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Rixdorf: Neukölln mal anders

Autor: KATJA THIEDE | 6.3.2015 |
Rixdorf: Neukölln mal anders

Ruhe, eine dörfliche Atmosphäre und traditionelle Handwerkskunst – Dinge, die wohl die meisten nicht unbedingt mit Berlin Neukölln assoziieren. Zu Unrecht. Denn nur wenige Minuten vom bunten und lauten Treiben der Karl-Marx-Straße entfernt liegt Rixdorf, ein böhmisches Dorf mitten in Berlins einstigem „Hau-drauf-Bezirk“. Bekanntheit hat die Siedlung rund um den Richardplatz vor allem durch den Weihnachtsmarkt erreicht, der hier an einem Wochenende im Dezember stattfindet und mittlerweile zu einem der beliebtesten Märkte der Hauptstadt gehört. Doch auch an den 363 anderen Tagen im Jahr ist Rixdorf einen Besuch wert.

Abschalten im Rixdorfer Comenius-Garten

Im Frühling und Sommer lohnt sich ein Abstecher in den Comenius-Garten an der Richardstraße. Durch ein kleines Gartentor gelangt man auf einen von Beeten, Skulpturen und Grünflächen gesäumten Weg. Auf der großen Holzplattform oder auf einer der Bänke lässt es sich hervorragend in der Sonne entspannen. Botanik-Freunde können sich am „Rosenhain“ erfreuen oder sich im „Arzneigärtlein“ Anregungen für die Hausapotheke holen. Wer mit Kindern hierher kommt, hat mit dem Irrgarten und den zahlreichen Wiesenflächen einen Spielplatz, wie man ihn wohl in keinem anderen Teil der Hauptstadt findet. Ein Ort, ganz weit weg von dem, was der „Szenekiez“ Neukölln oder der „Problembezirk Neukölln“ ist.

Weihnachtsmarkt Rixdorf

Rixdorf: Altbau mal anders

Bei einem Spaziergang durch das Böhmische Dorf fühlt sich der Besucher von einem Moment auf den anderen 200 Jahre zurückversetzt. Die Altbauten hier haben nichts mit dem gemeinsam, wofür sich der Neu-Berliner mit hunderten Gleichgesinnten die Füße platt steht: Statt hohen Decken gibt es hier Häuschen, durch deren Eingangstür man noch gebückt eintritt, statt filigranem Stuck und Dielenfußboden Dorfarchitektur, wie man sie sonst weit draußen in Brandenburg vermuten würde.

Der Richardplatz: Schmiedekunst trifft auf Bioladen

Das Zentrum von Rixdorf bildet der Richardplatz mit seiner alten Schmiede. Auch heute noch kann man sich hier in die Schmiedekunst einführen lassen oder vor Ort gefertigte Objekte erwerben. Gern gibt der Meister auch eine kleine Live-Vorführung seines Handwerks. Im Nachbarhaus, in vergangenen Zeiten Wohnhaus des Schmieds, befindet sich heute ein Frauentreffpunkt. Rings um den Richardplatz, auf dem übrigens auch der jährliche Weihnachtsmarkt stattfindet, befinden sich Restaurants und Cafés mit unterschiedlicher Ausrichtung – von alteingesessen wie die „Villa Rixdorf“ mit Biergarten bis zum dem Zeitgeist von Neukölln folgenden Bio-Café. Ganz stehen geblieben ist die Zeit eben auch in Rixdorf nicht.

Schmiede am Richardplatz in Rixdorf

Bild 1: flickr.com/itineri.de
Bild 2: flickr.com/H.Füller

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Freie Autorin
Autor: Katja Thiede Freie Autorin
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