GROUPON GUIDE BERLIN

Flohmarkt im Mauerpark oder Der perfekte Sonntag

Autor: SABINE WIRSCHING | 14.7.2014 |
Flohmarkt im Mauerpark oder Der perfekte Sonntag

Um mit einem Vorurteil gleich mal aufzuräumen: Der Mauerpark-Flohmarkt ist nicht nur was für Touristen. Natürlich lungern sie dort scharenweise herum, aber das ist kein Grund, um nach einer durchfeierten Samstagnacht nicht einen großartigen Sonntagmittag bis -nachmittag dort zu verbringen. Allzu verkatert und menschenfeindlich sollte man allerdings nicht gestimmt sein, denn eins ist der Mauerpark-Flohmarkt immer: proppenvoll.

Das kann aber auch praktisch sein: Wenn man an der Eberswalder Straße aus der Bahn steigt, muss man sich nämlich nur von den Massen mitspülen lassen. Und dann geht es durch den Haupteingang an der Bernauer Straße direkt hinein ins wuselige Vergnügen. Erster Tipp: Man gönne sich einen der frischgepressten Säfte, die dort angeboten werden. Das ist gut gegen den Kater, erfrischt ungemein und stimmt einen schon mal aufs Geldausgeben ein.

Mauerparkflohmarkt

Denn hier gibt es für Schatzsucher aller Art und für jeden Geschmack jede Menge Wunderbares zu entdecken: Wer gern in ranzigen Kartons voller Bruchgeschirr, Fotos und Krimskrams nach Zufallsfunden wühlt, ist hier genauso richtig wie der, der lieber den Output von Jungdesignern checkt: Bedruckte T-Shirts, handgenähte Taschen und Kleider, selbstgemachter Schmuck und Gürtelschnallen, dekorative Vinyl-Spielereien… hier gibt es einen bunten Querschnitt durch die Berliner Nachwuchs-Kreativität zu sehen.

Und zwischen Kunst und Krempel liegen weitere Welten: Antike und lediglich alte Möbel, staubige Berge von Anstecknadeln aus DDR-Beständen, robuste Ledertaschen, Schreibmaschinen und ausgefallene Lampen – die Liste ist endlos. Wer nicht nur kaufen, sondern selbst verkaufen will, ist hier ebenfalls an der richtigen Adresse: Am besten reserviert man hier persönlich einen der drei Meter breiten, überdachten Stände.

So finden sich neben vielen professionellen Händlern, Designern und Künstlern auch zahlreiche Kramstände mit Second-Hand-Klamotten, Babykleidung, Schuhen und all dem Haushaltskrempel, den Oma, Mama oder die WG-Mitbewohner zum Abschuss freigegeben haben.

Flohmarkt am Mauerpark

Wenn dann nach dem Bummel über den Mauerpark Flohmarkt schließlich die Füße platt, die Taschen voll und das Portemonnaie leer sind (oder umgekehrt), gibt es drei Alternativen für den Restnachmittag: Entweder lässt man sich in der Strandbar-Biergarten-Kombi „Mauersegler“ auf dem ehemaligen Grenzstreifen nieder (dafür sollte noch ein Notgroschen vorhanden sein) und beobachtet bei Cocktails und Bratwurst bis in den späten Nachmittag die nachdrängenden Scharen der Flohmarktbesucher.

Oder man lümmelt sich im Mauerpark auf der Wiese (Vorsicht mit den Kronkorken!). Dort kann man sich wahlweise auch für Musik entscheiden – entweder in Form der jeweilig anwesenden Straßenmusiker oder zum Mitmachen als Karaoke im dichtgedrängt besetzten Amphitheater. Hier sei ein zweiter Tipp verraten: Kunst kommt nicht immer von Können, aber Spaß macht es allemal. Und falls noch ein Schlückchen Saft übrig ist: einfach selber die Kehle ölen und loslegen!

Echte Berliner Atmosphäre im Mauerpark  (c) Sarah Hatton

Jeden Sonntag von 8-18 Uhr, Bernauer Straße 63-64. Reservierung der Stände von 9-15 Uhr am blauen Pavillon am Eingang Bernauer Straße (Kosten: 30 €, in den Sommermonaten wird nur gegen Vorkasse reserviert).

Bild 4 und 5: © Sarah Hatton

Weitere Infos:

http://www.mauersegler-berlin.de/

http://www.mauerparkmarkt.de/

 

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Autor: Sabine Wirsching Rocknroulette
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