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Urbane Freiräume: Die schönsten Ecken zum Entspannen in Friedrichshain

Autor: KATJA THIEDE | 9.3.2015 |
Urbane Freiräume: Die schönsten Ecken zum Entspannen in Friedrichshain

Friedrichshain steht für wilde Partys, ausgefallene Shops im Kiez südlich der Frankfurter Allee und volle Kneipen rund um die Simon-Dach-Straße. Doch der „Szenebezirk“ kann auch beschaulich und bietet viele schöne Plätze, an denen man zwar selten allein ist, aber trotzdem herrlich entspannen und sich einfach mal treiben lassen kann.

Der Boxi: Kicken, Klönen, Kitsch und Käse

Es gibt diese Berlin-typische Situation, bei der man stundenlang mit der Freundin hin und her überlegt, wo man denn nun am besten seinen sonntäglichen Kaffee schlürfen gehen könnte. Nach endlosen Chats und Vorschlägen, die nur mäßige Begeisterung auf beiden Seiten auslösen, fällt schließlich der Satz: „Ach weeßte wat, lass’ doch einfach am Boxi treffen.“ Diskussion beendet. Denn „am Boxi treffen“ geht immer. Nicht nur sonntags, wenn auf dem Flohmarkt alte Schätze darauf warten, wiederentdeckt zu werden. Auch an jedem anderen Tag der Woche findet sich an allen vier Ecken des Platzes (und dazwischen) immer ein Fleckchen, um gemütlich ein Feierabendbier zu trinken, köstlich zu brunchen oder einen Kaffee in der Nachmittagssonne zu schlürfen und dabei wahlweise den Jungs beim Kicken oder den Kindern beim Toben zuzuschauen. Samstags lockt zudem der Wochenmarkt mit jeder Menge frischem Obst und Gemüse, selbst gebackenem Kuchen, Bio-Eiern, Fleisch und Fisch sowie Ständen, an denen Künstler aus der Region Ihr Handwerk zum Kauf anbieten.

Markt auf dem Boxhagener PlatzMarkt auf dem Boxhagener Platz

Die Modersohnbrücke: Sonne tanken mit Panoramablick

Spaziert man vom Boxhagener Platz über die Gärtnerstraße weiter in Richtung Stralauer Allee und Spree, überquert man die Modersohnbrücke – vorausgesetzt man schafft es über den Mittelteil der Brücke hinaus. Denn an sonnigen Tagen ist die Verlockung groß, es den Anderen einfach gleichzutun und es sich entweder auf dem runden Stahlträger zwischen Autospur und Radweg oder auf einem der großen rostroten Rohre am Geländer bequem zu machen und den Blick auf die Silhouette Berlins mit Fernsehturm, Ostbahnhof und Warschauer Brücke zu genießen. In regelmäßigen Abständen fährt die S-Bahn Richtung Westen unter der Brücke hindurch und der Sonne entgegen und lässt – trotz Nahverkehr – Fernweh aufkommen.

Spätestens wenn die Sonne sich rot verfärbt und langsam in der Ferne versinkt, wird die Fahrt über die Modersohnbrücke zur echten Slalomtour – vorbei an rauchenden Einweg-Grills, Sixpacks aus dem Späti und nun nicht mehr so einsamen Gitarre-Spielern. Eine wunderbare Atmosphäre, die sich mittlerweile nicht mehr nur bei den Einheimischen großer Beliebtheit erfreut.

Modersohnbrücke in BerlinModersohnbrücke in Berlin

Berlin at its best: Das RAW-Gelände

Wohl kaum eine Ecke der Stadt steht so sehr für das Berlin, das Einheimische wie Besucher so lieben, wie das RAW-Gelände an der Revaler Straße. Hier verbinden sich Rauheit und Schönheit, Subkultur und Partymeile, exzessive Partynächte und entspannte Flohmarktnachmittage auf über 70.000 Quadratmetern Fläche zu einem einzigartigen Ort, ja zu einem Lebensgefühl.

Das RAW-Gelände ist eine der letzten Industriebrachen, die (noch) nicht der Wohnungsbau-Wut ausländischer Investoren zum Opfer gefallen sind. Stattdessen findet sich hier ein buntes Nebeneinander von Clubs, Kneipen, einer Skatehalle, einem Kletterpark, dem Kunstareal Urban Spree und dem RAW-Tempel, unter dessen Dach sich Musiker, Theatermacher, Tänzer und bildende Künstler tummeln. Ein Besuch des Geländes, das von außen erstaunlich unscheinbar wirkt, lohnt sich zu jeder Tages- und Nachtzeit. Tagsüber allein schon wegen der beeindruckenden Street-Art-Kunstwerke, die die Mauerreste der einstigen Industriehallen schmücken.

RAW Gelände in BerlinRAW Gelände in Berlin

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Freie Autorin
Autor: Katja Thiede Freie Autorin
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