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Gärten der Welt: Marzahn–Peking in drei Minuten

Autor: KATJA THIEDE | 23.3.2015 |
Gärten der Welt: Marzahn–Peking in drei Minuten

Marzahn – ist das nicht Berlins Plattenbau-Viertel? Wo Beton regiert und alles furchtbar grau und gefährlich ist? Tatsächlich gilt der Stadtteil im Berliner Osten bei vielen als arm, aber so gar nicht sexy. Wer so urteilt, war jedoch vermutlich noch nie dort. Denn Marzahn hat einiges mehr zu bieten als 10-Geschosser und Grauingrau. In Sichtweite der „Platte“ befindet sich mit den Gärten der Welt eines der wohl schönsten Naherholungsgebiete der Hauptstadt.

Der Name ist Programm: Die Gärten der Welt nehmen Besucher mit auf eine – botanische wie architektonische – Reise rund um den Globus. Daneben gibt es diverse Themenwelten wie den Märchengärten oder das Labyrinth, in dem der Orientierungssinn auf den Prüfstand gestellt werden kann. Weitläufige Grünflächen, Picknicktische unter Bäumen sowie Stühle und Liegen zum Beine hochlegen und verschnaufen machen die Parklandschaft zu einem attraktiven Ausflugsziel für alle, die dem Trubel der Parks in den „Szenekiezen“ entfliehen oder einfach mal etwas anderes sehen wollen als Horden von Joggern, Slacklinern und Ghettoblaster schwingenden Partymachern.

Gärten der Welt: Chinesische Teekunst unweit der Platte

Ein Highlight der Gärten der Welt ist der Chinesische Garten – der größte des Kontinents. Besucher können hier am Ufer des Sees entspannen, dem Rauschen des kleinen Wasserfalls lauschen oder sich im „Berghaus zum Osmanthussaft“ in die chinesische Teekunst einführen lassen.

Fernöstliche Garten- und Baukunst lässt sich zudem im Japanischen Garten bewundern, der besonders zur Zeit der Kirschblüte seinen Reiz hat. Tropische Pflanzen gibt es im überdachten Balinesischen Garten zu sehen und der Koreanische Garten nimmt Besucher mit in eine landestypische Hof- und Gartenanlage.

Chinesischer Garten in den Gärten der Welt

Unter Worten wandeln im Christlichen Garten

Besucher, die sich für Geschichte und Architektur gleichermaßen begeistern können, finden im Christlichen Garten die perfekte Kombination aus beidem. Hier können sie unter goldenen Buchstaben wandeln, die unter anderem Passagen aus dem Alten und dem Neuen Testament formen. Man muss nicht bibelfest sein, um dem Reiz dieses Teils der Gärten der Welt zu erliegen. Mit einem Gefühl für den richtigen Blickwinkel lassen sich hier kreative Fotos machen, bei denen die Wörter in den Himmel geschrieben zu sein scheinen.

Christlicher Garten in den Gärten der WeltBeliebtes Fotomotiv: Christlicher Garten in den Gärten der Welt

Gärten der Welt: Zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert

Auch wenn einige Bereiche der Gärten der Welt vor allem in den warmen Monaten ihre Schönheit entfalten, nämlich dann, wenn Bäume und Blumen blühen und die Liegestühle zu einem Nickerchen in der Sonne einladen, ist der Park zu jeder Jahreszeit einen Abstecher wert. Das Rascheln des Laubes unter den Schuhen, das gedämpfte Herbstlicht oder Eiszapfen an der verzierten Fassade des Teehauses sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre der Ruhe. Dann erinnert nur der Blick vom Aussichtshügel auf die Marzahner Skyline daran, dass Berlin dichter ist, als es das Gefühl des Moments glauben macht.

Gärten der Welt, Eisenacher Str. 99, 12685 Berlin Marzahn-Hellersdorf,
http://www.gruen-berlin.de/parks-gaerten/gaerten-der-welt/

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Freie Autorin
Autor: Katja Thiede Freie Autorin
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