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Leckere Dips - zum Knabbern und Eintunken, als Beilage oder volle Mahlzeit

Autor: AROMA BERLIN | 25.2.2015 |
Leckere Dips - zum Knabbern und Eintunken, als Beilage oder volle Mahlzeit

Wahrscheinlich ist die sprachliche Definition von Dip schwieriger als ein leckeres Rezept zu basteln für etwas, was einem Dip nahekommt. Dip bezeichnet oft Saucen zu Mahlzeiten, wie die Guacamole zu Tortilla Chips oder die fruchtig-scharfe Sauce zu Frühlingsrollen. Oft nennt man aber auch Mischungen so, die man eher zu Brot serviert und die dann eigentlich mehr eine Art Aufstrich als eine Tunke sind. In der griechischen und türkischen Küche findet man diese Pasten ganz häufig gesammelt auf Vorspeisentellern, die eigentlich eine ganze Mahlzeit für sich sind. Mit der steigenden Zahl an Vegetariern und Veganern hat sich eine ansehnliche Zahl von Dips oder Pasten in die Regale von Supermärkten und Reformhäusern eingeschlichen. Diese sind ein prima Ersatz für Butter oder Wurst aufs Brot.

Wenn man ein bisschen Zeit und Muße hat, kann man leckere Dips super selber machen. Voraussetzung für die meisten ist ein ordentlicher Pürierstab, denn um Nüsse oder Petersilie zu zerkleinern, braucht es Kraft und ein scharfes Messer im Stab. An so harten Aufgaben ist bei mir schon so manches Plastikgerät gescheitert und die Köchin verzweifelt.

Viele Dips halten einige Tage im Kühlschrank, je nach Zutaten. Goldene Daumenregel ist dabei: Wenn sich der Geruch verändert oder Schimmel drauf ist – ab in den Müll. Aber wenn man sich an der ungefähren Haltbarkeit der Zutaten orientiert und den Dip in einem verschlossenen Gefäß in den Kühlschrank stellt, sollte alles gut gehen. Manche Dips sind wie Lasagne oder Käsekuchen und haben verschiedene Stadien des Geschmacks, weil sie „durchziehen“. Dann schmecken sie am ersten Tag anders als am dritten - wenn dann noch etwas davon übrig ist.

Hummus, Feta und Petersilie

Petersilie-Hummus-Dip

Mein erster Lieblingsdip ist eine geschmackliche Weiterentwicklung des Orient-Klassikers Hummus. In Israel war ich einmal in einer Bauarbeiter-Kneipe, in der Hummus als ganze Mahlzeit serviert wurde. garniert mit Zwiebeln, Olivenöl und Essiggurken wurde der Hummus mit Fladenbrot gegessen - eine ziemlich gesunde, vegane Mahlzeit, bedenkt man wie viel Protein und Ballaststoffe in der Kichererbse stecken. Und man fühlt sich danach nicht so schwer wie nach so manch anderer Mahlzeit.

Das Hummus-Rezept ist denkbar einfach: Man kocht die Kichererbsen, bis man einen Brei daraus machen kann. Dann mischt man diesen mit etwas Zitronensaft, Tahin (Sesampaste) und Olivenöl. Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer runden den Hummus ab. Serviert wird er mit etwas Paprika und Petersilie. In dieser Form ist der Hummus vegan, da er keinerlei tierische Bestandteile enthält.

Zugegeben, es ist etwas Arbeit, aber es lohnt sich. Wer keinen türkisch/arabischen Lebensmittelladen in der Nähe hat, kann die Tahin auch weglassen und dafür nur Olivenöl verwenden.

Für den Petersilie-Hummus-Dip muss man nun noch einige Zutaten mehr hinzufügen. Als erstes die frische Petersilie. Am besten nimmt man einen Bund grober, großer Petersilie. Zuerst schneidet man die Stengel ab und zupft die Petersilie, bis man nur noch Blätter an den zarten Stengeln hat. Dann schneidet man das gezupfte ganz klein, das ist etwas Arbeit, aber durch das Zerhacken setzt die Petersilie ihren Geschmack frei. Wenn man möchte, schneidet man eine kleine Zehe Knoblauch mit. Dann vermischt man die Petersilie mit dem Kichererbsenpüree. Das Verhältnis ist ein Drittel Petersilie zu zwei Drittel Kichererbsenmasse. Nun zerbröselt man etwas Fetakäse und gibt den hinzu. Wenn die Masse noch nicht homogen genug ist, muss man etwas mehr Olivenöl dazugeben oder etwas Joghurt untermischen. Im Kühlschrank hält dieser Dip einige Tage. Je länger die Masse gezogen ist, desto fester wird sie. Man kann sie wunderbar aufs Brot essen, zu gegrilltem Gemüse oder als Teil eines Dip-Tellers.

Gegrilltes Gemüse ist ein gutes Stichwort, denn das eignet sich sehr gut zu vielen Dips. Es ist günstig, schnell und einfach im Backofen herzustellen und schmeckt auch kalt - ein prima Rezept für Partys also. Ein Blech Gemüse macht man beispielsweise, indem man bunte Paprika in grobe Stücke schneidet und mit geviertelten Zwiebeln in Olivenöl, grobem Meersalz und Oregano mischt. Das ganze einfach auf ein Backblech und in einer guten Stunde bei ca. 200 Grad zu leckerem Grillgemüse garen lassen. Genauso kann man es mit Kartoffeln machen: mit Schale waschen, vierteln, Öl, Salz und Kräuter der Provence drauf und ab ins Backrohr; bei ebenfalls 200 Grad für ca. eine halbe Stunde backen. Da Öfen sehr unterschiedlich die Hitze verteilen, hilft die Daumenregel, hin und wieder reinzuschauen und das Gemüse spätestens dann, wenn die Kanten dunkel werden, rauszuholen. Und wenn es umgekehrt einfach nicht knusprig aussieht, dann den Ofen auf Oberhitze oder Grill stellen.

Dips

Feta-Knoblauch-Paprika-Dip

Mein zweitliebster Dip ist weniger Arbeit. Man kann sich das Leben leicht machen und ein Glas scharfen Paprikadip im türkischen Lebensmittelladen kaufen. Wer keinen Laden in der Nähe hat oder weniger scharfen Geschmack möchte, kann auch auf Ajvar aus dem Supermarkt zurückgreifen. Ajvar ist eine Paprikapaste, oft auch mit Aubergine, aus der Region um Mazedonien. Es gibt ihn in feurig und in mild. Diese Paste ist an sich schon ein Dip, aber leicht verfeinert wird etwas richtig Leckeres daraus. Der Ajvar wird mit einer Knoblauchzehe und Fetakäse vermischt. Das Verhältnis ist, je nach Geschmack, etwa eins zu eins. Mehr als eine Knoblauchzehe sollte es nicht sein, sonst wird es zu scharf. Die Knoblauchzehe mit etwas Salz bestreuen und mit einer Gabel zerdrücken. Am Ende noch etwas scharfes Paprikagewürz untermengen, das gibt eine schöne Farbe. Man sollte die Mischung mit der Gabel statt mit dem Pürierstab machen, denn die Konsistenz ist dann etwas körniger, und das steht dem Dip. Wem das noch nicht an intensiven Käse-Grillaromen reicht, der kann zerkleinerte Walnüsse untermengen oder schwarze Oliven. Dieser Dip schmeckt besonders lecker zu Grillkartoffeln. Mit einem kleinen Salat dazu wird eine ganze Mahlzeit daraus. Da er sehr nahrhaft ist, eignet sich der Dip nur bedingt zum Knabbern mit Tortilla Chips oder Brot. Wenn man ihn ohne etwas anderes dazu isst, wäre das typische dünne arabische Brot oder warmes türkisches Fladenbrot am leckersten.

Rote Linsen Dip

Rote-Linsen-Dip mit Paprikapaste oder Tomatenmark, Kokosmilch und Harissa (vegan)

Da ich keine Mayonnaise verwenden möchte, da sie schnell fischig schmeckt, muss ich zwangsläufig immer wieder auf andere Formen von Fett als Geschmacksträger ausweichen. Das Mark, welches sich in guter Kokosmilch befindet, ist dafür sehr gut geeignet. Die roten Linsen werden zerkocht und bilden die Grundlage für den Dip. Da sie nicht besonders viel Eigengeschmack haben, kommt das Aroma hauptsächlich durch die Mischung der Zutaten und Gewürze. Ich mache es mir einfach und nehme eine leckere Würzmischung namens Harissa, die es im arabisch/türkischen Supermarkt gibt und die eigentlich ein marokkanisches Rezept ist. Darin befinden sich Chillis, Knoblauch, Koriander, Kumin, Paprika und Salz.

Man benötigt einen halben Teelöffel Harissa, wenn man 100 Gramm trockene rote Linsen und ca. zwei große Esslöffel Kokosmark mit einem Teelöffel Tomatenmark vermischt. Ein Spritzer Olivenöl und Knoblauch runden die Paste ab. Man muss sich bei der Herstellung dieses Dips wirklich nicht akribisch an Mengenangaben halten, denn wenn er zu flüssig wird beim Pürieren fügt man einfach noch mehr gekochte Linsen hinzu; ist er zu bröselig, etwas mehr Olivenöl. Einzig bei der Tomatenpaste muss man aufpassen, denn es ist ein Konzentrat und kann den Dip sehr schnell zu sehr nach Tomate schmecken lassen. Das Tomatenmark also immer in sehr kleinen Portionen unterrühren. Dieser Dip hält einige Tage und zieht nach, ist also am zweiten Tag fester als direkt nach der Herstellung. Meine Veganer-Freunde schwärmen von diesem Rezept und ich musste schon oft ganze Teller von dieses leckeren Dips mit Hummus und fertiger Paprikapaste aus dem türkischen Supermarkt auftischen. Der Rote-Linsen-Dip schmeckt auch hervorragend zu leckeren Pizzacrackern und Tortilla Chips.

Dip aus dem Supermarkt

Nicht immer hat man Zeit - man kann Dips auch fertig kaufen

Dips sind durchaus Arbeit; das fängt schon bei den Zutaten an, denn nicht immer ist alles einfach zu bekommen. Und es hört bei der Herstellung auf, denn Dips sind oft viel Kleinarbeit. Diese Zeit hat man nicht immer, und deshalb habe ich einige Dips aus Läden und Supermärkten probiert. Das Ergebnis könnte vielfältiger kaum sein; einige sind interessant, andere sehr lecker, und während manche wirklich teuer sind, kann man andere kaum so günstig selbst herstellen. Mein Tipp: alle Discounter haben mittlerweile Dips in ihren Kühlregalen, vom Tsatsiki über Mango-Chili bis hin zu Tomate-Paprika mit Frischkäse. Andere Pasten finden sich vegan und bio in den Regalen von Drogerieketten, das wird dann allerdings etwas teurer und schmeckt nicht sehr frisch. Die teuerste, aber leckerste Variante kommt aus griechischen, türkischen und arabischen Geschäften, die viele Dips frisch aus der Bedienungstheke anbieten. Und wenn man einen leckeren Teller als ganze Mahlzeit machen möchte, kann man ja einfach mischen aus selbst gemacht, Supermarkt und Laden. Die Hauptsache ist doch am Ende des Abends, dass es geschmeckt hat und man nicht aufhören will zu knabbern und zu dippen.

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DJ Aroma
Autor: Aroma Berlin DJ Aroma
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