweise günstig und dennoch delikat. Hier findet sich eine große Auswahl an allem rund um Praline und Schokolade. Bei Leysieffer setzt man auch auf natürliche Zutaten, möglichst keine künstlichen Zusatzstoffe und keine künstlichen Aromen oder genmanipulierte Rohstoffe. Also durchaus keine Alltagsware, aber eben etwas genormter, da es sehr viele Filialen gibt. Wahrscheinlich würde das andernorts gar nicht auffallen und man würde uneingeschränkt von einem tollen Geschäft sprechen, nur in Eppendorf ist eben alles eine Portion luxuriöser. Genau deshalb ist es auch umso netter, hier hin und wieder zu flanieren, egal ob man hier wohnt oder nur zu Besuch ist.

Schokovida

http://www.schokovida.de/

Adresse: Hegestraße 33

MUTTERLAND Eppendorf

http://www.mutterland.de

Adresse: Lenhartzstraße 1

Leysieffer – Eppendorf

http://www.leysieffer.de/

Adresse: Eppendorfer Baum 23-25

 

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DJ Aroma
Autor: Aroma Berlin DJ Aroma
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