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Mein Haus am See - Wandtattoos, 60er Jahre Möbel und WLAN

Autor: JENS HOHMANN | 28.7.2014 |
Mein Haus am See - Wandtattoos, 60er Jahre Möbel und WLAN

In Berlin gibt es drei verschiedene Arten von Läden: Die ständigen Newcomer, die Austauschbaren und die etablierten Originale. Mein Haus am See ist so ein Original. In feiner Lage, Brunnenstraße Ecke Torstraße direkt am Rosenthaler Platz, hat sich das Café/Bar/Club-Mashup zu einer festen Größe gemausert, die Leute aus der ganzen Stadt anzieht. Dafür gibt es eine Menge Gründe:

Zuallererst einmal ist der Laden charmant. Was viele versuchen, das schaffen sie hier: Die Einrichtung ist ein bisschen provisorisch, die Sitzmöbel stammen vermutlich größtenteils aus den Sechzigern, es ist nichts geleckt, sondern authentisch (jupp, hier wirken sogar unverputzte Wände nicht aufgesetzt). Ziemlich cool sind übrigens die treppenförmigen Plattformen, von denen man ins Lokal schauen und seinen Kaffee schlürfen kann. Mein Haus am See hat einen künstlerischen Anstrich; und dass das nicht nur Arty-Farty-Show ist, sieht man spätestens bei einer der Veranstaltungen, wenn zum Beispiel eben Künstler eingeladen werden.

Richtig schön ist hier, dass alles so persönlich ist. Man kann tagsüber rumkommen, um mit Freunden zu schnacken und einen Kaffee zu trinken, oder zum Beispiel auch um zu arbeiten (entspannte Atmosphäre + WLAN = et voilà). Und wer alleine da ist und gerade nichts zu tun hat, krallt sich ein Buch aus dem Regal und schmökert. Außerdem gibts im HaS auch super Essen: Der Fokus der Karte liegt auf schlichten, guten italienischen Gerichten. Die selbstgemachten Kuchen sind aber auch der Hammer. Kurz: Ein Platz zum Relaxen. Das Publikum ist tagsüber angenehm gemischt. Vom Applejünger, der angestrengt auf sein blitzblankes Macbook starrt, über Familien mit Kindern bis zu den in Berlin obligatorischen Touristen ist alles dabei. Kein Wunder, das Haus am See wirkt einladend und die Preise sind so, dass man hier auch mal einen Nachmittag lang sitzen kann – oder länger, das Café hat nämlich 24 Stunden geöffnet.

Abends wird es dann voll bis rappelvoll und das Publikum wird jünger und hipper. Im Keller gibts einen Club namens Cosmic Kaspar, es wird aber auch oft genug oben aufgelegt – die Musik ist berlintypisch elektronisch, aber kein Einheitsbrei, sondern gut und gut tanzbar. Das tun die Leute hier dann auch die ganze Nacht, zu den üblichen Drinks und satt Bier. Cool ist auch, dass man sich hier wirklich Mühe gibt, den Leuten viele Veranstaltungen zu bieten: Die Musik kommt selten aus der Dose, sondern es sind Leute da, die sie machen (bzw. mit den entsprechenden Skills auflegen). Wie sich es eben gehört für einen Laden in Berlin, der was auf sich hält.

Apropos Veranstaltungen: Wie erwähnt, hat das Haus am See einen gewissen künstlerischen Charakter. Dieser Charakter wird von Events und kleinen Aktionen von Künstlern unterstrichen, die dann das I-Tüpfelchen auf dem Gesamtpaket sind. Auch hier gilt wieder: So wie das HaS geschnitten und eingestellt ist, schwindet die Distanz zwischen Publikum und Künstler, was das Erlebnis sehr persönlich und ganz schön einzigartig machen kann. Alles in allem hat das Haus am See Stammlokalpotenzial, und wer in der Nähe wohnt oder vorbeikommt, sollte mal reinschauen. Das Paket stimmt einfach, Atmosphäre, Leute, Musik und Drinks – ganz ehrlich, was will man mehr?

Mein Haus am See

Brunnenstr. 197-198

10119 Berlin

http://mein-haus-am-see.blogspot.de/

 

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Autor: Jens Hohmann The Club Map
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