GROUPON GUIDE HAMBURG

Turmkirche St. Michaelis – „Der Michel“

Autor: CHRISTOPH PÖTHKE | 14.1.2015 |
Turmkirche St. Michaelis – „Der Michel“

Wer Hamburg kennt, der kennt wahrscheinlich auch die Hauptkirche Sankt Michaelis — von Hamburgern auch „der Michel“ genannt — in der südlichen Neustadt zwischen Ludwig-Erhard-Straße, Krayenkamp und Englischer Planke. Ursprünglich 1647 ge- und mittlerweile drei mal wieder aufgebaut ist die alte Barockkirche eines der Wahrzeichen der Hansestadt und macht trotz ihres rüstigen Alters immer noch so einiges her.

Turm, Kirchenraum, Krypta — so gut wie alle Teile des Michels sind begehbar. Sehr eindrucksvoll ist dabei der eigentliche, hell ausgeleuchtete Kirchenhauptsaal; viel Gold, viel Prunk. Besonders ins Auge stechen der Altar aus Marmor und der goldene Namenspatron, Erzengel Michael, auf der Kanzel sowie die fünf gigantischen Orgeln, deren Spiel man mit etwas Glück lauschen darf. So oder so, der Raum ist immer gut gefüllt — gleichermaßen mit Gläubigen und Schaulustigen.

Michel Hamburg

Heimlicher Star von St. Michaelis ist aber sicherlich der Ausblick vom 132 Meter hohen und charakteristischen Kirchturm; neben dem Turm der Petrikirche (der ebenfalls 132 Meter in den Himmel ragt), der Zweitgrößte der Stadt. Von hier kann man einen wunderbaren Blick über die Hafencity und den gesamten Elbbereich genießen. Um dort hinzukommen, nimmt man wahlweise die Treppe oder den Fahrstuhl. Sollte man sich auf seinem Weg nach unten oder oben für die Treppe entscheiden, achtet man besser auf die Zeit. Starkes Ohrensausen droht jedem, der das Glockengeläut zur vollen Stunde erwischt.

Nach Sanierungs- und Restaurationsarbeiten ist mittlerweile auch die Krypta wieder begehbar. Dank dem interessanten Lichtkonzept und dem neuen Altar ergibt sich hier ein symbolträchtiges und visuelles Erlebnis der ganz besonderen Art: Die Teile des großen Steinkreuzes des Altars stammen nämlich aus besonders bedeutsamen Orten der Christenheit u.a. Rom, Jerusalem und Konstantinopel und ergeben so ein erhabenes Gesamtbild. Auch sind große historische Persönlichkeiten, wie der Komponist Philipp Emanuel Bach und der Erbauer der Kirche, Ernst Georg Sonnin, hier begraben.

Aussicht vom Hamburger MIchel

Besonders beliebt bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen ist der so genannte „Nachtmichel“. Täglich zwischen 19.30 Uhr und 23.00 Uhr können dabei alle Nachteulen auf die 82 Meter hohe Aussichtsplattform hinaufsteigen und den atmosphärischen Blick auf das nächtliche und hell erleuchtete Hamburg genießen. Hafen, Kreuzfahrtschiffe, Feuerwerke, Alster, Reeperbahn und Elbphilharmonie sind bei einem kleinen Getränk und allerlei Hintergrundinformationen so fast noch besser zu erleben als tagsüber. Ein weiteres Highlight: Der Türmer bläst gegen 21.00 Uhr unterhalb der Aussichtsplattform sein allabendliches Lied vom Kirchturm. Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung der Kirche allerdings nicht möglich.

St. Michaelis-Hauptkirche, Hamburger Michel
Englische Planke 1
20459 Hamburg
Tel.: 0 40/3 76 78-1 43

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Freier Autor
Autor: Christoph Pöthke Freier Autor
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