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Kleiderschrank ausmisten - Tipps und Tricks

Autor: AROMA BERLIN | 27.2.2015 |
Kleiderschrank ausmisten - Tipps und Tricks

Wahrscheinlich kennt jede/r das Problem: Man steht vor einem vollen Kleiderschrank und hat nichts zum Anziehen. Oder man hat ein tolles neues Teil ergattert und will es in den Schrank legen, aber es ist kein Platz. So oder so, man sollte hin und wieder einfach ausmisten, denn das schafft Platz, Überblick und man hat - oh Wunder - am Ende sicher wieder etwas zum Anziehen. Nur nach welcher Methode geht man am besten vor?

Willst du mit mir gehen? Ja, Nein, Vielleicht - drei einfache Antworten auf schwierige Fragen

Das Prinzip Ja/Nein/Vielleicht zum Kleiderschrank Ausmisten erinnert mich an kleine Zettel, die während der Schulzeit unter der Bank durchgereicht wurden. Beziehungen waren damals noch kindlich einfach und so stand meist auf diesen Zetteln: „Willst du mit mir gehen?“, und darunter waren drei Felder zum Ankreuzen: Ja, Nein oder Vielleicht. Das ist ein prima Ordnungsprinzip, v.a. für Nostalgiker wie mich, die sich ungern von Klamotten trennen, an denen schöne Erinnerungen hängen. Ich mache also drei Stapel beim Aussortieren: Kategorie Ja sind die Kleidungsstücke, die ich in den letzten Monaten oft anhatte. Vielleicht ist der Stapel für die Sachen, die vielleicht gerade in Ungnade gefallen sind, die man aber mag. Oder Dinge, in die man realistisch betrachtet vielleicht mal wieder gut hineinpasst. Oder die man aus irgendwelchen Gründen, die sich Außenstehenden nicht sofort erschließen, vielleicht nochmal anziehen möchte. Wer Kleider umnäht oder flickt, macht meist einen ganzen „Nähhaufen“ aus dem Vielleicht-Stapel und verhilft auf diese Art so mach altem Schätzchen zu Glanz und Wiedergeburt. Damit zum Stapel Nein, denn das ist die schwerste Entscheidung.

Ein klares Nein bekommen Sachen, die man mindestens ein Jahr lang nicht mehr aus dem Kleiderschrank genommen hat. Ein Nein bekommen Dinge, in denen man wie eine Wurst aussieht, die unreparierbare Löcher haben und die Farben oder Schnitte haben, die man nie wieder sehen will. Wobei ein potentielles Wiederaufleben modischer Entgleisungen als neuer Trend in 30 Jahren ebenfalls als „nie“ zu deuten ist. Das kann manchmal emotional ein echt schwieriger Moment sein; vielleicht hilft es, sich die Klamotte als hoffnungsvolles Model vorzustellen. Und wer wollte nicht schon immer einmal in Modelmutti-Manier etwas aussortieren mit dem Spruch: „Ich habe heute kein Foto für dich!“

Noch ein Tipp: Wenn manches zu schwer fällt, wie z.B. endgültige Entscheidungen für die Nein-Kategorie, kann man den Nein- und den Vielleicht-Stapel auch in eine Umzugskiste packen und die Entscheidung einfach um drei Monate vertagen. Dann wird die Kiste wieder herausgeholt, und was man dann wirklich nicht vermisst hat, kann nun weg. Es wird einfacher sein, denn man ist es ja gewohnt, die Kleider nicht mehr anzuziehen und merkt, es fehlt nichts. Und ein Teil schafft es vielleicht wieder zurück zum Vielleicht- oder sogar zum Ja-Stapel. Natürlich hat man dann nicht 100% gewonnen, aber man hat den ersten Schritt gemacht. Und manchmal ist Salami-Taktik besser als Perfektionismus. Salami-Taktik bedeutet: Eine große Wurst in Scheiben geschnitten ist einfacher zu verzehren als am Stück. Scheibe für Scheibe wird die Wurst kleiner und irgendwann ist sie dann weg. So kann man mit Problemen gute Erfolge erzielen, die - wie die Wurst - anfangs zu groß erscheinen.

Kleiderschrank ausmisten

Nun hat man also drei Stapel, und damit lässt sich schon sehr viel mehr Übersicht im Kleiderschrank erzielen. Ich habe dafür zwei Ordnungskategorien, die eine ist Anlass und die andere ist Farbe. Anlass bedeutet, dass ich meine Kleidung in drei Kategorien aufteile: Beruf/Chic, Freizeit und Klassiker. Klassiker sind chic, aber für Freizeit und „Casual“ Momente gedacht. Bei T-Shirts funktioniert das Ordnen z.B. so: Es gibt T-Shirts, die sind wild bedruckt, haben oft etwas schlabbrige Schnitte und sind aus gröberem Material. Diese gehen in die Kategorie Freizeit. In einem Büro wäre so ein Shirt ein no go. Dann gibt es Shirts aus feineren Materialien mit modischen Schnitten und meist eher etwas dezenter bedruckt, wenn überhaupt, die gehören zur Kategorie Beruf/Chic. Dann habe ich noch einige neutrale Shirts mit chicem, unauffälligem Schnitt, nur einer Farbe und auch aus schönem Material, das ist die Schublade Klassiker. Man kann sie zu unterschiedlichen Anlässen anziehen, sie eignen sich zum Sport genauso wie zu einer halbwegs chicen Landpartie unter ein Hemd oder einen Pullover. Oder für den Casual Friday im Büro. Genauso kann man mit allen anderen Dingen im Kleiderschrank verfahren: Röcke, Hosen, Unterwäsche, Strümpfe, Socken, Kleider, Hüte, Mützen, Schuhe, Accessoires. Wenn etwas unklar ist, einfach fragen: Welche Kategorie kommt dem Zweck des Kleidungsstückes am nächsten? Beispielsweise Pyjamas: die will man zu keiner meiner genannten Kategorien direkt zuordnen, aber man trägt sie weder draußen als Klassiker noch geht man damit zur Arbeit, also kommen sie in den Stapel Freizeit.

Nun kann man noch einen Schritt weiter gehen und innerhalb der Kategorien ordnen. Da eignen sich wiederum Farbe, Schnitt und eventuell Material als Kategorien. Man kann beispielsweise Hosen nach Farben ordnen und Pullover nach Wärme oder Blusen nach Schnitt, je nachdem was man benötigt, wenn man das gute Stück anzieht. Die beste Frage ist immer: Was ist der Zweck des Kleidungsstücks? Wärme, gut aussehen, glamourös sein, Freizeit genießen?

Am Ende des Tages hat man einen tollen Kleiderschrank, in dem man viel übersichtlicher an alles herankommt. Und man hat sicher das ein oder andere Schätzchen wieder entdeckt. Und um sich nicht schlecht zu fühlen über die ganzen Dinge, die man nun nicht mehr benötigt, habe ich noch ein paar Tipps, wie man den Nein-Stapel in ein „Jippie“ verwandelt.

Verschenken, Tauschen, Weitergeben, Umwandeln - was kann man mit alten Kleidungsstücken anfangen?

Am einfachsten ist es, kaputte Kleidung auszusortieren, denn sie eignet sich hervorragend als Putzlumpen zum Fenster- oder Autoputzen. Der Rest der untragbaren, kaputten Fetzen kommt in den Container für alte Kleidung.
Die Methode Upcycling ist schon etwas arbeitsaufwendiger und man sollte eine Nähmaschine dazu besitzen. Dann kann man Kleider umnähen oder aus zwei Lieblingskleidungsstücken ein neues schneidern. Bei mir ist das oft ein Zeitproblem, denn Nähen braucht viel Zeit und Geduld, sonst macht es keinen Spaß. Aber man kann sich auch einen furchtbar netten Abend machen, indem man einige Leute einlädt und Kleider einfach tauscht. Am besten trifft man sich mit Freunden, die ähnliche Größen haben. Das kann ein sehr lustiger Abend werden, wenn man die Kleidung direkt anprobiert, und man hat gleich eine Stilberatung gratis dazu. Was übrig bleibt, wird entweder in einen Second Hand Laden gebracht oder gespendet. Beim Spenden sollte man allerdings schauen, wem man die guten Stücke gibt. Container sind zwar ein einfacher Weg, aber oft sind diese nur ein schlichtes Geschäft und man tut nichts Gutes damit. Ein Teil der gespendeten Kleidung aus dem Container wird verkauft und der Rest kommt in den Reißwolf. Von daher ist es clever, diese Container auch für ihren tatsächlichen Zweck zu verwenden, nämlich zur Entsorgung untragbarer Textilien. Über alles andere freuen sich lokale Einrichtungen, die die Stücke an Obdachlose und andere Hilfsbedüftige weitergeben. Wer keine lokale Organisation persönlich kennt, kann sich immer auch an die Kleiderkammern des DRK wenden. Diese sind ein Überbleibsel aus dem Krieg und helfen Bedürftigen sich einzukleiden.

Weitere Infos:

http://www.drk.de/angebote/hilfen-in-der-not/kleiderkammern.html
http://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/das-lumpige-geschaeft-mit-den-altkleidern

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DJ Aroma
Autor: Aroma Berlin DJ Aroma
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