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Kleiner Donner – Wo die Hamburger Yakaris clubben

Autor: JANNY SCHULTE | 14.7.2014 |
Kleiner Donner – Wo die Hamburger Yakaris clubben

Der Entstehungsgeschichte des Namens „Kleiner Donner“ hat so gar nichts diskomäßiges. David, einer der drei Betreiber, war im Urlaub und suchte nach dem passenden Namen für den bald zu eröffnenden Club, als sein Neffe, anscheinend großer Yakari-Fan, immer wieder und wieder auf seinem imaginären Kleinen Donner an ihm „vorbeigaloppierte“. Zurück in der schönen Hansestadt unterbreitete er seinen Mitstreitern Gerrit und Felix den Vorschlag und es war beschlossene Sache; das Pferd des Indianerjungen „Yakari“, aus dem gleichnamigen Comic, wurde Namenspate für den neuen Laden, der sich seit seiner Eröffnung im November 2013 langsam in Hamburg etabliert.

Mit Clubs ist das ja so eine Sache. Da kann das Drumherum, wie die Lage, das Interieur und der gute Wille noch so sehr stimmen, wenn das Klientel aus irgendeinem Grund keinen Bock drauf hat ist man ganz schnell aufgeschmissen und ruckzuck aus dem Rennen. Bestes Beispiel dafür ist der wieder eröffnete Mojo Club. Mit großer Freude und noch größeren Erwartungen fieberte die Hamburger Partycrowd der Auferstehung des legendären Tanztempels entgegen. Wow, sah das alles toll aus bei der Eröffnung. Die Schlange der Besucher zog sich um den halben Häuserblock und nachdem die luxuriöse Ausstattung bewundert wurde, gab man sich noch voll und ganz den Träumen hin, dass es endlich einen sophisticated angehauchten Ort in Hamburg geben würde in dem man auch nach Vollendung des 30sten Lebensjahres einfach zu guter Musik, aus einer vernünftigen Anlage die Nacht durchtanzen könnte, auch wenn die Drinks teuer und die Belegschaft ein wenig steif ist. Nun ja, die Anlage ist nach wie vor toll und alles was es an sonstigen technischen Raffinessen so gibt, das Mojo hat es, inklusive einem DJ auf dem Klo, nichtsdestotrotz, es fehlt de Seele, das Feeling kommt einfach nicht rüber. Für Konzerte ist das Mojo perfekt, aber wer reine Tanzveranstaltungen machen möchte kann nicht Anfang zwanzigjährige, weltweit gehypte, DJs buchen und dann erwarten dass sich der Laden füllt. Vor allem nicht, wenn er die Hipsterkids an der Tür abweist und Mittvierziger-Touri-Muttis in C&A Seidenblusen den Vortritt gewährt.

Bar des "Kleiner Donner", Mikroclub in Hamburg

Da haben die Jungs vom „Kleiner Donner“ intuitiv doch wohl einiges besser gemacht. Dabei waren die Grundvoraussetzungen gar nicht mal die idealsten. Klar, die Lage, mitten auf dem Schulterblatt ist perfekt, aber wer bitteschön, außer Studenten die den ganzen Abend an einem Bier rumnuckeln, geht freiwillig ins „Haus 73“? Nein, das „Haus 73“ gibt es nicht mehr und das hat mit dem „Kleinrn Donner“ auch so gar nichts zu tun, aber das muss man ja erst mal aus den Köpfen der Leute bekommen. Aber nichts anderes ist passiert, aus dem elendig verkachelten Kellerloch wird langsam ein Club der ein Gesicht und eine Seele bekommt. Vor allem HipHop, Trap und Newschool affine Partygänger wird es demnächst öfter auf den intimen Dancefloor ziehen. Der Barkeeper sollte zwar schleunigst lernen Rum und Wodka zu unterscheiden, aber das bekommt er mit der Zeit noch hin und da sind einem nette und verpeilte Barkeeper allemal lieber als arrogante Barprofis, die gar keine Ahnung haben was in dem Laden in dem sie arbeiten eigentlich vor sich geht.

Kleiner Donner

Schulterblatt 73

20357 Hamburg

http://www.dreiundsiebzig.de/kleiner-donner/

 

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Freie Autorin
Autor: Janny Schulte Freie Autorin
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