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Essen wie in Sri Lanka – im Chandra Kumari

Autor: CHRISTOPH PÖTHKE | 8.9.2014 |
Essen wie in Sri Lanka – im Chandra Kumari

Rund um die Bergmannstraße in Kreuzberg gibt es viele Möglichkeiten zu essen, viele kulinarische Spezialitäten geradezu. Das gilt besonders für einige bombastische indische Restaurants. Allerdings wird mir jeder, der schon mal für längere Zeit selbst in Indien war, bestätigen, dass die indische Küche in Deutschland viel zu oft nicht mit dem Original zu vergleichen ist. Das kleine Etablissement Chandra Kumari könnte hierbei eine der seltenen Ausnahmen sein. Zwar werden hier eher Gerichte aus Südindien und Sri Lanka angeboten, allerdings tut das den südasiatischen Gaumenfreuden keinen Abbruch. Ganz so scharf wie in diesen Regionen ist es dann zwar doch nicht, dafür gibt es aber, eben landestypisch, sehr viel Kokosnuss und natürlich Curry. Außerdem ist der Besitzer Fachmann der alten, indischen Heilkunst Ayurveda und Experte, wenn es um die Heilwirkung der einzelnen Gewürze geht. Und an Kräutern und Gewürzen wird hier definitiv nicht gespart.

Zugegebenermaßen wirkt die Innenausstattung und die Dekoration zuerst etwas veraltet und kitschig und verbreitet streckenweise eher mäßige Kneipenatmosphäre als spannende asiatische Exotik. Aber die entscheidende Rolle soll ja schließlich das Essen spielen. Und davon gibt es reichlich. Die Auswahl an verschiedenen Speisen ist derart groß und die Karte dermaßen ausufernd, dass das Entscheiden definitiv etwas an Zeit beansprucht. Neben unzähligen Fleischgerichten macht auch die vegetarische Auswahl hier so einiges her.

Chandra Kumari Berlin

Nach längerer Zeit fällt die Wahl dann aber doch auf panierte Fischbällchen mit Kartoffeln und Gemüse als Vorspeise und vier Appe (schalenförmige Pfannkuchen aus Hefeteig mit Reismehl und Kokosmilch) mit Kukulumas-Curry und Paripoo-Hodhi als Hauptgang. Obwohl das kompliziert klingen mag, handelt es sich dabei letztendlich um ein spezielles und pikant gewürztes Hühner-Curry zusammen mit Linsen und Kokosmilch. Trotz der etwas längeren Wartezeit, die ich hier zum ersten Mal erlebt habe, lassen Qualität und Geschmack nicht zu wünschen übrig. Im Gegenteil, das Essen ist so reichhaltig und lecker, dass ich mir fast die Hälfte einpacken lassen muss. Damit bin ich heute Abend nicht der Einzige. Das dürfte womöglich auch daran liegen, dass fast das gesamte verwendete Fleisch aus artgerechter Haltung und das Gemüse aus biologischem Anbau stammen. Ein Unterschied, den man schmecken kann.

Besonders zu empfehlen ist neben den leckeren Gerichten übrigens der cremige Mango-Lassi. Den habe ich außerhalb von Indien tatsächlich noch nicht so lecker und wohlschmeckend erlebt. Dass die Atmosphäre im Chandra Kumari gerade an volleren Abenden eher an einen Imbiss erinnert ist zwar, wie gesagt, etwas schade, stört bei den sehr moderaten Preisen und der köstlichen indisch-ceylonesischen Küche allerdings kaum.

Chandra Kumari Berlin

Chandra Kumari

Gneisenaustr. 4

10961 Berlin

Tel. 030 – 694 12 03

Web: http://www.chandra-kumari.de

Öffnungszeiten

Tägl. 12:00 – 01:00

 

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Freier Autor
Autor: Christoph Pöthke Freier Autor
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