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The Art of Hamburg – Unikate für Weltenbummler und Daheimgebliebene

Autor: KATJA THIEDE | 14.7.2014 |
The Art of Hamburg – Unikate für Weltenbummler und Daheimgebliebene

Beim ersten flüchtigen Blick durchs Schaufenster könnte man meinen, es handele sich bei The Art of Hamburg um einen dieser Läden, wo sich Touristen im früher oder später eintretenden Zustand von Reizüberflutung (neue Stadt – Yeah!), unbändiger Urlaubsfreude (drei Tage frei – Yeah!) und romantischer Verklärung (Hamburg ist so viel cooler als Braunschweig – Yeah!) mit allerlei Lokal-Klimbim behaften. Man kennt das aus anderen Städten – Stichwort Ampelmännchen-Shop in Berlin. Niemand, wirklich NIEMAND, der hier länger als 14 Tage lebt, käme ernsthaft auf die Idee, den kleinen Figuren, die einem allmorgendlich die Autofahrt zur Arbeit versüßen, auch noch durch öffentliches Zur-Schau-Stellen zu huldigen.

The Art of HamburgThe Art of HamburgThe Art of Hamburg

Doch The Art of Hamburg ist weder ein Souvenirshop, noch geht es um übertriebenen Lokalpatriotismus. Die liebevoll gestalteten, maritimen Unikate, die es hier zu bestaunen und erwerben gibt, erzählen kleine Geschichten. Da liegt der kleine „Seenothelfer“ (eine Tampontasche) neben dem verschmutzten Shirt des „Maschinisten“ – das am häufigsten nachgefragte Produkt, wie Frank Bürmann erzählt, der die Sachen in Handarbeit fertigt. „Jedes Shirt ist mit einem anderen Schraubenschlüssel bedruckt – zeig mir eines und ich kann dir anhand des Schlüssels sagen, wann ich es beschmiert habe“, lacht er.

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Zusammen mit Jutta von Perfall und Sabine Tönnissen betreibt er zwei Läden mit Klamotten, Alltagshelfern und Wohnaccessoires in Hamburg. Los ging es 2007 in der Ditmar-Koel-Straße am Hafen, wo sich ganz in der Nähe auch die Ateliers befinden. 2011 kam dann der Laden an der Langen Reihe in St. Georg dazu.

Dass die drei Spaß an dem haben, was sie tun, zeigt sich spätestens beim Blick in ihr kunterbuntes Atelier, das einem großen Spielplatz für Kreative gleicht – überall hängen Skizzen und (halb-)fertige Bilder, es stapeln sich farbverschmierte Pinsel und riesige selbstgebastelte Stempel, die sich erst auf den zweiten Blick voneinander unterscheiden. Aber sie unterscheiden sich eben – und das ist den Dreien wichtig, denn keines ihrer Teile soll dem anderen gleichen.

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Neben Individualität spielt Qualität eine große Rolle bei der Herstellung der Art-of-Hamburg-Produkte. Die Shirts sind aus robuster Baumwolle, die Seesäcke und Handytaschen aus festem Canvas. Totenköpfte und Reagenzglas-Symbole, die auf gefährliche Substanzen hinweisen, sucht man auf den Farbtöpfen vergeblich. Macht Sinn – nicht nur für die zukünftigen Besitzer, sondern auch für Frank und Jutta, die oft tagelang bis zum Ellenbogen in Farbe stecken, um ihre Visionen zum Leben zu erwecken. Diese werden dann von Sabine an Schiffsjungen und Maschinistinnen auf der ganzen Welt verkauft.

Bei soviel DIY-Attitüde dürfen Bett und Küche inmitten des kreativen Chaos natürlich nicht fehlen. Denn wenn die Ideen sprudeln, heißt es für die Besatzung auch lange nach Ladenschluss „volle Kraft voraus!“

The Art of Hamburg

Ditmar-Koel-Str. 19

20459 Hamburg

Lange Reihe 48

20099 Hamburg

http://www.the-art-of-hamburg.de/

 

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Freie Autorin
Autor: Katja Thiede Freie Autorin
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