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Meine Hit List der besten Comic Läden in Berlin

Autor: JENS HOHMANN | 5.9.2014 |
Meine Hit List der besten Comic Läden in Berlin

Ich liebe Comics. Seitdem ich mit Anfang 20 das erste Mal ein Spiderman Comic im Edeka Laden kaufte, bin ich sozusagen angefixt. Das erste Comic ist nun schon 20 Jahre her, und wenn ich mir meine Bücherregale so anschaue und mal kurz hochsummiere, dann stehen da schon ein paar tausend Euro an Buntpapier. Ok, bevor das hier so im Opa Erzählstil weitergeht, wenden wir uns lieber mal dem lokalen Comic Business zu. Während der gemeine Comic Fan in Buxtehude zum Zeitschriftenladen im Hauptbahnhof laufen muss, kann der geneigte Leser hier auf richtige Läden zurückgreifen. Comic-Läden sind etwas für Liebhaber – seien es die klassischen amerikanischen Super Hero Geschichten, also Batman, Spiderman, Superman, der asiatische Kulleraugen Kram bzw. der gute Manga Stuff wie Akira, oder die Franzosen a la Moebius mit ihren künstlerischen schwelgenden Welten.

Platz 1: Grober Unfug

Davon gibt es in Berlin sogar zwei Filialen. Eine in Kreuzberg und eine in Mitte in der Torstraße. Die war vorher mal in der Münzstraße und ich mochte die alte mehr. Damit stehe ich aber wohl allein, ist der neue Laden doch viel offener, weiter und auch räumlich weitaus schöner. Es ist in etwa so, wie von einer Humama Filiale in einen supadupa Designer Store zu stolpern. Bei Grober Unfug gibt es alles was das Nerd Herz begehrt: Amerikanische Comics in Originalsprache, japanische Manga, Artbooks und witzige Merchandise-Artikel wie Action Figuren und Shirts mit Aufdrucken, die nur ganz wenige Menschen verstehen und cool finden. Was sie aber nur noch cooler macht.

Torstraße 75

http://www.groberunfug.de/

Comics and Graphics Berlin

Platz 2: Comics and Graphics

Comics and Graphics in der Prenzlauer Allee belegt Platz zwei, was allerdings auch einfach meinem Radweg zur Arbeit geschuldet ist. Es ist ein kleinerer, auf grafische Literatur spezialisierter Laden. Hier werden vor allem Bildergeschichten für den gehobenen Anspruch offeriert, und ältere Männer fabulieren über irgendwelche Bände von Autoren, die ich wahrscheinlich für Spieler aus der zweiten Bundesliga halten würde, sagte man mir nur deren Namen. Scherz beiseite. Es gibt hier wirklich viel gutes Zeugs von Graphic Novels, über illustrierte Kinderbücher und französische Comics bis zu Klassikern von Frank Miller. Wer diesen Namen für einen Spieler aus der zweiten Bundesliga hält, dem sei gesagt, es ist der Schöpfer von „Sin City“ und „300“, den wohl wichtigsten Männerfilmen dieses Jahrhunderts. Die Sektion X-Men und The Avengers ist hier allerdings nur marginal vertreten.

Prenzlauer Allee 46

http://www.bluetoons.de/

Platz 3: Black Dog

Black Dog ist für mich schnell zu erreichen. ABER der Comic-Laden in der Rodenbergstraße ist spezialisiert auf US-Importe, die es hier übrigens zeitgleich mit dem Erscheinen jenseits des Atlantiks gibt. Das heißt aber auch, ich muss Englisch lesen. Und da mein Englisch ungefähr so gut ist, wie meine Jonglierkünste auf den Rücken von springenden Delfinen, die gerade einen Eisgletscher im Himalaja runter sausen, frequentiere ich diesen Laden eher selten. Es sei denn, irgendeine Fortsetzungsgeschichte ist so gnadenlos grandios spannend, dass ich einfach das Original kaufe. Das Problem ist nicht das Verstehen des Handlungsstrangs, sondern der comiceigene Slang, der vom simplen „Cool your Jets“ bis zu Sätzen reicht, über die ich heute noch rätsele. Der Laden hat auf jeden Fall eine üppige Auswahl zu bieten.

Rodenbergstraße 9

http://www.blackdog1.de/

Black Dog Comics Berlin

Platz 4: Renate Comics

Renate Comics ist der Hipster unter den Comic Läden, was jetzt aber mal keineswegs abwertend gemeint ist, sondern nur auf die weitgehende Verbundenheit mit der sogenannten Berliner Szene hinweisen soll. Der Laden hat eine lange Geschichte, und ist nicht einfach nur ein Comic Laden. In der Tucholskystaße schmeißen ein Dutzend ehrenamtliche Mitarbeiter das Business, wo in einer Bibliothek 15.000 Bände an 5 Tagen die Woche auf euch warten. Hier in Deutschland ist die Renate nämlich der einzige Comic Verleih. Für einen Jahresbeitrag können Mitglieder für je zwei Wochen Comics mit nach Hause nehmen. Dazu kommt noch ein jährlich erscheinendes Magazin. Dazu kommen regelmäßige Comicstammtische, sowie Comiczeichnen Kurse für Kids und Erwachsene. Super Sache das.

Tucholskystraße 32

http://www.renatecomics.de/

Damit ist die Hit Liste geschlossen. Aber weiter erwähnenswert sind noch:

Der Roman- und Comicladen in der Ebertystraße in Friedrichshain. Hier gibt es Comics und Manga Seite an Seite mit DDR-Klassikern wie Mosaik. Ich frage mich, ob bei meinen Pateneltern in Schwerin immer noch das uralte Mosaik Heft unterm Teppich liegt, das ich mal mit fünf oder so klauen wollte, mich dann doch nicht traute, und es unterm Teppich versteckte. Wer nach DDR Kram sucht, wird hier jedenfalls fündig.

Der Laden Neo Tokyo ist das Ding für Japanophile und ist spezialisiert auf Manga-Comics und Anime-Filme. Direkt an der Schönhauser Allee Ecke Torstraße zu finden. Und eigentlich viel weniger schräg und bunt, als man denkt. Da bin ich öfter mit meiner 12jährigen Nichte, die voll auf die Manga Serie „ONE Piece“ abfährt.

Der SupaLifeKiosk in der Raumerstraße bietet neben Street Art, Grafikkunst und Szene-Kunsthandwerk auch Comics an, die aber auch in Richtung Kunst gehen, also eher speziell sind.

Weitere Infos:

http://www.roman-und-comicladen.de/

http://www.neotokyo.de/

http://supalife.de/

 

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Autor: Jens Hohmann The Club Map
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