Mittagessen rund um den Gendarmenmarkt: Lunch Locations in Berlin-Mitte

Autor: Jana K. | 1. Juni 2016

Wer in der historischen Mitte am Gendarmenmarkt – einem der schönsten Plätze Berlins – arbeitet oder flaniert und sich zur Mittagszeit nicht das übliche Kantinenangebot, Stulle mit Brot oder Selbsgekochtes genehmigen kann oder will, sieht sich in einem Dilemma: Wo bekommt man in dieser Gegend schnell ein leckeres und halbwegs günstiges Mittagessen? Neben den bekannten und auch bei Touristen beliebten (Lunch-)Restaurants direkt am Gendarmenmarkt gibt es noch einige kleinere Lokalitäten etwas abseits des Trubels, die auch für den schmaleren Geldbeutel eine interessante Alternative darstellen. Hier kommen meine vier Favoriten für guten Mittagstisch in Mitte:

Lunch Time

Nur etwa fünf Minuten Fußweg vom Französischen Dom entfernt öffnet das familiengeführte Café und Restaurant Lunch Time in der Jägerstraße bereits ab 6 Uhr (samstags ab 8 Uhr) seine Pforten. Hungrige Großstädter finden hier verschiedene Frühstücksangebote, belegte Brötchen, Pizza, Pasta, Suppen, Salate (zum Beispiel mit Bulgur, Nudeln, Gnocchi oder Couscous) sowie süße Kleinigkeiten – alles auch zum Mitnehmen. Zur Mittagszeit herrscht hier ordentlich Trubel und man muss schon etwas Glück haben, um noch einen freien Tisch oder Platz zu ergattern. Sobald sich die Sonne blicken lässt, sind auch die wenigen Frischluftplätze vorm Lokal heiß begehrt. Die Popularität des Familienbetriebs erklärt sich durch die große Auswahl an leckeren Speisen und Snacks zu erschwinglichen Preisen – vor allem im Vergleich mit der umliegenden Konkurrenz. 

 

Chupenga

Im 2015 eröffneten mexikanischen Restaurant in der Mohrenstraße, praktisch auf gleicher Höhe mit dem Deutschen Dom, speisen Gäste in hellen, puristischen Räumlichkeiten. Zuvor muss man sich allerdings erst zum Tresen vorarbeiten und die grundlegenden Fragen der auschließlich frischen Zutaten klären: Burrito oder Salat, Linsen oder Bohnen, Reis oder Quinoa? Entscheidungsstärke ist also gefragt, um im Chupenga zum kulinarischen Höhepunkt zu gelangen. Selbstverständlich gibt es aber auch die Möglichkeit, eine der vom Team empfohlenen und zusammengestellten Speisen zu wählen. Alle Burritos, Salate und Tacos werden nach Wunsch mit gegrilltem Hähnchenfleisch, geschmortem Rind- oder Schweinefleisch oder vegetarisch mit gegrilltem Gemüse zubereitet. Wer es eilig hat oder seinen mexikanische Snack lieber auf einer Bank am Gendarmenmarkt genießen will, kann sich Speisen und Getränke auch zum Mitnehmen einpacken lassen. Das Chupenga hat unter der Woche bis 20 Uhr geöffnet und kann somit auch zum Abendessen aufgesucht werden. Mein persönlicher Tipp: Naked Burrito und dazu die mit Koriander verfeinerte hausgemachte Guacamole.

 

This is what we call burrito heaven @mindspace.me #chupenga #foodieberlin #burrito #vegan

Ein von chupenga (@chupenga) gepostetes Foto am

 

Wochenmarkt Spittelmarkt

Eine super Abwechslung vom Indoor-Lunch bietet der Wochenmarkt direkt an der Leipziger Straße, der mittwochs und freitags zwischen 10 und 15 Uhr so einige kulinarische Höhepunkte zu bieten hat. Vor allem aber muss man hier nicht schon vorher wissen, wonach einem der Gaumen steht, sondern kann direkt vor Ort entscheiden, ob Ofenkartoffel mit Kräuterquark (hier unbedingt auch mal die deftige Variante mit Chili con Carne probieren), Asia-Pfanne, handgemachte Pasta oder Fisch munden darf. Die Ontjes Waffelmanufaktur bietet jeden Mittwoch wirklich schmackhafte süße und herzhafte Waffelkreationen. Mein absoluter Liebling ist der Burger-Stand, der vom Restaurant Zander betrieben wird, und so gut wie jeden Freitag für eine riesige Schlange hungriger Berliner sorgt. Das Anstellen lohnt sich spätestens dann, wenn man in den saftigen Kiezburger (mit frischen Chilis!!!) beißt und die köstlichen Pommes frites mit Ketchup-Mayo in Händen hält – übrigens: Feinschmecker genießen ihre Pommes hier ausschließlich mit Trüffelmayonnaise.

 

Caramel

Die gut besuchte Mittags-Lounge befindet sich in der Zimmerstraße – zugegeben einige Schritte vom Gendarmenmarkt entfernt, dafür aber in direkter Nähe zu einem weiteren Touri-Hotspot, dem Checkpoint Charlie an der U-Bahn-Station Kochstraße. Hier kommen werktags zwischen 11 und 16 Uhr nur täglich wechselnde Gerichte ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffe auf den Mittagstisch. Empfehlenswert sind die 3-Gänge-Menüs der Wochenkarte, bei denen zur gewünschten Hauptmahlzeit immer eine kleine vegane Suppe sowie ein hausgemachtes Dessert des Tages gereicht werden – und das ohne lange Wartezeit. Täglich stehen drei verschiedene mediterrane oder herzhafte Hauptspeisen zur Auswahl, von denen eine stets vegetarisch ist. Neben den Mittagsmenüs finden sich auch kleine Snacks wie Sandwiches, Bulgur und verschiedene Salate im Angebot des Caramel.

 

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http://www.lunchtime-restaurant.de/

http://www.chupenga.de/

http://www.caramelberlin.de/

http://www.ontjes.de/

http://www.zander-restaurant.de/

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