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Meine Suppe ess ich gern: Evim – Suppen und türkisches Fast Food

Autor: SABINE WIRSCHING | 3.11.2014 |
Meine Suppe ess ich gern: Evim – Suppen und türkisches Fast Food

Wenn mit der kalten Jahreszeit draußen mieses-fieses Kalte-Füße-Wetter aufzieht, beginnt drinnen die Suppenzeit. Natürlich kann man jetzt Kochbücher wälzen, Großeinkäufe tätigen und sich dann selbst in die Küche stellen, um zu schnippeln, zu kochen und abzuschmecken.

Zum Glück für alle, die wenig Zeit haben (was in Berlin grobgeschätzt auf 80% der Leute zutreffen dürfte), erleichtern einem immer mehr Gastronomen den Zugang zur heißen Köstlichkeit. Zu meinen Favoriten gehört dabei die Soupkultur. Die Suppen-Bar mit Catering bietet an vier Standorten in der Rosa-Luxemburg-Straße in Mitte, der Markgrafenstraße in Wilmersdorf oder gleich zwei Mal auf dem Ku‘damm täglich wechselnd alles, was das Suppenherz begehrt. Außerdem sind hier auch Nudeln und Pasta mit leckeren Saucen zu haben.

In Kreuzberg habe ich mich außerdem über die Entdeckung der türkische Suppenküche Evim gefreut: Hier gibt es zum Tagesangebot von jeweils sechs Suppen und Eintöpfen nämlich auch noch Urlaubsfeeling gratis dazu.

Evim Berlin © Alexander Winter


Außerdem wird hier lecker hausgekocht: Ich mag besonders die Linsensuppe und die Tomatensuppe – beide ganz einfach, ganz schlicht ohne großes Koch-Brimborium, aber umwerfend lecker. Etwas raffinierter wird es dann mit der Geräucherten Auberginen-Paprika-Suppe. Außerdem leuchtet die mit ihrer orangenen Farbe jeden Winterfrust ganz einfach weg.

Wer es ganz exotisch liebt, kann die Tarhana-Suppe probieren – und zwar sogar vorab, mit einem kleinen Probierschlückchen sozusagen. Denn diese traditionelle Suppe aus der Ägäis basiert auf einer vergorenen und getrockneten Mischung von Mehl, Yoghurt und Gemüse. Dementsprechend wartet sie mit einem für den deutschen Gaumen doch sehr ungewöhnlichen, scharf-sauren Geschmack auf. Wer es dann doch lieber bodenständig hat, kann sich an den Gemüse-Eintopf mit Hackfleischbällchen, die Möhren-Ingwer- oder Kartoffelsuppe halten. Dazu gibt es jeweils frisches Fladenbrot.

Evim Berlin © Alexander Winter


Oder man steigt gleich auf handfeste Nahrung um, denn das Evim hat auch einiges an leckerem Fast Food zu bieten. Allerdings gibt es weder Döner, noch Lahmacun oder Dürüm. Fast Food nennt es sich auch nur, weil alles schon fertig ist und schnell aufgewärmt auf dem Teller landet: Hier kann man zwischen Gefüllter Paprikaschote mit Reis, Kohlrouladen, Maisbratlingen und den mit Hackfleisch, Kartoffeln oder Schafskäse gefüllten Mantı-Teigtaschen wählen.

Wenn die Entscheidung schwerfällt, kann man es sich leichtmachen und einfach die gemischte Vorspeisenplatte wählen. Für gerade mal 5 Euro bekommt man dann Bulgursalat, Zigarrenbörek, Gemüseküchen und Içli Köfte, dazu Gözleme mit Hackfleisch, Kartoffeln, Schafskäse oder Spinat und Weißkäse und Gemüsekuchen. Dazu bekommt man noch einen Klecks Joghurt sowie etwas sauer eingelegtes Gemüse.

Und spätestens, wenn man satt und zufrieden bei einem türkischen Tee alle Viere von sich streckt, hat der Winter keine Chance mehr.

Kottbusser Damm 1, Mo.-Fr. 9.30-21.30 Uhr

Alle Bilder (c) Alexander Winter

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Autor: Sabine Wirsching Rocknroulette
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