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Shoppingmeilen in Berlin: Von Kudamm, Friedrichstraße und Co.

Autor: JOHN-MARIE BOESE | 24.9.2014 |
Shoppingmeilen in Berlin: Von Kudamm, Friedrichstraße und Co.

Berlin bietet eine Vielzahl von riesigen Einkaufscentern. Fast jeder Bezirk hat ein solches Center und jeder seiner Besucher kann von den zahlreichen Vorteilen zehren. So ist das Parken in der Regel kein Problem und auch das Wetter spielt keine wirkliche Rolle. Jeder Laden ist nur wenige Meter vom anderen entfernt. Ich selbst bevorzuge diese Centren meist dann, wenn ich mich vor Langeweile nicht mehr retten kann. Schaut man sich aber die meisten Centren genauer an, dann fällt auf dass es sich fast immer um die gleichen Läden handelt. Auch der Aufbau ist doch immer derselbe. Leute, die sich mit der menschlichen Psyche auskennen, entwerfen die Läden so, dass man am Besten jeden Winkel des Centers durchlaufen muss. Im Keller der meist mehrstöckigen Gebäude findet ihr die Lebensmittel-Geschäfte und in den oberen Ebenen Klamotten. Der gesamte Aufenthalt gipfelt dann in einem gestressten Besuch der Fast Food-Ecke.

Ich möchte heute jedoch nicht weiter über das Alexa und Co. schreiben, sondern euch ein paar Straßen vorstellen in denen man ebenso sein Geld lassen kann, dafür aber (zumindest bei schönem Wetter) viel entspannter einen Tag verbringen kann und auch noch viel interessantere Läden findet.

Kurfürstendamm

Die wohl bekannteste Shoppingmeile in Berlin dürfte der Kurfürstendamm oder auch Kudamm sein. Sie ist zugleich eine der exklusivsten Einkaufsmeilen in Berlin. An keiner anderen Stelle der Stadt gibt es so viele Label Stores großer Marken wie zum Beispiel Hugo Boss, Tommy Hilfiger, Gucci oder Long Champ. Wer dann sein Erspartes auf den Kopf gehauen hat und seine neu gewonnen Textilien zur Schau stellen möchte, zieht einfach weiter in die zahlreichen Clubs oder Bars. Auch die sich hier aufhaltenden Personengruppen sind weit gefächert. Vom Durchschnittsberliner über den Touri bis hin zum wohlhabenden Porschefahrer kann man hier so ziemlich jeden antreffen. Sehr gut ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Ihr profitiert von U- und S- Bahn sowie diversen Bussen. So kann man dieses Einkaufsparadies mit nur wenig Aufwand von überall erreichen. Einzig die Anfahrt mit dem Auto ist nicht empfehlenswert, denn der gesamte Bereich hat eine Parkraumbewirtschaftung bis 24 Uhr.

Besonders sehenswert sind:

KaDeWe

Zoo-Palast

Berliner Zoo

Hugo Boss Berlin

Friedrichstraße

Die Friedrichstraße, im Berliner Ostteil gelegen, ist mit 3,3 km Länge nicht wesentlich kürzer als der Kudamm und hat eine ähnliche Auswahl an exklusiven Marken. Mittendrin befindet sich die Galerie Lafayette. Bei der Friedrichstraße handelt es sich um eine der jüngsten Berliner Shoppingmeilen, welche nach dem Mauerfall mit neuem Leben gefüllt wurde. Zahlreiche neue Bauprojekte verschönerten die Straße, neue Hotels bieten Berlinbesuchern ein kurzzeitiges Zuhause und gerade im Sommer kann man hier besonders entspannt einen ruhigen Kaffee schlürfen. Nicht zuletzt weil sich auch der Gendarmenmarkt in unmittelbarer Nähe befindet. Ich selbst ziehe die Friedrichstraße dem Kudamm vor, denn im direkten Vergleich ist es hier um einiges entspannter da weniger Autos unterwegs sind. Auto ist übrigens ein gutes Stichwort, denn auch hier ist der gesamte Bereich mit Parkuhren versehen.

In der Vergangenheit wurden hier des Öfteren auch ein paar Events veranstaltet. Dann kann es schon mal passieren, dass ein Teil der Straße gesperrt und mitten auf ihr ein Laufsteg erbaut wird, während ein DJ direkt vom Vordach des Lafayette die Straße beschallt. Die Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist auch hier ganz gut, jedoch nicht so umfangreich wie am Kudamm.

Besonders sehenswert sind hier:

Galerie Lafayette

Ritter Sport Schokowelt

Gendarmenmarkt

Rosenthaler Straße und Co.

Zugegeben, auch die Rosenthaler Straße befindet sich in Mitte. Anders als bei den anderen beiden Shoppimgmeilen geht es hier aber nicht allein um die Rosenthaler Straße, sondern auch um all die anliegenden Straßen in der unmittelbaren Umgebung. Auch hier haben sich einige namhafte Geschäfte niedergelassen, aber auch der ein oder andere unbekannte Laden zieht neugierige Blicke an. Der größte Unterschied zu Kudamm und Friedrichstraße ist das Gefühl, welches man bekommt wenn man hier ein paar Schritte gegangen ist. So waren die ersten beiden Adressen sehr exklusiv, während man hier eine interessantere Mischung an Shops und Personengruppen hat. So befindet sich hier zum Beispiel ein Hugo Boss Shop nur wenige Meter vom Converse Shop entfernt. Auch H&M scheint diese Straße zu favorisieren. So wurde Berlins einziger Monki Store, bei dem es sich um ein Label von H&M handelt, in der Muenzstraße eröffnet. Nur knappe 20 Meter weiter befindet sich ein COS Store (ebenfalls ein Label von H&M) und wiederum 20 Meter weiter liegt ein Weekday Store (auch dieser ist Label von H&M). Aber auch beliebte Läden wie Urban Outfitters und Superdry befinden sich in der näheren Umgebung, Läden die es eben nicht in jedem Center gibt.

Bewegt man sich ein bisschen durch dieses Viertel, ist man auch relativ schnell am Hackeschen Markt angelangt. Im gesamten Areal haben sich über die Jahre nicht nur diverse Flagshipstores angesiedelt, sondern auch Showrooms verschiedener Berliner Jungdesigner gilt es zu entdecken! Wem dann irgendwann die Puste ausgeht, der kann sich in einem der schier unendlich vertretenen Cafés, Restaurants oder Bars niederlassen.

Longchamp Berlin

Wer also schnell ein paar Erledigungen unabhängig vom Wetter machen möchte, der ist mit einem Center sicher besser aufgehoben. Wer jedoch genügend Zeit mitbringt, ruhig ein paar Meter zurücklegen möchte und am besten noch einen Tag mit gutem Wetter erwischt, der kann in den hier genannten Straßen eine Menge entdecken. Dabei denke ich nicht nur an die Geschäfte, sondern auch an Sachen wie Streetart, Leute, Künstler, Kuriositäten, kurz- das Berliner Leben! Denn das scheint an den Eingangstüren der großen Centren Hausverbot zu haben.

 

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Autor: John-Marie Boese Hauptstadtdiva
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