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Harry Klein, die Betonwürfeldisko mit der besonderen Schallschutzmaßnahme

Autor: VICKY KLIEBER | 29.8.2014 |
Harry Klein, die Betonwürfeldisko mit der besonderen Schallschutzmaßnahme

Obwohl das ‚Harry Klein‘ relativ spät in München eingezogen ist, ist es aus dem Münchner Nachtleben nicht mehr wegzudenken. Die Sonnenstraße hatte sich auch schon im letzten Jahrzehnt zu einer kleinen Clubmeile entwickelt.Wer hätte gedacht, dass der Betreiber David Süß zwei Jahre lang nach der passenden Location gesucht hatte. 2010 wurde der Club auf Platz 59 der Top 100 weltbesten Clubs geführt, damals noch in der alten Location. Für eine knappe Million wurde der einst in dunkelorange gestrichene Innenraum, der ja so unpassend für einen Elektroclub schien, umgebaut.

Für mich als Architektin ist die Umplanung äußerst interessant, denn im ersten Moment scheint eine Million sehr viel, doch die wurde auch äußerst effizient investiert. Der Architekt Daniel Hildman und der Akustikspezialist Christian Becker haben ein einzigartiges Raum-im-Raum-Konzept entwickelt, wodurch die neue Schalltechnologie auf eine ganz neue Ebene versetzt wurde. Das Konzept bestand darin einen Betonwürfel in den vorhandenen Raum einzuziehen, der auf Federn steht, wodurch der Schall nach innen und ins Fundament abgelenkt werden sollte. Der Betonwürfel ist ungefähr 6 Meter hoch, misst eine Grundfläche von 100 Quadratmetern und wiegt schwere 350 Tonnen. Süß beteuerte, dass er lieber den Club etwas früher schließen wolle, als Ärger mit den rundherum angesiedelten Rechtsanwälten und Ärzten zu bekommen. So ist dieses Problem nun gelöst.

Clubbing

Das Harry Klein scheint im ersten Blick zwar super klein, aber ist dennoch über zwei Etagen sehr geräumig. An den Wänden hängen riesige Leinwände für Videoprojektionen, was ein ganz anderes Tanzgefühl verleiht. Die Besitzer wollten ein neues Club-Konzept ausprobieren und so tanzt man unten zu gutem Elektro durch die Nacht im Takt zu den flackernden Videoprojektionen; auf der zweiten Etage ist es etwas ruhiger und man kann sich in der Chill-Lounge etwas ruhiger unterhalten.

Das Publikum ist im Harry bunt gemischt, besonders gerne tanzen hier aber die Männer, weshalb es sich auch jeden Mittwoch ins „Garry Klein“ verwandelt und zur schwulen Party bittet. Das Klientel ist nicht übermäßig aufgebrezelt, was einen Kontrast zur Münchner Schickeria bietet. Der Club füllt sich erst zur späten Stunde und am vollsten ist es gegen 2 Uhr, daher bietet es sich an vorher in den umliegenden Bars noch ein bisschen vorzutrinken. Der Eintritt kostet zwar satte 9€, aber dafür sind Longdrinks für 7,50€ relativ günstig im Vergleich zu anderen Münchner Clubs. Ein Bier gibt es schon ab 3,50€.

Musiktechnisch ist es im Harry abwechslungsreich. Die Besitzer des Harry lassen sich immer etwas Neues einfallen und hochkarätige DJs reißen sich gewissermaßen darum, in dem Vorzeigeclub aufzutreten.

Für mich ist es immer wieder ein Erlebnis das Harry Klein in München zu besuchen und es ist eindeutig einer meiner Lieblingsclubs.

Harry Klein

Sonnenstraße 8
80331 München
http://harrykleinclub.de/

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The Golden Bun
Autor: Vicky Klieber The Golden Bun
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