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Gay Berlin - Tipps für das schwule Nachtleben der Hauptstadt

Autor: JENS HOHMANN | 1.4.2015 |
Gay Berlin - Tipps für das schwule Nachtleben der Hauptstadt

In der Revaler Straße 99 in Berlin Friedrichshain geht es “Zum schmutzigen Hobby”. Berliner Bekanntheit und Kulttranse Nina Queer leitete den Laden, der eigentlich aus allem eine Veranstaltung macht, bis zum letzten Jahr. Public Viewing, Eurovision Songcontest, Oktoberfest, Geburtstage und vieles mehr werden hier schnell zum Event. Etwa 40 Gäste finden Platz, es darf geraucht werden, im Sommer gibt es einen Außenbereich, der dann die doppelte Menge an Gästen fast. Geöffnet ist täglich ab 21:00 Uhr. Fans und Freunde Ninas, wie auch Neugierige halten sich in dem Klischee erfüllenden aber trashigen Ambiente, welches von mit Babypuppen bevölkerten Vogelkäfigen und pinken Plastiksesseln wimmelt, auf. Der Gang zum Klo ist ein Highlight für sich. Fast psychedelisch anmutende pornographische Fotografie aus den 70ern ziert die Wände. Donnerstags kann man zu Schlagern feiern, auch wenn Tanzen immer geht!

Nicht alles ist...

„Schall und Rauch“, aber das Stadthotel schon. In der Gleimstraße 23 nahe der S-Bahn Schönhauser Allee liegt das Hotel und ist seit seiner Eröffnung vor rund 20 Jahren eine der Adressen und Gründer-Institutionen des gay East Berlins. Weltoffen und mutlikulti geht es hier zu. Das Schall und Rauch ist nicht nur ein Gasthaus sondern fungiert auch als Café und Bar. Stilvoll und elegant geht es hier in allen Räumlichkeiten zu. Die Bar mit Wohnzimmercharme bietet mit ihren 17 Metern Platz für bis zu 30 Leuten, sodass es abends auch voller werden kann. Ansonsten ist das Café mit bis zu 70 Sitzplätzen gut ausgestattet und vor allem im Sommer durch die Terrasse gut besucht. Deutsche Küche und feine Leckereien werden hier liebevoll zubereitet und serviert.

Am Senefelder Platz auf der Schönhauser Alle 176a in „Chantals House of Shame“ im Bassy Club, präsentiert Dragqueen Chantal schon seit über 14 Jahren jeden Donnerstag ihre kleinen Cabareteinlagen und trashig, flashigen Acts, die in fulminanten Parties enden. Die einzige Regel ist, ihr Folge zu leisten, denn sie leitet den Abend. So legendär ist die gute Laune und Stimmung die Chantal verbreitet, dass sich schon Sternchen wie Katy Perry reingewagt haben. Der Club ist auch unter dem Namen Bassy Cowboy Club bekannt. Eine mittelgroße Tanzfläche bietet Platz zum Abgehen, und ein geräumiger Salon im ersten Stock eine ruhigere Shabby-Schick Ecke mit alten Sofas und Möbeln, Raum zum Plaudern und gemütlich sein. Die Preise sind normal, Djs und Liveacts oft international. Zu Elektro und House wird tosend gefeiert.

Raststätte Gnadenbrot

Vielleicht wird man in diesem Schöneberger Restaurant nicht sein letztes Mahl zu sich nehmen. Die Raststätte Gnadenbrot liegt in der Martin-Luther-Str. 20 A und „bezaubert“ seine Gäste mit urig-trashiger Raststättenwürdiger Deko. Altbackene Holzmöbel, Tierpräparate, Geweihe und klobige Lampen aus den 60ern stehen in der Gegend rum, sodass man sich ein wenig wie in Großmutters Haus fühlt. Die Terrasse ist besonders bei Sonnenschein beliebt, das Publikum bunt gemischt, nicht nur queer. Dauerbrenner sind die selbstgemachten Suppen und Flammkuchen des Hauses. Gute deutsche Küche bekommen die Gäste hier geboten und ab 5,60 Euro kann man den Mittagstisch in seiner ganzen Pracht genießen. Selbst eine vegetarische Auswahl wird geboten. Die Preise sind normal, sodass eigentlich immer Andrang herrscht. Geöffnet ist täglich ab neun Uhr.

Neu und unverbraucht

Frisch in der Szene ist das „Mentasm“ (Joey Beltram lässt grüßen) im „Horns & Hooves“, welches erst im Oktober letzen Jahres eröffnet wurde. In der Danzinger Straße 1 befindet sich die dekadent dekorierte Burlesque Cabaret-Bar die auch gleichzeitig der Club ist. Die Mentasm Party Nacht wurde am 24 Januar 2015 eingeläutet und soll nun monatlich stattfinden. Wer einen „Fetish for Techno anthems & Acid-House“ hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Geladen waren bei der Eröffnung Deepneue (Vox Populi), Mauro Feola (Beitola) und Electrosexual, Gastgeber der Party.

GMF Berlin

Gutes mit Freunden teilen sollte man im GMF im Café Moskau / Avenue Club in der Karl-Marx-Allee 34, einem der größten und bekanntesten Gay-Clubs Berlins. Sonntags ist ab 23 Uhr geöffnet, und der 13. und 15. Stock, mit Aussicht auf den Fernsehturm, werden in Betrieb genommen. Gespielt wird verschiedenes auf den Floors. Sowohl eingeheizt als auch besucht wird die Location von Szenegrößen und Drags wie Gloria Viagra, Barbie Breakout, Biggy van Blond und Stella Destroy. Pop, House und Elektro sind an der Nachtordnung.

Das Schwule Museum in Schöneberg

Wer etwas Kultur rund um die queere Szene und alles was dazugehört mitnehmen will, sollte sich einen Besuch im Schwulen Museum nicht entgehen lassen. Am neuem Standort in Schöneberg in der Lützowstr. 73 kann man Ausstellungen besuchen, die von Photographie bis Malerei reichen und allem dazwischen. Bis auf Dienstag ist unter der Woche und Sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, am Samstag bis 19 Uhr.

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Autor: Jens Hohmann The Club Map
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